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22.05.2013

07:00 Uhr

Xbox One

Microsoft steigt in die TV-Produktion ein

VonAxel Postinett, Nils Rüdel

Die neue Xbox One von Microsoft soll aus der Spielekonsole ein Entertainmentcenter machen. So will der Konzern mit eigenen TV-Produktionen für die Box Kunden anlocken. Doch die US-Börsen reagieren enttäuscht.

Neue Konsole

Die neue Xbox: Alles in einem

Neue Konsole: Die neue Xbox: Alles in einem

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SeattleIn der Tech-Welt sind acht Jahre eine Ewigkeit. Fast so lang hat sich Microsoft Zeit gelassen, um für seine Spielekonsole Xbox 360 einen Nachfolger zu entwickeln. Jetzt ist es so weit: Am Dienstag wurde die neue Xbox One am Firmensitz in Redmont bei Seattle vorgestellt. Es sei „der Startschuss für eine neue Ära für Spiele und Unterhaltung“, sagte Microsoft-Manager Oliver Kaltner.

Mit dem Gerät plant der Konzern den Großangriff auf den TV-Markt: Die neue Spielekonsole wird zum Entertainment-Center mit integrierter Set-Top-Box für das Wohnzimmer aufgerüstet. Nutzer sollen künftig nahtlos übergehen können vom Live-Fernsehen ins Internet oder von dort zur Videotelefonie über Skype, um mit Freunden zu kommunizieren.

Großen Wert legen die Macher auf die Integration von Social-Media-Diensten. Die klassische Fernbedienung hat ausgedient – die Wahl eines Senders oder Musikstücks wird per Sprache gesteuert. Oder per Gestik mit dem Kameracontroller Kinect, der zur Grundausstattung gehören wird. Microsoft spricht von „intelligentem Fernsehen“.

Es ist das erste Mal, dass Microsoft nicht „eine Konsole geschaffen hat, in der es vor allem ums Spielen geht“, sagte Ben Bajarin, Analyst bei Creative Strategies, dem Finanznachrichtendienst Bloomberg. „Es ist eine massive, massive Verbesserung“, lobte das Technologie-Blog Techcrunch.

Die größten Tablet-Hersteller

Apple

Mit dem iPad hat Apple den totgeglaubten Tablet-Markt wiederbelebt, und immer noch ist der iKonzern der größte Anbieter, angesichts wachsender Konkurrenz verliert er allerdings Marktanteile. Im ersten Quartal stammte ein Drittel der Geräte von Apple (32,5 Prozent Marktanteil nach 40,2 Prozent im Vorjahr). Dabei entwickelte sich der Konzern schlechter als der Markt, der Absatz fiel von 19,5 Millionen auf 16,4 Millionen Stück – insgesamt stieg der Absatz dagegen leicht auf 50,4 Millionen Stück, wie aus Zahlen des Marktforschers IDC hervorgeht.

Samsung

Samsung ist bereits der größte Smartphone-Hersteller, auch bei den Tablets holt der südkoreanische Hersteller mächtig auf. Im ersten Quartal verkaufte er 11,2 Millionen Geräte und steigerte damit den Marktanteil auf 22,3 Prozent (Vorjahresquartal: 17,5 Prozent).

Asus

Einen leichten Rückgang verbuchte Asus. Der taiwanische Computerhersteller, der unter anderem für Google das Nexus 7 baut, verkaufte 2,5 Millionen Tablets – 5,0 Prozent Marktanteil (Vorjahr: 5,4 Prozent).

Amazon

Der Online-Händler Amazon drückt sein Kindle Fire zu Kampfpreisen in den Markt, allerdings mit durchwachsenem Erfolg. Das Unternehmen verkaufte im ersten Quartal eine Million Geräte und damit deutlich weniger als ein Jahr zuvor. Der Marktanteil sank auf 1 Prozent.

Sonstige

Diverse Hersteller tummeln sich in der Kategorie Sonstiges – zusammen kommen sie auf 17,2 Millionen Geräte und einen Marktanteil von 34,2 Prozent. Darunter ist beispielsweise Microsoft: Der Konzern vermarktet seinen Tablet-Computer Surface als Notebook-Ersatz.

Lenovo

Aufsteiger des Jahres in Lenovo: Der größte PC-Hersteller der Welt verkaufte im ersten Quartal auch 2,1 Millionen Tablets, ein plus von 1,5 Millionen. Marktanteil: 2,1 Prozent.

Auch bei den Inhalten geht Microsoft neue Wege: Eigene TV-Produktionen für die Box sollen künftig mehr Kunden anlocken. Damit geht der Konzern einen ähnlichen Weg wie Google oder Amazon.

Für die Xbox One soll Star-Regisseur Steven Spielberg eine eigene TV-Serie zum Science-Fiction-Adventure „Halo“ produzieren. Mit der NFL, der National Football League, gibt es eine Exklusivvereinbarung, Highlights der Saison mit exklusiven Zusatzdiensten zu übertragen. So sollen Spieler Sensoren tragen, die weitere Informationen für interaktive Xbox-Dienste liefern.

Die interaktiven TV-Dienste oder die NFL-Partnerschaft werden zur Markteinführung allerdings erst einmal nur in den USA verfügbar sein. Die Konsole selbst soll später im Jahr weltweit eingeführt werden, versprach Xbox-Manager Don Mattrick bei der Vorstellung. Informationen zum Preis sind noch nicht verfügbar.

Microsoft will es nun wissen. „Das Wohnzimmer hat sich in den vergangenen acht Jahren drastisch geändert“, sagte Mattrick, „Wer weiter führend sein will, der muss neue Antworten auf neue Fragen finden.“ Immer mehr Menschen nutzen parallel zu ihrem TV-Gerät Smartphones oder Tablets, um im Netz zu surfen, Zusatzinformationen zu TV-Sendungen zu finden oder mit Freunden über laufende Sendungen zu chatten.

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