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31.10.2014

11:41 Uhr

Weniger Verlust

Playstation rettet Sony die Bilanz

Beim Elektronikkonzern Sony sieht es doch nicht so schlecht aus wie erwartet. Starke Verkäufer der Playstation 4 ließen den Verlust deutlich geringer ausfallen. Sorgenkind bleibt aber das Smartphone-Geschäft.

Die Playstation bleibt Sonys Goldesel – Smartphones dagegen das Sorgenkind. ap

Die Playstation bleibt Sonys Goldesel – Smartphones dagegen das Sorgenkind.

TokioDer Sony-Konzern trotzt der Krise seiner Handy-Sparte. Erste Sanierungserfolge gelangen dem japanischen Elektronikkonzern im abgelaufenen Geschäftsquartal, in dem der Verlust deutlich geringer ausfiel als erwartet. Dazu trugen auch starke Verkäufe der Spielekonsole PlayStation 4 bei, wie aus der am Freitag vorgelegten Zwischenbilanz hervorgeht.

Der operative Verlust im Zeitraum Juli bis September lag bei umgerechnet 611 Millionen Euro (85,6 Milliarden Yen) und war damit nur etwa halb so hoch wie von Analysten prognostiziert. Vor Jahresfrist stand dank Geschäftsverkäufen noch ein Gewinn von 106 Millionen Euro zu Buche.

Sony in der Dauerkrise

„One Sony“

Sony tut sich seit Jahren schwer. Als Kazuo Hirai Anfang 2012 den Chefposten übernahm, gab er die Devise „One Sony, One Management“ aus. Er will den japanischen Konzern in den drei Kernbereichen Smartphones, Digitalkameras und Computerspiele wieder zu einem schlagkräftigen Wettbewerber machen.

Ohne Partner im Smartphone-Geschäft

Große Hoffnung setzt Sony in das Smartphone-Geschäft. Deswegen übernahm der Konzern 2012 vom schwedischen Partner Ericcson dessen Anteile am schwächelnden Handy-Hersteller Sony Ericsson. Mit einem Angebot aus einer Hand will Sony gegen Wettbewerber wie Apple, Samsung und LG Boden gutmachen. Allerdings wird der Wettbewerb immer härter, chinesische Hersteller drängen mit günstigen Preisen in den Markt.

Eintritt ins Wohnzimmer

Mit seiner Playstation ist Sony unter Computerspielern eine feste Größe. Das neue Gerät, die seit Ende 2013 verkaufte Playstation 4, soll den Verkauf von Hardware und Software wieder ankurbeln. Das Geschäft läuft rund, Sony verkauft deutlich mehr Geräte als der Konkurrent Microsoft mit seiner Xbox One.

Probleme im Kamerageschäft

Das Kamerageschäft ist eine der drei großen Sony-Sparten, und auch hier tut sich der Konzern schwer. Der Absatz von Kameras und Camcordern sinkt, gerade kompakte Geräte leiden unter der Konkurrenz durch Smartphones. Allerdings profitiert Sony von der Nachfrage nach seinen Bildsensoren.

Raus aus dem PC-Markt

Der PC-Markt schrumpft – und Sony will nicht mehr mitschrumpfen: Der Konzern hat 2014 den Geschäftsbereich mit der Marke Vaio an einen Investmentfonds verkauft.

Keine Lösung fürs TV-Geschäft

Der Wettbewerb auf dem TV-Markt ist brutal – darunter leidet auch Sony, der Konzern schreibt mit Fernsehern seit Jahren Verluste. Nun gliedert er die Sparte in eine separate Gesellschaft aus. Was das Unternehmen damit plant, ist derzeit unklar.

Filmstudio leidet unter Cyberangriff

In den traditionellen Geschäftszweigen Film und Musik läuft es bei Sony meistens gut. Allerdings erschütterte Ende 2014 ein Hackerangriff das Hollywood-Studio Sony Pictures. Die Angreifer veröffentlichten zahlreiche vertrauliche Daten im Netz, darunter auch unveröffentlichte Filme und Skripte.

Sorgenkind ist das Smartphone-Geschäft, das dem Elektronik-Bereich im ersten Geschäftshalbjahr einen Betriebsverlust von knapp einer Milliarde Euro einbrockte. Für das Ende März ablaufende Gesamtjahr senkte das Management seine Absatzerwartungen auf 41 von bislang 43 Millionen Handys, nach 39 Millionen im Vorjahr. Doch die im Mai verkündeten Restrukturierungspläne von Finanzchef Kenichiro Yoshida tragen bereits Früchte. In China, wo Rivalen wie Xiaomi mit Billighandys Sony das Wasser abgraben, würden die Geschäfte stark zurückgefahren, erläuterte Yoshida. Eine Stütze bleibt dagegen die Spiele-Sparte. Die PlayStation wurde im Quartal 3,3 Millionen Mal verkauft und setzt sich damit weiter vom Konkurrenzprodukt Xbox One von Microsoft ab.

Von

rtr

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