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04.09.2014

07:55 Uhr

Wartung und Serverstörung

Facebook, Ebay und LinkedIn fallen aus

Wer am späten Mittwochabend auf Facebook gehen wollte, erhielt eine Fehlermeldung: Die Webseite war fast 20 Minuten nicht erreichbar. Ein Trost: Das soziale Netzwerk war damit nicht allein.

Facebook war am Mittwochabend rund 20 Minuten nicht erreichbar – war damit aber nicht allein. dpa

Facebook war am Mittwochabend rund 20 Minuten nicht erreichbar – war damit aber nicht allein.

DüsseldorfWer sich am Mittwoch die Zeit im Internet vertreiben wollte, dem dürfte dies schwergefallen sein: Bei Facebook streikte die Startseite, bei Ebay der Login, bei Tumblr die Blogs. Damit waren gleich mehrere Onlineportale nicht erreichbar. Die Gründe dafür: unterschiedlich.

Auf dem sozialen Netzwerk Facebook erschien statt der Startseite eine Fehlermeldung. „Wir haben das Problem sofort entdeckt und behoben“, teilte eine Sprecherin auf Nachfrage mit. Nach Angaben von Facebook kam der Fehler durch eine Wartung zustande. Der Vorfall werde weiter untersucht, um Ausfälle künftig zu vermeiden. Insgesamt soll es über etwa 20 Minuten Probleme gegeben haben, das Netzwerk zu erreichen. Viele Nutzer nahmen es locker und vertrieben sich die Zeit mit Späßen im Kurznachrichtendienst Twitter. Bereits Anfang August war Facebook kurz offline gewesen.

Auch das Auktionsportal Ebay war vorübergehend nicht erreichbar. Auf seiner Webseite gab das Unternehmen an, dass der Grund dafür ein technisches Problem gewesen sei, das während einer routinemäßigen Serverwartung auftrat. Die meisten Nutzer seien nicht davon betroffen gewesen, sagte der Konzern. In Deutschland konnten sich viele ab 19.15 Uhr allerdings nicht einloggen oder bei Auktionen mitbieten. Auf dem Portal Allestoerungen.de gingen bis etwa 22 Uhr rund 2100 Störungsmeldungen betroffener Nutzer ein. Ironischerweise meldeten auch 350 Nutzer auf der Facebook-Seite von Ebay Probleme – das soziale Netzwerk war bekanntlich zwischenzeitlich ebenfalls nicht erreichbar.

Über Facebook teilte Ebay mit, dass bei einigen Mitgliedern Probleme beim Einloggen auftraten. Das Auktionshaus entschuldigte sich bei allen Nutzern für die auftretenden Unannehmlichkeiten. Auf der Internetseite des Auktionshauses waren am Mittwochabend jedoch keinerlei Informationen über die Störungen, sowie deren Ursachen zu finden. Bereits im August sowie im Mai 2014 war Ebay zeitweise nicht erreichbar gewesen.

 

Facebook in Zahlen

Transparenz dank Börsengang

Facebook war lange verschwiegen, wenn es um die Geschäftszahlen ging. Das hat sich mit dem Börsengang im Mai 2012 geändert – nun muss das Unternehmen die Börsianer genau informieren. Die Dokumente offenbaren zudem einen Blick in die ersten Jahre des Sozialen Netzwerks. Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick.

Schon früh profitabel

In den ersten Jahren verlor Facebook zwar Geld – wie fast alle Startups. Doch schon 2009 erreichte das Unternehmen mit einem Gewinn von 229 Millionen Dollar die schwarzen Zahlen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr machte Facebook 7,9 Milliarden Dollar Umsatz aus Werbung und Online-Spielen und verdienten 1,5 Milliarden Dollar Gewinn. Damit hängt das Netzwerk Internet-Urgesteine wie AOL und Yahoo längst ab.

Werbung als wichtigste Geldquelle

Facebook macht sein Geld vor allem mit Werbung. Zuletzt lag der Anteil bei rund 90 Prozent. Der Rest resultiert vor allem daraus, dass Facebook an den Einnahmen aus Online-Spielen beteiligt wird. Im ersten Quartal 2014 schnellte der Umsatz um 72 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar hoch, der Gewinn verdreifachte sich auf 642 Millionen Dollar.

Beispielloses Wachstum

Facebook hat ein beispielloses Wachstum hinter sich: Binnen zehn Jahren ist die Zahl der aktiven Nutzer auf 1,28 Milliarden gewachsen, das entspricht grob der Hälfte der globalen Internet-Population.

Zuckerberg hat die Kontrolle

Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg hat Facebook auch nach dem Börsengang fest im Griff. Er hält Aktien der Klasse B, die zehn Stimmen haben, während Anleger beim Börsengang nur A-Klasse-Aktien mit einer Stimme bekommen haben.

Dominant in aller Welt

Fast die ganze Welt ist blau: In beinahe allen Ländern ist Facebook das größte Soziale Netzwerk – nennenswerte Ausnahmen sind Russland und China, wo lokale Unternehmen dominieren.

Keine Chance für StudiVZ

Auch wenn StudiVZ lange vorne lag, ist Facebook in Deutschland inzwischen die unangefochtene Nummer 1. Nach jüngsten Schätzungen des Portals allfacebook.com hat Facebook hierzulande 27 Millionen aktive Mitglieder.

Ähnliche Erfahrungen machte am Mittwoch auch die Yahoo-Tochter Tumblr. Die Internetseite, auf der Nutzer ihre Blogs veröffentlichen können, sei von einem Dienstausfall betroffen gewesen, hieß es auf dem Blog des Unternehmens. Während einer Wartung sei die Internetverbindung unterbrochen worden. Die Nutzer konnten die Webseite etwa 20 Minuten nicht erreichen.

Auch das Karriereportal LinkedIn gab Probleme mit seiner Webseite zu. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter schrieb das Unternehmen, man arbeite daran, das Problem zu lösen. Wie genau dieses aussah, passte offenbar nicht mehr in die 140 Zeichen.

Erst am Dienstag hatte auch Apple Verbindungsprobleme. Einige Nutzer des Musikdienstes iTunes hätten Probleme gehabt, Käufe zu tätigen, so der Smartphonehersteller auf seiner Webseite. Fast fünfeinhalb Stunden dauerte es, bis das Problem behoben werden konnte. Serviceprobleme kommen bei Internetanbietern immer wieder vor, besonders bei Wartungen.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

04.09.2014, 10:17 Uhr

Eine Katastrophe...oh Gott.

Ich sag nur: toll.

Wahrscheinlich hat die NSA neue Abhörserver aufgeschaltet und kam etwas durcheinander.

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