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02.01.2008

15:24 Uhr

Wachstumsstrategie

NSN übernimmt Netzwerksoftwarefirma Apertio

Die Zeichen stehen auf Wachstum: Das Netzwerkunternehmen Nokia Siemens Networks (NSN) übernimmt die britische Spezialsoftwarefirma Apertio. Bereits zum 1. Januar hatte NSN eine weitaus größere Übernahme über die Bühne gebracht.

HB MÜNCHEN. Das Netzwerkunternehmen Nokia Siemens Networks (NSN) übernimmt die britische Spezialsoftwarefirma Apertio. Der Kaufpreis betrage 140 Mill. Euro, teilte das Gemeinschaftsunternehmen von Siemens und der finnischen Nokia am Mittwoch mit. Die Übernahme solle noch im laufenden Quartal abgeschlossen werden. Apertio ist auf Programme etwa zur Abrechnung von Telefongesprächen oder mobilen Datenverbindungen spezialisiert. Die Gesellschaft zählt nach eigenen Angaben Netzbetreiber wie Orange, T -Mobile und O2 zu seinen Kunden und erwirtschaftete 2007 mit rund 240 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 28 Mill. Euro.

NSN baue mit dem Kauf seine Position im Bereich Kundenmanagementtechnik für Netzbetreiber aus, hieß es. NSN und Apertio hatten bereits auf Basis einer Partnerschaft zusammengearbeitet. Das Netzwerkunternehmen hatte Apertio-Software in einem Teil seiner Produkt integriert.

Apertio-Chef und Mitbegründer Paul Magelli werde innerhalb der NSN-Sparte Converged Core auch künftig das bisherige Geschäft der Spezialsoftwarefirma leiten. Apertio wurde 2002 gegründet und gehörte bislang einer Reihe von Privatinvestoren und Wagniskapitalgebern, darunter die Telekom -Tochter T -Venture, Motorola -Ventures und die Deutsche Venture Capital.

NSN will sein Geschäft mit Infrastruktur-Dienstleistungen weiter ausbauen. Dabei handelt es sich unter anderem um den Bau, die Wartung und den Betrieb von Mobilfunk- und Festnetz für Telekommunikationsanbieter. Ziel der am Vortag gestarteten neuen Tochtergesellschaft Nokia Siemens Networks Services Deutschland GmbH & Co. KG sei es, von der Konsolidierung in diesem Markt in Deutschland zu profitieren und ihre führende Position in dem wachsenden Segment zu festigen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in München mit.

Nokia Siemens Networks hatte zum 1. Januar die Vivento Technical Services (VTS) mit 2 000 Mitarbeitern von der Deutschen Telekom übernommen. Die neue Nokia Siemens Networks Services Deutschland ist eine 100-prozentige Tochter des Gemeinschaftsunternehmens von Nokia und Siemens. Für die kommenden fünf Jahre waren darüber hinaus mit der Telekom Dienstleistungen im Wert von 300 Mill. Euro vereinbart worden. Auch mit weiteren Betreibern seien bereits Vereinbarungen zur Zusammenarbeit getroffen worden, erklärte das Unternehmen am Mittwoch, nannte aber zunächst keine Namen.

In der Branche gibt es derzeit einen Trend zur Auslagerung von Serviceleistungen. So unterhält auch der Mobilfunkbetreiber E -Plus eine Partnerschaft mit dem Netzwerkausrüster Alcatel -Lucent.

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