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31.07.2015

10:56 Uhr

Windows 10

Cortana auf allen Kanälen

VonChristof Kerkmann

Ein Ende der Flaute? Die PC-Hersteller hoffen, dass Windows 10 den Markt belebt. Das Betriebssystem bietet Funktionen, die am besten mit neuer Hardware funktionieren. Kurzfristig bremst die Microsoft-Software aber.

Hardware-Hersteller hoffen, dass die Verbraucher sich neue Geräte anschaffen, um alle Funktionen des neuen Microsoft-Betriebssystems nutzen zu können. AFP

Geräte mit Windows 10

Hardware-Hersteller hoffen, dass die Verbraucher sich neue Geräte anschaffen, um alle Funktionen des neuen Microsoft-Betriebssystems nutzen zu können.

DüsseldorfCortana wird in den nächsten Monaten wohl niemand entkommen können. Die digitale Assistentin ist fester Bestandteil des neuen Betriebssystems Windows 10, das Microsoft diese Woche herausgebracht hat. Die künstliche Intelligenz beantwortet Fragen, notiert Termine im Kalender und singt sogar, wenn man darum bittet. Derartige Zwiegespräche mit der Computerstimme dürften bald in zahlreichen Werbespots und Produktvorführungen zu hören sein: Die Hardware-Hersteller, die bald ihre Computer mit dem neuen Betriebssystem an den Handel liefern werden, suchen nach überzeugenden Verkaufsargumenten. Siri lässt grüßen.

Die können die Hersteller von Lenovo bis Trekstor derzeit dringend gebrauchen. Der PC-Markt schrumpft schon seit einiger Zeit. Viele Nutzer leisten sich alle zwei Jahre ein neues Smartphone, ersetzen aber dafür ihren Computer deutlich seltener. Auch 2015 geht der Absatz nach einer Prognose des Marktforschers Gartner noch um 4,4 Prozent zurück, trotz des neuen Betriebssystems.

Startknopf, Edge und Assistentin Cortana: Das kann das neue Windows 10

Startknopf, Edge und Assistentin Cortana

Das kann das neue Windows 10

Windows 10 bringt ab Morgen nicht nur Bewährtes zurück. Eine Menge Neuerungen erleichtern die Arbeit mit dem PC und steigern Produktivität und Sicherheit. Ein Überblick über die wichtigsten Funktionen des neuen Systems.

Nun hofft die Computerbranche gleich doppelt auf Windows 10. Zum einen ist für einige der neuen Funktionen spezielle Hardware nötig oder zumindest sinnvoll. So funktioniert die Spracherkennung von Cortana mit zwei – möglichst hochwertigen – Mikrofonen zuverlässiger. Toshiba baut gar eine Taste ein, mit der sich die neugierige Assistentin auf die Schnelle ein- und ausschalten lässt. Und die Entsperrung des Gerätes per Gesichtserkennung, die das Betriebssystem jetzt ermöglicht, funktioniert nur mit bestimmten 3D-Kameras. „Auf diese Features stürzen wir uns als Hardware-Hersteller“, sagt Mark Jendrzok, Manager beim deutschen Computerhersteller Medion.

Zum anderen ermöglicht das Betriebssystem neue Hardware-Konzepte; etwa Notebooks, deren Bildschirme sich abnehmen und als Tablets nutzen lassen – Experten sprechen von 2-in-1-Geräten. Die Software stellt dann automatisch vom kleinteiligen klassischen Desktop zur Touch-Oberfläche mit großen Symbolen um, je nach Situation.

„Das neue System wird eine Vielzahl neuer Formfaktoren hervorbringen", sagt Wilfried Thom, Deutschland-Chef von Acer. „Das wird den Markt beleben.“ Dabei hilft, dass der Aufpreis für Touchscreens inzwischen gering ist – und womöglich auch, dass Windows 10 nicht so sehr abschreckt. „Windows 10 ist ein Impulsgeber für die Anschaffung neuer Hardware“, hofft auch Gregor Bieler, Vorstand bei Microsoft Deutschland und für Verbraucherprodukte zuständig. Es entstehe eine Gerätevielfalt, „die es vorher nie gab“.

Kommentare (1)

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Herr Michael S.

03.08.2015, 10:28 Uhr

Ich bin froh, wenn mir keine Frauenstimme beim Arbeiten am Computer reinredet. Wozu also Cortana, das obendrein jede Menge privater Daten an Microsoft sendet.

Nur weil auf dem Smartphone Apps installiert werden, muss man das doch nicht noch auf dem Computer machen. Hier heißen die Apps m.E. immer noch Programme.

Lieber ein Windows 7 auf dem neuesten Stand samt ordentlicher Firewall, als ein optisch geändertes Windows 8, das den Computer ausbremst und noch in den Kinderschuhen steckt. Windows 10 wird wieder ein Debakel für Microsoft.

Windows 10 braucht kein Mensch.

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