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25.06.2013

20:01 Uhr

Yahoo-Hauptversammlung

„Google ist Lichtjahre voraus“

Ist Yahoo ein Nachzügler? Bei der Hauptversammlung kritisieren die Aktionäre Konzernchefin Marissa Meyer. Ihnen gehen die Fortschritte nicht weit genug. Facebook und Google seien weit voraus. Lob gibt es aber auch.

„Yahoo ist das weltgrößte Startup“, sagte die Konzernchefin Meyer auf der Hauptversammlung. ap

„Yahoo ist das weltgrößte Startup“, sagte die Konzernchefin Meyer auf der Hauptversammlung.

Santa ClaraNach einem knappen Jahr an der Spitze von Yahoo haben die Aktionäre ihrer Konzernchefin Marissa Mayer ein durchwachsenes Zeugnis ausgestellt. Die ehemalige Google-Managerin konnte auf der Hauptversammlung am Dienstag zwar mit neuen Produkten und einer wachsenden Nutzerzahl aufwarten, was ihr auch Lob aus dem Plenum einbrachte. Doch anderen Anteilseignern gingen die Fortschritte nicht weit genug.

„Bei der Suche ist Google Lichtjahre voraus“, sagte ein Aktionär auf dem anderthalbstündigen Treffen im kalifornischen Santa Clara, wo Yahoo seinen Sitz hat. „Bei Banner-Werbung wächst Facebook viel schneller.“ Wie könne Mayer bei all dieser Konkurrenz sicher sein, dass Yahoo wachsen werde? Google etwa habe viel mehr Entwickler.

„Unterschätze niemals die Macht einer kleinen Gruppe“, erwiderte Mayer, die rund 11.000 Leute unter sich sich. „Yahoo ist das weltgrößte Startup.“ Sie berichtete von steigenden Nutzerzahlen vor allem im mobilen Geschäft auf Smartphones und Tablet-Computern.

Ihr Lieblingsbeispiel ist die neue Wetter-App, bei denen passende Bilder aus der konzerneigenen Fotoplattform Flickr als Hintergrund dienen. Mayer versprach weitere „großartige Produkte“ für die Zukunft.

Ein anderer Anteilseigner kritisierte die Entscheidung, Mitarbeiter aus der Heimarbeit zurück ins Büro zu rufen. „Ich bin sicher, dass sie nicht glücklich sind“, sagte der Aktionär vor allem im Hinblick auf die Eltern unter den Beschäftigten. Mayer verteidigte eine ihrer ersten Amtshandlungen: Nur durch eine teamübergreifende Zusammenarbeit könnten manche Produkte verwirklicht werden wie die Wetter-App.

Kommentare (5)

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nunja

25.06.2013, 20:39 Uhr

Kinder an die Schalthebel, um sie dann beschimpfen, der arme Mark Zuckerberg kennt das schließlich auch.
Wie er doch geschwitzt hatte der liebe kleine Mark, als er im US-TV gefragt wurde zu seiner Äußerung: die seien doch doof, also seine Nutzer.

Für so feine Einsichten gibts hat auch nen versemmelten IPO noch obendrauf: inzwischen glänzt die us-amerikanische IT-Intelligentiia insgesamt mit ganz schlauen Einsichten, was man auch daran erkennen kann, das selbst Kai Diekmann, the lord of the langstons, dort in die Krabbelgruppe aufgenommen wurde, wie man hört und vom Bundeswirtschaftskrabbler dafür geherzt wurde.

Account gelöscht!

25.06.2013, 22:05 Uhr

Marissa ist eine adäquate Partnerin auf Augenhöhe mit einer atemberaubenden Optik, dazu noch clever, intelligent, kompetent und mit dem nötigen Kleingeld ausgestattet.

Vor Jahren bin ich ihr einmal auf dem WEF in Davos persönlich begegnet. Einziges Manko ... leider schon vergeben. Sie tut genau das richtige; ein etwas altbackenes Unternehmen durch gezielte Akquisitionen für eine jugendliche Zielgruppe wieder interessant zu machen. Egal, ob " Tumblr " oder jetzt durch " Hulu ". Das bestätigen mir zumindest die Gespräche mit all meinen jungen Mätressen.

Und die Stock Performance seit dem Marissa im Amt ist, spricht ja auch eine eindeutige Sprache und absolut für ihre Strategie !

nunja

25.06.2013, 22:14 Uhr

Sich von Mätressen beraten zu lassen - nunja: ehe man sichs versieht liegt man mit einem Kerl in der Jahresbilanz^^.

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