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06.02.2015

11:19 Uhr

Yelp

Bewertungsportal wächst und verdient prächtig

Die Bewertungsplattform Yelp boomt. Das US-Unternehmen hat im vergangenen Jahr seinen Umsatz um mehr als 50 Prozent gesteigert. Auch der Gewinn ging durch die Decke – das lag allerdings an der Steuergutschrift.

Der Yelp-Chef hat Grund zur Freude. Nach einem Verlust im Vorjahresquartal, fährt Yelp nun einen Millionengewinn ein. ap

Jeremy Stoppelman

Der Yelp-Chef hat Grund zur Freude. Nach einem Verlust im Vorjahresquartal, fährt Yelp nun einen Millionengewinn ein.

San FranciscoDie Bewertungsplattform Yelp hat das vergangene Jahr dank einer massiven Steuergutschrift mit schwarzen Zahlen abgeschlossen. Im vergangenen Quartal gab es einen Gewinn von 32,7 Millionen Dollar, wie Yelp nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte. Davon gingen 24,7 Millionen Dollar auf die Steuergutschrift zurück. Im Vorjahresquartal hatte Yelp noch einen Verlust von knapp 2,1 Millionen Dollar verbucht. Der Umsatz stieg binnen eines Jahres um 56 Prozent auf 110 Millionen Dollar.

Die Plattform, bei der Lokale und Geschäfte bewertet und entdeckt werden können, kommt nun auf 135 Millionen Besucher im Monat. Das sind 13 Prozent mehr als vor einem Jahr. Gut jeder zweite greift von mobilen Geräten auf den Service zu. Mit 93 700 Geschäften seien bei Yelp rund 40 Prozent mehr Firmen aktiv als vor einem Jahr.

Die heißen Smartphone-Dienste

Snapchat

Mit der Snapchat-App können Nutzer Textnachrichten, Fotos und Videos verschicken, die sich nach einem kurzen Zeitraum selbst löschen. Gerade unter Jugendlichen ist die Anwendung beliebt – vermutlich nicht selten für Anzüglichkeiten. Die Gründer lehnten mehrere milliardenschwere Übernahmeangebote ab, auch Facebook ließen sie abblitzen.

Instagram

Ein Produkt des Smartphone-Zeitalters ist der Foto-Dienst Instagram: Er war von vornherein nur für mobile Geräte ausgelegt. Nutzer können Fotos und Videos aufnehmen, mit Filtern aufpeppen und hochladen. Das Prinzip von Instagram erinnert an Twitter, nur dass es hier ausschließlich um Bilder geht. Facebook übernahm den Dienst 2012 für umgerechnet eine Milliarde Dollar.

Pinterest

Beim Fotodienst Pinterest sammeln die Nutzer Bilder von verschiedenen Websites in digitalen Notizbüchern – meistens mit dem Smartphone. Die Entwicklung von Pinterest wird von Urheberrechtssorgen begleitet: Die öffentlichen Sammlungen könnten nach Ansicht einiger Experten als Urheberrechtsverletzung ausgelegt werden. Das Unternehmen hat inzwischen eine Milliardenbewertung.

Whatsapp

In immer mehr Ländern wird Whatsapp zum SMS-Ersatz. Der Dienst erlaubt es, Kurznachrichten, Bilder und Videos über Internet zu verschicken. Die App läuft auf sämtlichen Betriebssystemen. Trotz etlicher Sicherheitspannen gehört Whatsapp zu den beliebtesten Smartphone-Anwendungen, sie hat nach Unternehmensangaben 500 Millionen Nutzer. Facebook hat das Start-up für 22 Milliarden Dollar übernommen.

Line

Ähnliche wie Whatsapp funktioniert Line, eine App mit asiatischem Ursprung. Sie bietet Instant Messaging für Smartphone und PC. Nutzer können nicht nur Textnachrichten, Fotos und Videos tauschen, sondern auch Telefonate führen. Eine Besonderheit sind virtuelle Sticker, die man in einem Shop kaufen kann.

Vine

Mit dem Dienst Vine können Nutzer bei Twitter sechs Sekunden kurze Videoschnappschüsse hochladen, die in einer Endlosschleife laufen. Der Zwitscherdienst übernahm das Start-up nur wenige Monate nach dessen Gründung im Sommer 2012. Vine hat nach Angaben vom Sommer 40 Millionen Nutzer.

Periscope

Videoübertragungen in Echtzeit ermöglicht der Dienst Periscope, der zu Twitter gehört. Die Bedienung ist bewusst einfach gehalten: App öffnen, „Broadcast“ klicken – schon beginnt der Live-Stream. Ein konkurrierendes Angebot ist Meerkat.

Tumblr

Twitter ist kurzatmige Internet-Kommunikation, Blogs lassen sich mehr Zeit. Irgendwo dazwischen befindet sich Tumblr, ein 2007 gegründeter Web-Dienst für das unkomplizierte Veröffentlichen im Netz. Ähnlich wie bei Twitter kann man bei Tumblr anderen Nutzern folgen und sieht dann deren Beiträge im sogenannten Dashboard, einer Übersichtsseite. 2013 übernahm Yahoo das Start-up für 1,1 Milliarden Dollar.

Im gesamten Jahr verbuchte Yelp einen Gewinn von 36,5 Millionen Dollar nach roten Zahlen von 10,1 Millionen Dollar 2013.

Von

dpa

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