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22.03.2004

14:45 Uhr

"Wachstum erst 2005 und 2006"

Umsatz des Astra-Betreibers SES zurückgegangen

Der weltgrößte Satellitenkonzern und Astra-Betreiber SES Global im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang verzeichnet und rechnet auch in diesem Jahr nur mit stagnierenden Umsatzzahlen.

HB BETZDORF. Erst für 2005 und 2006 wird wieder ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich erwartet. Vom nächsten Jahr an sollten Beiträge von neuen Satelliten und Aufträgen durchschlagen, sagte Konzernchef Romain Bausch am Montag im luxemburgischen Betzdorf. Höhere Kosten für Versicherungen und Investitionen für den Satellitenbau sowie Entwicklungen in der Breitbandtechnik beeinflussten hingegen das Geschäft im laufenden Jahr negativ, sagte Bausch.

Im vorigen Jahr blieb der Nettogewinn von SES Global nahezu unverändert bei 205 Mill. € im Vergleich zu 2002. Der Umsatz sank hingegen um 10 % oder 142 Mill. € auf 1,2 Milliarden. Als Grund dafür nannte Bausch die Schwäche des Dollars. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen reduzierte sich stärker um knapp 30 % auf 372 Mill. € (2002: 529 Mill. €). Wie Bausch erklärte, leidet das operative Geschäft unter hohen Versicherungskosten. Zudem setze sich die Breitbandtechnik noch nicht in dem erhofften Maß durch.

Die Nettoverschuldung reduzierte sich um eine Milliarde auf 1,7 Mrd. €. Für 2004 kündigte Bausch Investitionen von 670 Mill. € - der höchste Wert seit der Gründung des Konzerns 2001. Das Geld werde vor allem bei SES Americom in Nordamerika für den Bau neuer Satelliten ausgegeben. Gegenwärtig habe SES neun Satelliten im Bau. Der Auftragsbestand der Gruppe stieg nach Unternehmensangaben zum Jahresende 2003 auf 6,4 Mrd. €.

„Die Aussichten verbessern sich zunehmend mit soliden Umsätzen und Wachstumschancen in Europa und Amerika“, sagte Bausch. Erweitern will SES seine Initiativen im Marketing und im Vertrieb, um Breitbandtechnik besser zu verkaufen. Er kündigte neue Produkte und Dienstleistungen für die Nutzung digitaler Satellitendienste im Heimbereich an.

Ausgebaut solle zudem die Zusammenarbeit mit dem US-Satellitenfernsehkonzern Echostar, sagte Bausch. Vertraglich vereinbart sei, dass Echostar die Kapazitäten von drei neuen Americom-Satelliten nutzen werde sowie eine Kooperation bei der Entwicklung von Breitband-Lösungen für den amerikanischen Mark. Zu in diesem Monat bekannt gewordenen Plänen einer Zusammenarbeit der beiden Unternehmen auf internationaler Ebene wollte sich Bausch nicht äußern. SES Global betreibt gegenwärtig 28 eigene Satelliten und zwölf über Beteiligungen.

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