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14.09.2015

14:19 Uhr

Xing

Karriere-Netzwerk baut Stellenmarkt aus

Rund eine Million Jobs soll der Stellenmarkt des Karriere-Netzwerks Xing künftig auflisten. Dazu werden Stellen der übernommenen Online-Plattform Jobbörse.com integriert. Xing verfolgt damit ein hehres Ziel.

Das Netzwerk integriert ausgewählte Stellenangebote aus der übernommenen Online-Plattform Jobbörse.com. dpa

Xing

Das Netzwerk integriert ausgewählte Stellenangebote aus der übernommenen Online-Plattform Jobbörse.com.

HamburgDas Karriere-Netzwerk Xing baut das Angebot in seinem Stellenmarkt auf eine Million Jobs aus. Dazu wurden ausgewählte Stellenangebote aus der übernommenen Online-Plattform Jobbörse.com integriert, wie Xing am Montag bekanntgab.

„Wir nutzen die Anzeigen von Jobbörse.com, die für unsere Zielgruppe relevant sind“, sagte Xing-Chef Thomas Vollmoeller der Deutschen Presse-Agentur. „Wir wollen in den nächsten Jahren zu den Top drei der deutschen Stellenmärkte gehören.“

Xing will damit punkten, dass zu den Stellenanzeigen auch Arbeitgeber-Bewertungen aus dem hauseigenen Dienst Kununu sowie etwa Angaben zur Familienfreundlichkeit angezeigt werden. Xing wolle einen Stellenmarkt anbieten, „den kein anderer so machen kann“, gab Vollmoeller das Ziel aus. Daneben bleibe Jobbörse.com als breiterer Service erhalten, bei dem unter anderem viele gewerbliche Jobs angeboten würden. Xing mit Sitz in Hamburg gehört dem Medienkonzern Burda.

Alles rund um Xing

Kontaktbörse für Geschäftsleute

Gründer Lars Hinrichs ging es darum, einen Treffpunkt für Geschäftsleute zu schaffen – jenseits von Golfplätzen und Konferenzen. Anfangs hieß das Netzwerk noch Open Business Club oder kurz OpenBC.

Aus OpenBC wird Xing

Ende 2006, das Netzwerk hatte bereits 1,5 Millionen Mitglieder, benannte sich OpenBC in Xing um. Das sollte internationalen Nutzern die Aussprache erleichtern.

Gelistet im TecDax

Im Dezember 2006 ging Xing an die Börse, knapp fünf Jahre später gelang dem Unternehmen ein Karrieresprung: Im September 2015 stieg es in den TecDax auf, also den Index der 30 größten Technologiewerte.

Burda übernimmt die Regie

Der Medienkonzern Burda („Focus“) übernahm 2012 die Mehrheit der Xing-Aktien. Das soziale Netzwerk agiert aber weiter selbständig.

Konkurrent Linkedin holt auf

In den deutschsprachigen Ländern ist Xing eindeutig das wichtigste berufliche Online-Netzwerk. Konkurrent Linkedin setzt einiges daran, den Abstand zu verringern. Die Nutzerzahlen des US-Unternehmens sind deutlich gestiegen, allerdings ist Xing weiterhin mit Abstand die Nummer 1.

Geschäft mit Gebühren

2016 lag der Jahresumsatz bei 148,5 Millionen Euro. Der Großteil der Xing-Einnahmen stammt aus dem Geschäft mit dem E-Recruiting.

Die Arbeitgeber bekommen aktuell anonymisierte Statistiken zu Altersgruppen oder Regionen, in denen eine Stellenanzeige angesehen wurde. In einer späteren Ausbaustufe soll Unternehmen angezeigt werden, welche Mitglieder an der Anzeige Interesse bekundet haben und wie gut diese zum Suchprofil passen.

Von

dpa

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