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29.01.2014

07:23 Uhr

Yahoo

Marissa Mayers 100-Millionen-Dollar-Irrtum

VonAxel Postinett

Umsatz gefallen, Betriebsergebnis gefallen - Marissa Mayer hat kein gutes Quartal hinter sich. Vor allem das Kerngeschäft bricht weg. Glücklicherweise hat sie jedoch ein Geschäftsfeld, bei dem es hervorragend läuft.

Internetkonzern in der Krise

Yahoo steht unter Druck

Internetkonzern in der Krise: Yahoo steht unter Druck

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San FranciscoYahoo legt Zahlen vor und es kommt wie befürchtet. Der Umsatz fällt weiter um zwei Prozent, das operative Ergebnis fällt um acht Prozent und das Nettoergebnis steigt um 28 Prozent, weil Kosten reduziert werden und es einer Tochter gut geht: Alibaba, eine Handels- und Kommunikationsplattform in China, boomt. Yahoos Kerngeschäft jedoch, Online-Werbung in jeder möglichen Form, schrumpft zum wiederholten Mal. Die Einnahmen aus Display-Werbung – einst war Yahoo hier die Nummer eins weltweit – sanken weiter um sieben Prozent.

Das Weihnachtsquartal hat nach Analysteneinschätzungen Konkurrenten wie Facebook, Twitter oder Google satte Zuwächse gebracht. Für Marissa Mayer brachte es nur eines: Die Erkenntnis, dass sie mit Henrique de Castro den falschen Mann von Google zu Yahoo nachgeholt und weit überbezahlt hat. Das wurde klar, als sie ihn Anfang 2014 feuerte.


Einen Betrag irgendwo zwischen 88 und 110 Millionen Dollar wird de Castro nach nur 15 Monaten in Sunnyvale mitnehmen. Das ist selbst im für seine Dekadenz bekannten Silicon Valley viel Geld. Und dabei ist eigentlich noch immer völlig unklar, ob es ohne de Castro einen Deut besser wird, als mit ihm. „Es war die richtige Entscheidung“, erklärte Mayer trotzdem gegenüber Analysten am Dienstag. Das hatte sie vor 15 Monaten dem Board von Yahoo sicher auch gesagt, damit sie ihn anheuern. Das Yahoo-Aufsichtsgremium, offenbar noch paralysiert, weil ihr handverlesener Chef Scott Thompson wegen eines geschönten Lebenslaufs hochnot-peinlich zurücktreten musste, hatte offenbar nicht den Mut, Marissas Weg zu hinterfragen.

Kommentare (5)

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pendler

29.01.2014, 09:42 Uhr

Man angenommen, dass Yahoo wieder mehr Werbeeinnahmen haben will, dann wäre es eine tolle Idee, dass man sich als Anwender auch wieder ernst genommen fühlt.

Eine sehr gute Möglichkeit wäre es, wenn sie auf unsere Vorschläge zur Zurücknahme der angeblichen Mailsystem-Verbesserungen entschließen könnten.

Es gibt deutlich bessere Systeme als das Yahoo Mail-System

Account gelöscht!

29.01.2014, 10:19 Uhr

Wenn normale produzierende Wirtschaftsunternehmen solche schwachsinnigen Manager hätter, wären sie alle längst vom Markt verschwunden.

Freiheit

29.01.2014, 12:20 Uhr

wenn Genderillusionen platzen!

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