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26.07.2016

12:19 Uhr

Xiaomi, Huawei, Oppo

Diese Geräte sind Apples China-Problem

China macht ein Viertel der Umsätze von Apple aus. Doch das Geschäft dort entwickelt sich nicht so wie erhofft. Heimische Hersteller gewinnen gegenüber dem iPhone an Boden – ihre Geräte sind einfach zu gut.

Die chinesische Konkurrenz kann mittlerweile gegenüber Apple punkten. Reuters

Huawei-Smartphone

Die chinesische Konkurrenz kann mittlerweile gegenüber Apple punkten.

PekingFür Nie Miao aus Peking sind 5000 Yuan, umgerechnet 680 Euro, für ein neues iPhone 6S von Apple „einfach keine Option“. Er nutzt das Geld lieber, um seine Eigentumswohnung abzubezahlen. Darüber hinaus ist er sehr zufrieden mit seinem 2000-Yuan-Gerät von Huawei.

Der 29-Jährige ist ein gutes Beispiel für die Herausforderungen von Apple in China. In dem Land hatte der US-Technologieriese zuletzt Boden an lokale Hersteller verloren. Rivalen wie Huawei und Xiaomi entwickeln billigere Smartphones, die eine ähnliche Ausstattung wie das iPhone bieten. Dabei steht China hinter rund einem Viertel der Umsätze von Apple. Die langsameren Geschäfte dort dürften ihre Spuren in der Bilanz des Unternehmens hinterlassen.

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Es ist eine magische Marke: Apple dürfte eine Milliarde iPhones verkauft haben. Doch ausgerechnet jetzt machen sich Probleme bemerkbar. Mehr denn je stellt sich die Frage, wie der US-Konzern jetzt noch wachsen will.

Huawei hatte in den drei Monaten bis Mai jedes vierte neue Handy in China verkauft. Das Unternehmen ist nun der größte Hersteller nach Marktanteil in städtischen Gebieten, wie aus einer in diesem Monat veröffentlichten Studie der Kantar Group hervorgeht. Der Marktanteil von Guangdong Oppo vervierfachte sich den Daten zufolge auf acht Prozent.

„Das liegt an den billigeren Handys, die jetzt gut genug werden“, sagt Abhey Lamba von Mizuho Securities. „Apple hat sich gut am oberen Ende geschlagen. Doch es gibt nicht viel mehr Wachstum am oberen Ende des Marktes.“ Das billigere iPhone SE, das Apple seit März verkauft, war teils darauf gerichtet, neue Kunden in Schwellenländern wie China anzulocken. Bislang konnte das Gerät diese Erwartungen nicht erfüllen, berichtet Lamba.

Der einbrechende Umsatz in China beendete im März die 51 Quartale währende Wachstumsstrecke von Apple in China. Analysten erwarten, dass der Umsatzrückgang auch während der drei Monate von April bis Ende Juni weitergegangen ist. Konzernchef Tim Cook wird den Rückgang offenlegen, wenn er am heutigen Dienstag das Quartalsergebnis vorstellt.

Apple wird es möglicherweise gelingen, die Verkäufe in China anzutreiben, wenn es das neueste iPhone später in diesem Jahr vorstellt – nicht zuletzt dank der Popularität des App Stores und der Tendenz von Kunden, sich alle zwei Jahre ein aktuelles Gerät zuzulegen. Das ist einer der Gründe, warum die heimischen Konkurrenten Huawei und Oppo ihre Flaggschiff-Geräte schon früher in diesem Jahr in die Läden gebracht haben – um Apple gegenüber einen Vorsprung zu haben.

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