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02.02.2016

12:29 Uhr

WhatsApp

Kurzmitteilungsdienst knackt die Milliarden-Marke

WhatsApp wächst: Mittlerweile haben sich laut Mitgründer Jan Koum eine Milliarde Nutzer bei dem Dienst angemeldet. Facebook darf sich mitfreuen, seit der Übernahme nahm die SMS-Alternative gut zu.

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Mountain ViewDer Kurzmitteilungsdienst WhatsApp hat als erste SMS-Alternative die Marke von einer Milliarde Nutzern geknackt. Aktuell würden über WhatsApp 42 Milliarden Nachrichten pro Tag übermittelt, teilte Mitgründer und Chef Jan Koum in der Nacht zum Dienstag per Facebook-Eintrag mit. Außerdem verschickten die Nutzer täglich 1,6 Milliarden Fotos und 250 Millionen Videos.

Facebook hatte WhatsApp 2014 für insgesamt gut 22 Milliarden Dollar übernommen. Damals hatte der Dienst erst gut 450 Millionen Nutzer. Das weltgrößte Online-Netzwerk sicherte zu, dass WhatsApp auch unter dem neuen Konzerndach weitgehend eigenständig agieren kann und die Nutzerdaten getrennt bleiben.

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Ein Dollar Jahresgebühr für WhatsApp – das soll bald Geschichte sein. Mitgründer Jan Koum will den Kurzmitteilungsdienst neu ausrichten. Die Facebook-Tochter soll auch ein neues Geschäftsmodell erhalten.

Das sei auch weiterhin der Fall, versicherte Koum jüngst in einem dpa-Interview. Sein Ziel sei weiterhin, WhatsApp auf alle Handys auf der Welt zu bringen. Mit dem Sprung unters Dach von Facebook habe sein Dienst Zugang zu der gewaltigen technischen Infrastruktur des Netzwerks bekommen und müsse sich keine Gedanken über das Geldverdienen mehr machen. Als die Übernahme vor zwei Jahren angekündigt wurde, bekamen zunächst vor allem in Europa Konkurrenz-Dienste Zulauf wegen Datenschutz-Ängsten. Doch insgesamt blieb das WhatsApp-Wachstum ungebrochen.

WhatsApp hatte im Januar die für einen Teil der Nutzer eingeführte Abo-Gebühr von einem Dollar pro Jahr abgeschafft, über die sich der Dienst ursprünglich finanzieren wollte. Das Geld solle künftig mit der Kommunikation zwischen Unternehmen und Verbrauchern verdient werden, kündigte Koum auf der Internet-Konferenz DLD in München an.

Die WhatsApp-Alternativen

Marktführer mit Image-Problem

Whatsapp ist in Deutschland und vielen anderen Ländern uneingeschränkter Marktführer in Sachen Instant Messaging. Trotzdem steht der Dienst, den Facebook gekauft hat, immer wieder in der Kritik: Zum einen wegen verschiedener Datenpannen, zum anderen wegen der Übernahme.

Herausforderer aus Japan...

In Japan ist der Dienst Line sehr beliebt, weltweit hat er rund 470 Millionen Nutzer. Die Anwendung ist kostenlos, Geld verdienen die Betreiber mit Werbung sowie dem Verkauf von Spielen und virtuellen Stickern.

... und auch aus China

Das chinesische Pendant von Whatsapp heißt Wechat. Die App hat mittlerweile auch außerhalb des Landes zahlreiche Nutzer gewonnen, im Mai 2014 waren es mehr als 800 Millionen. Ähnlich wie Line schaltet auch Wechat Werbung und verkauft virtuelle Sticker. In der Kritik ist die App, weil sie angeblich auf Geheiß der chinesischen Regierung bestimmte Inhalte ausfiltert.

Skype ist noch im Rennen

Skype, inzwischen eine Tochterfirma von Microsoft, hat eine treue Nutzergemeinde. Der Dienst bietet neben Videotelefonaten ebenfalls Chats an, die auch auf dem Smartphone funktionieren – damit steht er ebenfalls in Konkurrenz zu WhatsApp. Nach eigenen Angaben nutzen Skype mehrere Hundert Millionen Menschen, 2013 waren es bereits rund 300 Millionen.

Viber steigt ins Rennen ein

In Deutschland wenig bekannt ist Viber – trotzdem ist der Dienst aus Zypern viel wert: Das japanische Unternehmen Rakuten kaufte ihn im Februar 2014 samt der damals 300 Millionen Nutzer für 900 Millionen Dollar. Mit der App können Nutzer nicht nur chatten, sondern auch telefonieren.

Apps mit mehr Datenschutz

Einige App-Anbieter wollen mit Datenschutz punkten. Neben Threema zählt dazu auch der Chat-Dienst Telegram. Beide verschlüsseln den Datenverkehr auf dem gesamten Weg. Verbraucherschützer kommen allerdings zu einem durchwachsenen Fazit: Während die Stiftung Warentest Threema gute Noten gibt, sieht sie bei Telegram Schwächen, etwa ein fehlendes Impressum und die automatische Übernahme aller Adressbucheinträge.

Internet-basierte Kurzmitteilungsdienste haben mit dem Vormarsch von Smartphones und schneller mobiler Datennetze für viele Nutzer die klassische SMS abgelöst. Facebook hat dabei eine besonders starke Stellung: Zum Online-Netzwerk gehört auch der Facebook Messenger mit über 800 Millionen Nutzern.

Von

dpa

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