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18.06.2013

11:59 Uhr

Wissenschaftsverlag

Springer Science stehe kurz vor Verkauf

Insidern zufolge sind die Verhandlungen um den Wissenschaftsverlag Springer Science auf der Zielgeraden. Der Preis gehe in Richtung drei Milliarden Euro. Wenn der Deal gelingt, wäre der geplante Börsengang Geschichte.

Wissenschaftsverlag Springer Science: Über den Verkauf des Unternehmens wurde bereits spekuliert.

Wissenschaftsverlag Springer Science: Über den Verkauf des Unternehmens wurde bereits spekuliert.

FrankfurtDer milliardenschwere Verkauf des Wissenschaftsverlags Springer Science steht Finanzkreisen zufolge kurz bevor. „Die Verhandlungen sind auf der Zielgeraden“, sagte eine mit der Transaktion vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag.

Man sei auf einem sehr guten Weg, ergänzte ein zweiter Insider. Die Eigentümer EQT und GIC verhandeln seit Wochenbeginn wieder mit dem Finanzinvestor BC Partners über eine Übernahme des bisherigen Börsenkandidaten. Der Preis gehe in Richtung 3,3 Milliarden Euro - die Summe hatte EQT als Minimum gefordert. In der vergangenen Woche waren die Gespräche abgebrochen worden, da BC Partners nicht mehr als 3,15 Milliarden Euro zahlen wollte.

Die größten Medienkonzerne der Welt (nach Umsatz 2012)

Comcast/NBC, LLC

48,7 Milliarden Euro

Google

39,1 Milliarden Euro

Walt Disney

32,9 Milliarden Euro

News Corp.

26,2 Milliarden Euro

Time Warner

22,4 Milliarden Euro

Viacom/CBS Corp.

22,4 Milliarden Euro

Sony Entertainment

16,8 Milliarden Euro

Bertelsmann

16,1 Milliarden Euro

Vivendi

13,3 Milliarden Euro

Dish Network Corp.

11,1 Milliarden Euro

Rang 11 bis 20

Cox Enterprises 10,6 Milliarden Euro

Thomson Reuters 10 Milliarden Euro

Rogers Comm. 9,7 Milliarden Euro

Liberty Media Corp. 9,4 Milliarden Euro

Reed Elsevier 7,5 Milliarden Euro

Pearson 7,5 Milliarden Euro

Lagardère Media 7,4 Milliarden Euro

Nippon Hoso Kyokai 6,4 Milliarden Euro

ARD 6,3 Milliarden Euro

Bloomberg 6,2 Milliarden Euro

Quelle: Unternehmen

Sollte der Verkauf über die Bühne gehen, wäre der für Anfang Juli geplante Börsengang Makulatur. Die Eigner hatten diesen und den Verkaufsprozess parallel vorangetrieben, um den besten Preis für den Herausgeber von Fachbüchern, wissenschaftlichen Zeitschriften und digitalen Fachmedien herauszuholen. Erst am Freitag hatten beide Eigentümer ihren Willen bekräftigt, Springer Science an die Börse zu bringen. Am Dienstag wollten EQT, BC Partners und Springer Science keine Stellung nehmen. EQT und GIC hatten den Verlag vor drei Jahren für 2,3 Milliarden Euro den Investoren Cinven und Candover abgekauft. Seither haben sie den in Berlin und Luxemburg ansässigen Verlag ausgebaut.

Mit 3,3 Milliarden Euro wäre Springer Science eine der größten Transaktionen eines Private-Equity-Hauses in Deutschland seit Beginn der Finanzkrise. In den vergangenen Jahren waren die Finanzinvestoren kaum an Kredite gekommen, was ihre Aktivitäten gebremst hat.

Von

rtr

Kommentare (1)

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tre_bol

18.06.2013, 13:44 Uhr

Wusste gar nicht, dass Heidelberg in Luxemburg liegt ;-)

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