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10.01.2014

17:30 Uhr

Weltbild-Insolvenz

Kirche verteidigt ihre Verweigerung

Die Verlagsgruppe Weltbild ist insolvent. In den kommenden Jahre hätten bis zu 160 Millionen Euro aufgebracht werden müssen, um die Sanierung umzusetzen. Die Kirche verweigerte der Verlagsgruppe die Finanzspritze.

Eine Filiale der kirchlichen Verlagsgruppe Weltbild. Der angeschlagene katholische Weltbild-Verlag steht nach Angaben des Augsburger Oberbürgermeisters Kurt Gribl vor einem Insolvenzantrag. dpa

Eine Filiale der kirchlichen Verlagsgruppe Weltbild. Der angeschlagene katholische Weltbild-Verlag steht nach Angaben des Augsburger Oberbürgermeisters Kurt Gribl vor einem Insolvenzantrag.

MünchenDie katholische Kirche hat ihre Weigerung für weitere Finanzspitzen für die Verlagsgruppe Weltbild verteidigt. Die Bemühungen, das Unternehmen wieder zum Erfolg zu führen, seien leider fehlgeschlagen, teilte der Generalvikar des Erzbistums München, Peter Beer, am Freitag in München mit. Beer ist Aufsichtsratschef bei Weltbild. Das Unternehmen gehört zwölf Bistümern, dem Verband der Diözesen Deutschlands und der Soldatenseelsorge Berlin.

In den kommenden drei Jahre hätten bis zu 160 Millionen Euro zusätzlich aufgebracht werden müssen, um die Sanierung umzusetzen. Zudem müsse für die Entschuldung ein weiterer dreistelliger Millionenbetrag angesetzt werden. „Ein derart hoher finanzieller Aufwand kann zumal angesichts verbleibender erheblicher Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen Entwicklung des Unternehmens von den Gesellschaftern nicht verantwortet werden.“

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Die Gesellschafter bedauerten diese Entwicklung sehr. „Die Gesellschafter stehen in dieser schwierigen Situation zu ihrer sozialen Verantwortung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, sagte Beer. Man werde Mittel zur Abfederung sozialer Härten bereitstellen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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VICTOR_KRUGER

10.01.2014, 18:08 Uhr

Animositäten und kleinkariertes Verhalten
deutscher Bischöfe führten die Weltbild-Gruppe
in den Untergang.

"Kirche verteidigt ihre Verweigerung"

Mir kommen die Tränen.
Eine Sanierung können die Herren aus
der Portokasse bezahlen.

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