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23.06.2013

12:11 Uhr

Werbefilmfestival Cannes

Kreativität und Relevanz in Cannes

VonMarianne Dölz

Am Samstag ging das 60. internationale Werbefilmfestival in Cannes zu Ende. 16 Jurys hatte insgesamt 35.500 Arbeiten zu bewerten. Auch einige deutsche Agenturen dürfen sich feiern lassen.

(v.l.n.r.) Joseph V. Tripodi (Chief Marketing and Commercial Officer), Muhtar Kent (Chairman, CEO), Interviewer Sir Martin Sorrell (CEO WPP). (Foto: Boris Bullwinkel)

(v.l.n.r.) Joseph V. Tripodi (Chief Marketing and Commercial Officer), Muhtar Kent (Chairman, CEO), Interviewer Sir Martin Sorrell (CEO WPP).

(Foto: Boris Bullwinkel)

CannesAm Wochenende ging das weltweit größte Festival für Werbung und Kommunikation im südfranzösischen Cannes zu Ende. Deutschland hat mit 66 Löwen seine Stellung unter den Top 5 im Länderranking verteidigt. Aus deutscher Sicht haben insbesondere die großen Networks gut abgeschnitten. Erfolgreichste deutsche Agentur ist BBDO, die insgesamt 19 Löwen gewonnen haben.

Herausragend ist das Ergebnis für die inhabergeführte Agentur Serviceplan, die mit dem Design Grand Prix die höchste Auszeichnung des Festivals errungen hat. Serviceplan hat für die europäische Supermarktkette Auchan das Thema Nachhaltigkeit authentisch in das tägliche Leben der Kunden gebracht, indem jeder Kunde auf der Rückseite jeden Kassenbons per Barcode Scanner und Smartphone den Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens abrufen kann – ohne Papier, jederzeit aktuell, ohne Streuverlust (Link zum Spot).

Die erfolgreichste Kampagne des Festivals ist die australische Kampagne ‚Dumb ways to die’, die fünf Grand Prix sowie weitere Löwen gewonnen hat. McCann Melbourne hat für den Kunden Metro Trains das Thema Verkehrstote unter Jugendlichen auf einzigartige Weise inszeniert. 

Neben der Auszeichnung der besten Werbung haben 13.000 Teilnehmer aus aller Welt über Trends in der Werbung diskutiert. Auffällig in diesem Jahr war die rege Teilnahme internationaler Firmen. Aus Deutschland waren Marketingentscheider von Firmen wie Lufthansa, Nestlé, eBay oder Coca Cola an der Cote D’Azur, die sich auch aktiv am Programm des Festivals beteiligten.

Katja Garff, deutsche Repräsentantin des Festivals, macht als wichtiges Thema des diesjährigen Festivals die noch stärkere Auseinandersetzung mit der Frage nach der Relevanz der Werbung für den Verbraucher aus. In allen Disziplinen sieht Garff das Bemühen der Juries, diesen Aspekt stärker als bisher in die Bewertung der Arbeiten einfließen zu lassen.

Die Wichtigkeit dieses Bemühens illustriert die kürzlich erschienene Studie ‚Meaningful Brands’ der Agenturgruppe Havas: Nur 20 Prozent aller weltweiten Marken haben einen positiven Einfluss auf das Leben der Menschen. Nur 23 Prozent aller Deutschen haben Vertrauen in Marken.

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