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10.08.2015

13:47 Uhr

Xiaomi

Chinas Smartphone-Star baut in Indien

Indien könnte schon 2017 der größte Smartphone-Markt der Welt sein. Besonders gefragt auf dem Boom-Markt sind nicht Apple oder Samsung, sondern günstige Geräte von indischen oder chinesischen Herstellern wie Xiaomi.

Im ersten Halbjahr verkaufte Xiaomi 34,7 Millionen Smartphones. AFP

Ein Xiaomi-Store in Peking

Im ersten Halbjahr verkaufte Xiaomi 34,7 Millionen Smartphones.

HyderabadDer chinesische Smartphone-Senkrechtstarter Xiaomi produziert nun auch direkt im Boom-Markt Indien. Der Regierungschef des südindischen Bundesstaates Andhra Pradesh, N. Chandrababu Naidu, stellte am Montag das erste in Indien gefertigte Xiaomi-Gerät vor. Indien könnte schon 2017 der größte Smartphone-Markt der Welt sein. Derzeit liege Indien noch hinter China und den USA, ermittelte die Marktforschungsfirma Strategy Analytics.

Erst am Wochenende hatte der taiwanische Auftragsfertiger Foxconn bekanntgegeben, fünf Milliarden für Fabriken und Forschung in Indiens westlichem Bundesstaat Maharashtra ausgeben zu wollen. Foxconn baut sowohl Apples iPhones als auch Xiaomis Smartphones zusammen. Der Auftragsfertiger hat bereits eine Fabrik im südlichen Andhra Pradesh.

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Der chinesische Smartphone-Markt ist gesättigt – kaum ein anderer Hersteller spürt das stärker als der dortige Marktführer Xiaomi. Erstmals seit sechs Jahren ist sind die Auslieferungen zurückgegangen.

Indien versucht derzeit mit der „Make in India“-Kampagne und zahlreichen Vergünstigungen Unternehmen aus aller Welt anzulocken. Das Lohnniveau ist auf dem Subkontinent deutlich niedriger als etwa in China. Xiaomi-Vizepräsident Hugo Barra bezeichnete die Indien-Investition auf Twitter als „gewaltigen Sprung nach vorne“.

Xiaomi ist eine erst 2010 gegründete chinesische Firma, die dank des Erfolgs im Heimatmarkt heute zu den größten Smartphone-Anbietern der Welt gehört. Im ersten Halbjahr verkaufte Xiaomi 34,7 Millionen Computer-Handys verkauft. Zuletzt schwächte sich das Wachstum jedoch merklich ab. Inder sind extrem preisbewusst und greifen derzeit vor allem zu günstigen Geräten chinesischer und indischer Herstellern.

Von

dpa

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