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04.08.2013

16:23 Uhr

Wettbewerbsbehinderung

Vodafone verklagt Telecom Italia auf eine Milliarde Euro

Vodafone wirft Telecom Italia den Missbrauch ihrer dominanten Marktposition vor. Weil sich der britische Konzern im Wettbewerb behindert fühlt, verklagt er den Festnetzbetreiber auf eine Milliarde Euro Schadenersatz.

Vodafone Italien macht Telecom Italia für Kundeneinbußen und überhöhte Investitionen verantwortlich. dpa

Vodafone Italien macht Telecom Italia für Kundeneinbußen und überhöhte Investitionen verantwortlich.

MailandVodafone hat Telecom Italia auf mehr als eine Milliarde Euro Schadenersatz verklagt. Der Vorwurf lautet auf Missbrauch der dominanten Marktposition im italienischen Festnetzgeschäft, wie eine Sprecherin des britischen Konzerns am Sonntag erläuterte. Telecom Italia habe durch eine Reihe von Schritten in den Jahren 2008 bis 2013 versucht, in diesem Bereich den Wettbewerb zu behindern.

Vodafone Italien habe dadurch Kundeneinbußen hinnehmen sowie überhöhte Investitionen aufbringen müssen. Außerdem habe Telecom Italia den Ausbau des Vodafone-Festnetzes gedrosselt. Der größte Festnetzbetreiber in Italien wies die Vorwürfe zurück und äußerte sich überzeugt, sich völlig korrekt verhalten zu haben.

Im Mai hatten die italienischen Wettbewerbshüter Telecom Italia wegen Missbrauchs seiner Marktposition zu einer Strafe von 104 Millionen Euro verdonnert. Das beschuldigte Unternehmen will dagegen Berufung einlegen. Hintergrund sind dreijährige Untersuchungen der Behörden nach Beschwerden der Mobilfunkfirma Wind und des Breitbandunternehmens Fastweb, das zu Swisscom gehört.

Telecom Italia verfolgt derzeit Pläne für eine Abspaltung der Festnetzsparte. Doch die italienische Telekomaufsicht gab dafür bisher nur vorläufig grünes Licht.

Von

rtr

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