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16.10.2013

17:34 Uhr

Windows 8.1

Die Rückkehr des Start-Buttons

VonChristof Kerkmann

Microsoft macht mit Windows 8.1 viel richtig – nicht nur, weil der Startknopf wieder da ist. Trotzdem dürfte der Softwarehersteller es schwer haben, die Computernutzer vom neuen Betriebssystem zu überzeugen.

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Windows macht Geräte zum Ladenhüter

Anbieter wechseln Betriebssystem: Windows macht Geräte zum Ladenhüter

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DüsseldorfAlles wegen eines Knopfs. Als Microsoft im vergangenen Herbst Windows 8 herausbrachte, schäumten die Foren und Kommentarspalten im Internet vor Ärger über. Das neue Betriebssystem sah nicht nur komplett anders aus; es hatte auch keinen Start-Button – jene kleine Steuerungszentrale, mit der Millionen von Menschen seit Jahren Programme aufrufen, den Drucker einrichten oder ihren Computer herunterfahren. Kleider machen Leute, Knöpfe machen manchmal Software.

Wenn Microsoft an diesem Donnerstag den Nachfolger von Windows 8 vorstellt, dürften die Diskussionen nicht so hochkochen. So mancher Nutzer hat sich inzwischen an die neue Oberfläche gewöhnt, zudem hat der Softwareriese auf die Kritik reagiert: Windows 8.1 wird mit einem Startknopf ausgestattet. Auch wenn der nicht das gewohnte Menü öffnet, sondern den Startbildschirm, den das Unternehmen mit Windows 8 eingeführt hat.

Trotz der Diskussion um die Bedienung enthält das System nicht nur derlei Änderungen an der Benutzeroberfläche. Neue Funktionen sollen es Firmen erleichtern, Tablet-Computer in ihre IT zu integrieren. Wenn die Mitarbeiter mit mobilen Geräten unterwegs sind, soll darauf Windows laufen, nicht Android oder das Apple-System iOS. Microsoft kämpft um seine Bedeutung in einer Welt, in der der klassische PC an Bedeutung verliert.

Die wichtigsten Neuerungen in Windows 8.1

Startknopf

Tatsächlich kommt der Startknopf zurück, wie viele Nutzer es gefordert haben. Nach einem Klick öffnet darauf sich allerdings kein Fenster, sondern der Startbildschirm, den Microsoft mit Windows 8 eingeführt hat.

Desktop-Modus

Wer ein Gerät ohne Touchscreen hat, kann künftig im klassischen Desktop-Modus starten.

Sperr-Bildschirm

Der Sperr-Bildschirm wird persönlicher: Er zeigt Fotos als Diaschau an. Zudem können Nutzer Skype-Anrufe direkt entgegennehmen und Aufnahmen mit der Kamera machen.

Umgang mit mehreren Monitoren

Windows 8.1 erleichtert den Umgang mit mehreren Monitoren enorm, ohne große Konfiguration können Anwendungen auf den Bildschirmen hin- und hergeschoben werden.

Universalsuche

Das Betriebssystem bekommt eine Universalsuche, die nicht nur Ergebnisse vom Computer, sondern auch aus dem Internet liefert. Damit lassen sich schnell installierte Apps aufspüren und starten, aber auch eigene Texte oder Websites finden.

Internet Explorer 11

Microsoft hat seinen Browser Internet Explorer 11 für die Touch-Bedienung optimiert – er ist Teil von Windows 8.1.

Unterstützung für 3D-Drucker

Das Betriebssystem soll das drahtlose Drucken erleichtern – entweder per WLAN oder NFC. Zudem enthält Windows 8.1 Treiber für 3D-Drucker, womit die Erstellung von 3D-Objekten so leicht werden soll wie der Druck eines Dokumentes.

Leichtere Verwaltung

Die IT-Abteilungen in Unternehmen können kontrollieren, welche Anwendungen auf dem Startbildschirm eines Rechners liegen. Über „Work Folders“ lassen sich Daten aus den Benutzerordnern mit dem Unternehmensnetzwerk synchronisieren.

Regelmäßige Updates

Windows 8.1 erscheint nur ein Jahr nach Windows 8. Damit steht das Betriebssystem für eine neue Update-Politik: Microsoft will künftig häufiger neue Versionen veröffentlichen. Damit kann der Software-Hersteller besser auf Trends und Kundenwünsche eingehen, wie es heutzutage viele Firmen tun.

Mit Windows ist es wie mit der Kaffeemaschine: Es gehört in allen Firmen zum Inventar, ohne dass jemand groß darüber nachdächte (abgesehen von ein paar IT-Spezialisten). Das System läuft auf fast allen PCs. Doch mobile Geräte werden immer wichtiger – für den Privatgebrauch, aber eben auch im Berufsleben. „Viele Firmen entwickeln derzeit Mobilitätsszenarien“, sagt Axel Oppermann, Analyst beim Marktforschungsunternehmen Experton Group. Das ist für Microsoft eine Bedrohung, denn sein Betriebssystem spielt auf Tablet-Computern kaum eine Rolle.

Geht es nach den Granden in Redmond, ändert sich das jetzt. „Ich glaube, dass die Verschiebung hin zu Tablets weitergehen wird“, sagt Oliver Gürtler, der das Windows-Geschäft in Deutschland verantwortet. Davon will Microsoft endlich profitieren: Windows 8 und dessen Nachfolger 8.1 seien für verschiedene Gerätetypen entwickelt worden, auch solche mit Touchscreen. „Hier gewinnen wir rasant Marktanteile, und Tablets sind ja ein stark wachsendes Geschäft.“

Indes kam Windows 8 in der Geschäftswelt nur mäßig an, viele Firmen sind noch mit der Umstellung auf Windows 7 beschäftigt. Mit Version 8.1 will Microsoft sie endlich vom Umstieg überzeugen.

Kommentare (16)

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Account gelöscht!

16.10.2013, 18:38 Uhr

startbutton zurückbringen weil einige in der vergangenheit lebende diesen brauchen?
nö überflüssig

G4G

16.10.2013, 18:41 Uhr

Windows 8 oder 8.x ist eine für Standartcomputer sinnlose Entwicklung, die der Konsument und der Profianwender nicht benötigt und nicht haben will. Mit diesem Systemwechsel stellt Microsoft zudem die Nutzungsregeln auf den Kopf und geht vom Verkauf zum Mietmodell über. Alle Daten liegen dann auch noch bei Microsoft und natürlich beim NSA & Co.
Diese Version muss man auslassen oder Alternativen suchen und finden.
Nach einem ersten Test kann z.B. Linuxmint alles was Windows 2000, Vista, XP, 7 und 8 kann. Es läuft bislang perfekt, ist Open Source und somit gebührenfrei.
Was will man mehr ? Hier kann man die Entwickler auf freiwilliger Basis honorieren und wird nicht abgestraft Kunde seit 25 Jahren zu sein. Good bye Microsoft oder back to the roots !

Account gelöscht!

16.10.2013, 18:53 Uhr

"Good bye Microsoft oder back to the roots !"

Jep, alles was Arbeit betrifft läuft bei mir auf Linux.
Und für private Forenschreiberei gibts kein neues MS mehr, bis Vista hab ich noch mitgemacht.

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