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10.06.2016

16:15 Uhr

WWDC-Konferenz

Apple-Kunden werden anspruchsvoller

Bei Apples Entwicklerkonferenz WWDC geht es traditionell um die neuen Versionen der Software für iPhone, iPad und Mac. Doch diesmal wird es für den Konzern nicht so einfach, die Nutzer und Programmierer zu beeindrucken.

Für Apple wird es diesmal schwierig, das Publikum nur mit Updates der Betriebssysteme von iPhone und Mac zu begeistern. AFP; Files; Francois Guillot

Apple-Chef Tim Cook

Für Apple wird es diesmal schwierig, das Publikum nur mit Updates der Betriebssysteme von iPhone und Mac zu begeistern.

CupertinoWenn Apple die Entwickler zu seiner Konferenz WWDC ruft, lassen die sich nicht lange bitten. Die Tickets sind in Minuten ausverkauft. Und am kommenden Montag werden die Programmierer und Apple-Partner in langen Schlangen vor dem Bill Graham Civic Auditorium in San Francisco stehen, um die Keynote von Apple-Chef Tim Cook anzuhören. Doch Cook und sein Team stehen dieses Jahr unter stärkerem Druck als sonst, etwas Großes zu präsentieren.

Google und Facebook haben bei ihren Events in den vergangenen Monaten die Planke höhergelegt. Der Suchmaschinen-Konzern stellte eine Vision vor, wie künstliche Intelligenz den ganzen Alltag durchdringen soll, zum Beispiel über Lautsprecher, mit denen man sich unterhalten kann. Und das weltgrößte Online-Netzwerk öffnete seinen Kurzmitteilungsdienst Messenger für Chatbots, die im Auftrag von Firmen mit Verbrauchern kommunizieren sollen.

Auch wenn es bei den beiden Apple-Rivalen immer wieder hieß, Neues werde „später im Laufe des Jahres verfügbar sein“ - für Apple wird es diesmal schwierig, das Publikum nur mit Updates der Betriebssysteme von iPhone und Mac zu begeistern. Gefragt ist eine große Vision für das Zusammenspiel von Geräten, Software und künstlicher Intelligenz.

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Neben Google und Facebook macht auch Amazon Druck: Der Online-Händler feiert in den USA Absatzerfolge mit seinem sprechenden vernetzten Lautsprecher Echo. Der heiße Trend ist, mit Technik immer mehr per Sprache zu kommunizieren, egal ob es darum geht, die Wettervorhersage zu erfahren, eine Einkaufsliste zu erstellen oder das Licht einzuschalten.

Apple war auf diesem Feld ein Pionier im Massenmarkt - schließlich kam die sprechende Assistentin Siri schon im Herbst 2011 in die iPhones. Und während Amazons Echo nur Englisch sprechen und verstehen kann, parliert Siri in 22 Sprachen, darunter Deutsch, Hebräisch und Finnisch. Doch Siri wird von Einschränkungen bei der Verknüpfung mit anderen Diensten zurückgehalten und versteht auch nicht immer, was man ihr sagt.

Jetzt soll laut Medienberichten eine neue, verbesserte Siri im Mittelpunkt der WWDC stehen, auch als Antwort an Google, Facebook und Amazon. So berichtete die Website „The Information“, der Zugriff auf Siri solle für alle App-Entwickler geöffnet werden - ein wichtiger Schritt, um die Verwendung des Sprachassistenten im Alltag zu etablieren und ihn zu verbessern. Außerdem werde Siri schließlich auch im Mac einziehen, berichtete das gewöhnlich sehr gut informierte Blog „9to5Mac“. Spekuliert wurde auch über Apples Überlegungen, auf Basis der TV-Box Apple TV ein eigenes Konkurrenzgerät zu den vernetzten Lautsprechern von Google und Facebook zu machen, doch dafür dürfte die WWDC noch zu früh kommen.

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