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07.01.2016

09:10 Uhr

Yahoo-Sanierung

Internetkonzern will mehr als 1000 Jobs streichen

Im Wettbewerb mit Google und Facebook ist Internet-Pionier Yahoo längst abgehängt – Chefin Marissa Mayer gerät zunehmend unter Druck. Ein Sanierungsplan sieht jetzt offenbar den Wegfall von mehr als 1000 Stellen vor.

Das kriselnde Internetunternehmen hat einem Medienbericht zufolge vor, seine Belegschaft um 10 Prozent zu reduzieren. AFP

Yahoo-Chefin Marissa Mayer

Das kriselnde Internetunternehmen hat einem Medienbericht zufolge vor, seine Belegschaft um 10 Prozent zu reduzieren.

BangaloreDer Internet-Pionier Yahoo bereitet einem Medienbericht zufolge den Abbau von mehr als 1000 Arbeitsplätzen vor. Das Wirtschafts- und Nachrichtenportal Business Insider berichtete am Donnerstag unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Kreise, das Management arbeite an einem Plan, der eine Reduzierung der Belegschaft um mindestens zehn Prozent vorsehe. Es könne bereits kommenden Monat mit dem Vorhaben beginnen.

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Marissa Mayer kam 2012 zu Yahoo, um den strauchelnden Internetkonzern wieder auf Vordermann zu bringen. Der Konzernchefin gelang es aber nicht, den Rückstand zu Google aufzuholen. Nun wächst der Druck auf die Managerin.

Die Streichungen beträfen Yahoos Mediengeschäft, die Aktivitäten in Europa und den Bereich Plattform-Technologie. Eine Yahoo-Sprecherin sagte, nähere Details zum Sanierungsplan sollten noch in diesem Monat vorgelegt werden.

Zuletzt war die Kritik an Firmenchefin Marissa Mayer immer lauter geworden. Ihr wird vorgeworfen, keine Antwort darauf zu haben, wie Yahoo im Wettbewerb mit Google und Facebook wieder aufholen kann. Erst am Mittwoch hatte der Finanzinvestor Starboard mit scharfen Angriffen auf die Yahoo-Führung den Druck erhöht.

Die Vita von Marissa Mayer

Geburt

Marissa Ann Mayer wurde am 30. Mai 1975 in Washington geboren.

Studium

Mayer studierte Informatik an der Stanford University. Nach dem Studium begann sie ihre Karriere beim Research Lab der Großbank UBS in der Schweiz.

Ihre Zeit bei Google

Anfang 1999 fing Mayer bei Google an. Dort wurde sie als Technikerin eingestellt und leitete das für die Webserver verantwortliche Team. Später war Mayer für die Erstellung neuer Google-Produkte zuständig. 2008 wurde sie vom Wirtschaftsmagazin Fortune als jüngste zu den 50 mächtigsten Frauen der Welt gezählt.

Ehrendoktorwürde

2009 erhielt Mayer vom Institute of Technology aus Illinois die Ehrendoktorwürde im Fachbereich Programmierung.

Der Wechsel zu Yahoo

Am 16. Juli 2012 wechselte Mayer von Google zum Konkurrenten Yahoo. Dort wurde sie zur Vorsitzenden der Geschäftsführung ernannt.

Sanierungsprogramm

Beim kriselnden Internetriesen Yahoo startete Mayer sofort ein Sanierungsprogramm. Als erstes wurde im Februar 2013 das Home-Office abgeschafft. „Bei Yahoo zu sein, das ist nicht nur ein Job, den man von Tag zu Tag erledigt. Es geht um eine Zusammenarbeit,
die nur in unseren Büros möglich ist,“ erklärte sie damals.

Einkünfte

Der Job bei Yahoo zahlt sich für Mayer aus. Ihr Gehalt im ersten halben Jahr bei Yahoo betrug fast 37 Millionen US-Dollar. Ihr Privatvermögen wird auf 300 Millionen Dollar geschätzt.

Privatleben

Mayer, die nach einer mehrjährigen Beziehung mit Google-Gründer Larry Page den Investmentbanker Zachary Bogue heiratete, brachte Anfang Oktober 2012 ihr erstes Kind, einen Jungen, zur Welt.

Von

rtr

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