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06.01.2016

17:31 Uhr

Yahoo

Investmentfonds fordert Austausch von Managern

Marissa Mayer kam 2012 zu Yahoo, um den strauchelnden Internetkonzern wieder auf Vordermann zu bringen. Der Konzernchefin gelang es aber nicht, den Rückstand zu Google aufzuholen. Nun wächst der Druck auf die Managerin.

Der Druck auf die Managerin nimmt zu. Reuters

Marissa Mayer

Der Druck auf die Managerin nimmt zu.

New YorkDer Investmentfonds Starboard Value gibt sich mit der neuen Strategie des kriselnden Internetkonzerns Yahoo nicht zufrieden. Am Mittwoch forderte der Fonds einen Austausch der Manager bei Yahoo - sowohl in der Geschäftsführung als auch im Verwaltungsrat. Die Anleger hätten jedes Vertrauen in die Leitung von Yahoo verloren. Yahoo-Chefin Marissa Mayer wurde namentlich nicht genannt; Mitte Dezember hatte ein anderer Investmentfonds ihre Absetzung gefordert.

Starboard Value ist mit 0,8 Prozent an Yahoo beteiligt und hatte schon dafür gesorgt, dass der Konzern Anfang Dezember beschloss, auf den Verkauf seiner Beteiligung an dem chinesischen Online-Riesen Alibaba zu verzichten und stattdessen sein kriselndes Kerngeschäft mit Suchmaschine und Online-Werbegeschäft in ein neues Unternehmen auszulagern. Diese Entscheidung war ein Rückschlag für Konzernchefin Mayer, die eigentlich die milliardenschwere Alibaba-Beteiligung abstoßen und den Erlös an die Aktionäre ausschütten wollte.

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Von zuletzt rund 11.000 Jobs bei Yahoo sollen 9000 gestrichen werden: Das fordert zumindest der Investmentfonds Spring Owl. Die Radikalkürzungen sollen auch die Konzernspitze nicht verschonen.

Starboard Value erklärte am Mittwoch, es sei an der Zeit, dass der Verwaltungsrat die wichtigen Veränderungen akzeptiere, die bei Yahoo nötig seien – darunter eine Erneuerung des Managements und eine neue Strategie. Sollte Yahoo seiner Forderung nicht nachkommen, werde Starboard mit einer Flut von Anträgen während der Hauptversammlung dafür sorgen, dass von ihm ausgewählte Kandidaten in den Verwaltungsrat gewählt würden, drohte der Fonds.

Der Fonds SpringOwl hatte im Dezember gefordert, Mayer abzusägen, 9000 der 10.700 Vollzeit-Jobs bei Yahoo zu streichen sowie Ausgaben zu kürzen. Auch ein dritter Aktionärsfonds, Canyon, gehört zu den scharfen Kritikern der Unternehmensführung. Mayer war im Sommer 2012 zu Yahoo gekommen, um den strauchelnden Internetkonzern wieder auf Vordermann zu bringen. Der Konzernchefin gelang es aber nicht, den Rückstand zum Rivalen Google aufzuholen. Sie will bei der Bilanz für das vergangene Jahr einen neuen Plan zur Neuausrichtung des Kerngeschäfts vorstellen. Im Dezember war sie Mutter von Zwillingen geworden.

Von

afp

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