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04.05.2016

17:55 Uhr

Xing

Online-Karrierebörse knackt die 10 Millionen-Marke

Das Karriere-Netzwerk Xing ist weiter auf starkem Wachstumskurs. Die Zahl der Mitglieder übersprang im ersten Quartal die Marke von 10 Millionen. Der Rekordzuwachs beschert der Online-Karrierebörse einen Gewinnsprung.

Das 2003 gegründete Internetportal ist eine Tochter des Medienkonzerns Burda. dpa

Karriere-Netzwerk Xing

Das 2003 gegründete Internetportal ist eine Tochter des Medienkonzerns Burda.

Hamburg/MünchenDas Karriere-Netzwerk Xing tastet sich ins Geschäft mit Arbeitgeber-Bewertungen in den USA vor. Für den Test bringt die Hamburger Tochter des Medienkonzerns Burda ihr Portal Kununu in den Markt. „Wir glauben, dass eine Internationalisierung des Angebots von Kununu möglich ist“, sagte Xing-Chef Thomas Vollmoeller der Deutschen Presse-Agentur. In seinem Kerngeschäft mit dem Karriere-Netzwerk werde sich Xing dagegen weiterhin auf den deutschsprachigen Markt beschränken.

„Die Grundidee eines Portals für Arbeitgeber-Bewertungen ist dagegen auf der ganzen Welt gleich“, sagte Vollmoeller. „Netzwerke funktionieren anders, man kann sie nicht einfach so in einem Land neu aufbauen.“ Denn die Profile seien zunächst einmal nur ein totes Adressbuch. „Das gilt es, mit Leben zu füllen. Und das geht über lokale Inhalte, lokale Relevanz, lokale Services, die folglich überall auf der Welt anders sind.“

Alles rund um Xing

Kontaktbörse für Geschäftsleute

Gründer Lars Hinrichs ging es darum, einen Treffpunkt für Geschäftsleute zu schaffen – jenseits von Golfplätzen und Konferenzen. Anfangs hieß das Netzwerk noch Open Business Club oder kurz OpenBC.

Aus OpenBC wird Xing

Ende 2006, das Netzwerk hatte bereits 1,5 Millionen Mitglieder, benannte sich OpenBC in Xing um. Das sollte internationalen Nutzern die Aussprache erleichtern.

Gelistet im TecDax

Im Dezember 2006 ging Xing an die Börse, knapp fünf Jahre später gelang dem Unternehmen ein Karrieresprung: Im September 2015 stieg es in den TecDax auf, also den Index der 30 größten Technologiewerte.

Burda übernimmt die Regie

Der Medienkonzern Burda („Focus“) übernahm 2012 die Mehrheit der Xing-Aktien. Das soziale Netzwerk agiert aber weiter selbständig.

Konkurrent Linkedin holt auf

In den deutschsprachigen Ländern ist Xing eindeutig das wichtigste berufliche Online-Netzwerk. Konkurrent Linkedin setzt einiges daran, den Abstand zu verringern. Die Nutzerzahlen des US-Unternehmens sind deutlich gestiegen, allerdings ist Xing weiterhin mit Abstand die Nummer 1.

Geschäft mit Gebühren

2016 lag der Jahresumsatz bei 148,5 Millionen Euro. Der Großteil der Xing-Einnahmen stammt aus dem Geschäft mit dem E-Recruiting.

Im vergangenen Quartal war Xing auf starkem Wachstumskurs. Die Zahl der Mitglieder übersprang die Marke von zehn Millionen. In den ersten drei Monaten des Jahres meldeten sich 467 000 neue Mitglieder an und damit so viel wie noch nie in einem Quartal, wie das im TecDax notierte Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der international aktive US-Konkurrenz LinkedIn überschritt zuletzt die Marke von acht Millionen Mitgliedern im deutschsprachigen Raum. Bei den Netzwerken können Nutzer berufliche Profile anlegen und nach neuen Jobs Ausschau halten. Unternehmen nutzen die Plattformen zur Mitarbeiter-Suche.

Die Zahl der Nutzer mit einem kostenpflichtigen Premium-Abo stieg um rund 23 000 auf gut 903 000. Damit übertraf Xing bei diesem Wert wie auch beim Umsatz und operativen Gewinn die Erwartungen der Experten. Der Erlös legte im Jahresvergleich um 17 Prozent auf 34,3 Millionen Euro zu, wie Xing am Mittwoch mitteilte. Der Gewinn stieg dabei von 4,1 auf 5,3 Millionen Euro.

Von

dpa

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