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03.02.2015

23:28 Uhr

Walt Disney

US-Unterhaltungsriese steigert Gewinn deutlich

Der amerikanische Medienkonzern Walt Disney hat einen starken Gewinnzuwachs im vergangenen Geschäftsquartal vermeldet. Die Aktie stieg nachbörslich um mehr als drei Prozent. Die Filmsparte spielte allerding weniger ein.

Das Walt Disney Headquarter in Burbank, Kalifornien: Der Medienriese überzeugt mit guten Zahlen aus dem vergangenen Geschäftsquartal. Reuters

Walt Disney

Das Walt Disney Headquarter in Burbank, Kalifornien: Der Medienriese überzeugt mit guten Zahlen aus dem vergangenen Geschäftsquartal.

BurbankDer US-Medienkonzern Disney scheffelt weiter Milliarden. Im Geschäftsquartal bis Ende Dezember erhöhte sich der Gewinn um 19 Prozent zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf unter dem Strich 2,2 Milliarden Dollar (1,9 Mrd Euro), wie Walt Disney am Dienstag mitteilte.

Der Umsatz kletterte um neun Prozent auf 13,4 Milliarden Dollar. Die Ergebnisse fielen damit deutlich besser aus als an der Wall Street erwartet. Die Aktie stieg nachbörslich um mehr als drei Prozent.

Das Disney-Prinzip

Vermarktung auf allen Kanälen

Es ist in der Medienbranche ein ehernes Gesetz: Beliebte Figuren aus Büchern, Filmen oder Spielen werden auf allen Kanälen vermarktet. Disney verfolgt dieses Prinzip schon seit Jahren: Micky und Goofy tapsen nicht nur durch Comics, sondern auch durch Zeichentrickfilme und Freizeitparks. Auch Computerspiele mit den Comichelden gibt es.

Zukauf neuer Figuren

Unternehmen können eigene Ideen entwickeln – oder zukaufen. Dass eine solche Strategie Erfolg haben kann, zeigt Disney: Der Konzern übernahm beispielsweise 2012 das Filmstudio Lucasfilm samt der Rechte an der „Star Wars“-Serie. Eine neue Folge ist längst in Arbeit. Auch den Comicverlag Marvel und das Animationsstudio Pixar kaufte der Konzern. Die Filme brachten an den Kinokassen Milliarden ein.

Das Gesetz der Serie

Ein erfolgreicher Film bleibt selten allein: Filme und Computerspiele gehen häufig in Serie, weil die bekannten Charaktere und Geschichten das Publikum locken. Zu den Büchern von Harry Potter gab es selbstverständlich auch passende Filme und Computerspiele in ähnlicher Zahl.

Anpassung mit Fantasie

Die Geschichten beliebter Figuren lassen sich aber nicht eins zu eins auf andere Mediengattungen übertragen. Wenn ein Roman zum Film wird, fällt viel weg, umgekehrt muss ein Buchautor sich viel einfallen lassen, um mit einem Filmhelden 300 Seiten zu füllen. Das führt nicht selten zu Kritik der Leser oder Zuschauer.

Die Einnahmen sprudelten in allen Geschäftsbereichen. Die Mediensparte, mit dem Flaggschiff ABC die wichtigste Geldquelle für Disney, legte um elf Prozent zu.

Die Erlöse durch Urlaubsresorts, Freizeitparks und Kreuzfahrtschiffe stiegen um neun Prozent. Einzig die Filmsparte, 2014 dank Kinohits wie „Eiskönigin“ oder „Captain America“ ein Erfolgsgarant, spielte zuletzt weniger ein. Dafür verdiente der Konzern kräftig an der Vermarktung der bekannten Charaktere beispielsweise als Spielzeug.

Von

dpa

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