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06.11.2014

09:17 Uhr

Xing

Karriere-Netzwerk mit sattem Gewinnsprung

Xing profitiert von zahlenden Kunden: Mit Premiumangeboten konnte das Karriere-Netzwerk deutlich zulegen. Der Gewinn legt um 71 Prozent zu, auch der Umsatz steigt. Weitere Angebote sollen Xing noch attraktiver machen.

Xing steigert im dritten Quartal seinen Umsatz und Gewinn. dpa

Xing steigert im dritten Quartal seinen Umsatz und Gewinn.

HamburgDas Karriere-Netzwerk Xing hat im dritten Quartal bei Gewinn und Umsatz kräftig zugelegt. Wesentliche Treiber für den Erlössprung waren Dienstleistungen in der Personalsuche und Premiumangebote für zahlende Kunden. Der Umsatz stieg um 20 Prozent auf 26 Millionen Euro, wie das Hamburger TecDax-Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Gewinn legte um fast 71 Prozent auf 4,65 Millionen Euro zu.

Das stärkste Wachstum gab es im Geschäft mit der Personalvermittlung für Unternehmen, das um 42 Prozent zulegte. Zugleich verlangsamte sich das Wachstumstempo bei der zahlenden Kundschaft: Im dritten Quartal stieg die Zahl der Premium-Nutzer um 4000 auf 833.000. Xing arbeitet schon seit vergangenem Jahr daran, die Premium-Mitgliedschaft mit zusätzlichen Angeboten attraktiver zu machen.

Alles rund um Xing

Kontaktbörse für Geschäftsleute

Gründer Lars Hinrichs ging es darum, einen Treffpunkt für Geschäftsleute zu schaffen – jenseits von Golfplätzen und Konferenzen. Anfangs hieß das Netzwerk noch Open Business Club oder kurz OpenBC.

Aus OpenBC wird Xing

Ende 2006, das Netzwerk hatte bereits 1,5 Millionen Mitglieder, benannte sich OpenBC in Xing um. Das sollte internationalen Nutzern die Aussprache erleichtern.

Gelistet im TecDax

Im Dezember 2006 ging Xing an die Börse, knapp fünf Jahre später gelang dem Unternehmen ein Karrieresprung: Im September 2015 stieg es in den TecDax auf, also den Index der 30 größten Technologiewerte.

Burda übernimmt die Regie

Der Medienkonzern Burda („Focus“) übernahm 2012 die Mehrheit der Xing-Aktien. Das soziale Netzwerk agiert aber weiter selbständig.

Konkurrent Linkedin holt auf

In den deutschsprachigen Ländern ist Xing eindeutig das wichtigste berufliche Online-Netzwerk. Konkurrent Linkedin setzt einiges daran, den Abstand zu verringern. Die Nutzerzahlen des US-Unternehmens sind deutlich gestiegen, allerdings ist Xing weiterhin mit Abstand die Nummer 1.

Geschäft mit Gebühren

2016 lag der Jahresumsatz bei 148,5 Millionen Euro. Der Großteil der Xing-Einnahmen stammt aus dem Geschäft mit dem E-Recruiting.

Insgesamt kam Xing zuletzt auf knapp acht Millionen Nutzer in Kernmarkt Deutschland, Österreich und Schweiz. Das Online-Netzwerk gehört zum Medienkonzern Burda.

Von

dpa

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