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04.10.2017

22:08 Uhr

Was gibt es Neues, Google?

Selbstfotografierende Kameras und übersetzende Ohrhörer

VonAxel Postinett

Ein Ohrhörer, der in 40 Sprachen übersetzt und eine Kamera, die selbst entscheidet, wen sie wann fotografiert: Künstliche Intelligenz beherrscht die neue Google-Welt und das Smartphone wird zur Schaltstelle.

Smartphone-Neuheit

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San FranciscoNach Apple und Amazon präsentierte Google am Mittwoch seine Produktpalette für das Weihnachtsgeschäft. Das Ergebnis war beeindruckend und wird Apple, vor allem aber Amazon im Kampf um die Vorherrschaft im digitalen Leben der Kunden zu schaffen machen.
Es gibt neue Google-Home-Lautsprecher mit eingebauten digitalen Assistenten in verschiedenen Größen, ein superschlankes Laptop mit eingebautem digitalem Assistenten, Kopfhörer, jawohl, mit digitalem Assistenten, und zwei neue Smartphones, die „Pixel2“. Natürlich vollgestopft mit weiteren digitalen Assistenten und künstlicher Intelligenz.
Als Überraschung, sozusagen Googles „One More Thing“, gab es eine winzige Kamera mit eingebauter künstlicher Intelligenz. Die wird einfach irgendwo aufgestellt oder angeklipst und nimmt selbständig Bilder auf. Die Kamera erkennt lachende Gesichter von Familienmitgliedern oder Freunden und reagiert sofort. Selbst Haustiere werden erkannt. Die „Clips“ getaufte Kamera wird in den USA voraussichtliche für 249 Dollar angeboten werden.

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Allerdings steht die Wertung vor allem durch Datenschutz-Organisationen noch aus. Die werden sicher wenig Gefallen an einer vollautomatischen Fotofunktion einer selbstlernenden Kamera in der Größe einer Streichholzschachtel finden, so wie sie Google Glass nie über den Weg getraut haben. „Clips“ wäre nicht das erste Google-Produkt, das in der Ankündigungsphase stecken bleibt.

Eine Produktpräsentation, wie die am Mittwoch in San Francisco, hätte man vor zehn Jahren vielleicht von Sony, Panasonic, Bose, Kodak oder Harman erwartet. Die neue Welt der künstlichen Intelligenz jedoch zwingt Software- und Internet-Riesen wie Google, Amazon oder Microsoft dazu, sich immer stärker in den angestammten Märkten der Hardware-Unternehmen zu engagieren. Nur mit eigener Hardware und möglichst eigenem Betriebssystem wird garantiert, dass die künftigen Angebote und Dienstleistungen auf Basis von künstlicher Intelligenz und Cloud-Computing auch beim Kunden ankommen. Hier hat Google dank Android einen unschlagbaren Vorteil gegenüber Amazon und dessen digitalem Assistenten „Alexa“. Der hat es aber schon geschafft, sich bei vielen anderen Herstellern zu etablieren - von Kühlschränken bis Fernsehern.

Der Plattformgedanke zeigt sich nicht zuletzt bei den neuen Smartphones von Google. Mit der Pixel-Serie begann 2016 ein kompletter Neustart im Mobil-Bereich - nach den erfolglosen Nexus-Smartphones und der Milliarden-Schlappe des Motorola-Kaufs. Motorola Mobility wurde mittlerweile an den chinesischen Lenovo-Konzern weiterverkauft.

Kommentare (1)

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Herr Thomas Scheen

05.10.2017, 10:51 Uhr

"Bei Apple ist der gigantische Erfolg des iPhones im Geschäftsbericht in harten Zahlen nachzulesen" - Aber über den Verkauf (bzw. Flop) der Apple Watch schweigt sich auch Apple aus.

AI und G-Assistant hin oder her - Das Auge will aber auch was. Die neuen Pixel2 wirken mit ihren großen Bezels im Vergleich zum iPhoneX und Essential Phone von Andy Rubin sehr altbacken bzw. langweilig.

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