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18.04.2014

04:22 Uhr

Xbox One

Microsoft verkauft weniger Spielekonsolen als Sony

VonPetrina Engelke

Im vergangenen November sind neue Spielekonsolen auf den Markt gekommen: Mit der Xbox One will Microsoft die Playstation 4 von Sony ausstechen. Das scheint nicht zu funktionieren - Microsoft meldet dennoch eine Erfolg.

Playstation gegen Xbox: Microsoft liefert rund fünf Millionen Xbox One aus, doch Sony liegt weiter vorn. AFP

Playstation gegen Xbox: Microsoft liefert rund fünf Millionen Xbox One aus, doch Sony liegt weiter vorn.

New YorkMehr als fünf Millionen seiner Xbox One-Spielekonsolen hat Microsoft seit der Markteinführung im vergangenen November an den Einzelhandel ausgeliefert. Das teilte das US-Unternehmen einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge am Donnerstag mit.

Mit dieser Anzahl bleibt Microsoft abermals hinter der Playstation 4 von Sony zurück. Am Mittwoch hatte der japanische Konkurrent von mehr als sieben Millionen verkauften Spielekonsolen berichtet. Und dabei zählt Sony nicht den Verkauf an den Handel, sondern an die Verbraucher.

Xbox One im Überblick

Nach 360 kommt One

Die Xbox One ist die Nachfolgerin der Xbox 360, die vor acht Jahren auf den Markt gekommen war. Microsoft stellte das Gerät im März vor.

Konkurrenz zu Sony

Hauptkonkurrent ist die Playstation 4 von Sony, die mit einer ähnlichen Rechenleistung aufwartet und eine ähnliche Zielgruppe anspricht: die sogenannten Hardcore-Gamer.

Bewegungssteuerung inklusive

Die Bewegungs- und Sprachsteuerung Kinect ist im Preis von rund 500 Euro bereits inbegriffen.

Verbesserter Controller

Äußerlich sieht der Controller dem Vorgänger ähnlich, er soll aber mehr als 40 Verbesserungen enthalten. Mehr als 100 Millionen Dollar hat die Entwicklung angeblich verschlungen.

Gewöhnliche Prozessoren

In beiden neuen Konsolen kommen herkömmliche PC-Prozessoren zum Einsatz – auf teure Eigenentwicklungen verzichteten die Hersteller dieses Mal. Das erleichtert Programmierern die Arbeit und gibt Spielraum für Preissenkungen.

Internet auf dem Fernseher

Microsoft bezeichnet die Xbox One als Entertainment-Plattform: Nutzer können damit nicht nur spielen, sondern auch Videos anschauen und Online-Dienste nutzen. So sind ein Browser und der Videotelefonie-Dienst Skype an Bord.

Diskussionen über Datenschutz

Einige neue Funktionen haben die Xbox One in den Fokus von Datenschützern gerückt. Ein zunächst verkündeter Online-Zwang und die Ankündigung, Mikrofon und Kameras seien nicht abschaltbar, löste bei Nutzern und Datenschützern Empörung über die „Schnüffelbox“ aus. Microsoft ruderte inzwischen zurück.

Alleskönner oder Spezialist? Über die Unterschiede zwischen den neuesten Modellen der Spielekonsole können Games-Fans nächtelang diskutieren; einer sticht jedoch klar heraus: Microsoft nimmt mit 499,99 Euro für die Xbox One deutlich mehr Geld als Sony für die P4 (ab 399 Euro).

Den Preis nennt das US-Magazin "Forbes" dann auch als Hauptgrund dafür, dass Microsoft im Kampf um den Spitzenplatz der Spielekonsolen nicht zu Sony aufschließt. Dennoch gewinnt die Xbox One ein Rennen: Sie verkauft sich immens schneller als ihr Vorgänger-Modell.

"Die neue Generation hat einen starken Start hingelegt, der Verkauf der Xbox One übertrifft den der Xbox 360 im selben Zeitraum um mehr als 60 Prozent", gab Yusuf Mehdi, Chef des Xbox-Marketing bei Microsoft, in einer schriftlichen Mitteilung bekannt.

Verkaufszahlen der neuen Konsolengeneration hatte Microsoft zuletzt im Januar gemeldet. Da waren 3,9 Millionen Xbox One an die Läden gegangen.

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