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13.04.2015

15:20 Uhr

You-Now nach Kritik

Streaming-Dienst wirbt mit Jugendschutz

Der Streamingdienst You-Now alarmierte Jugendschützer in Deutschland: Viel zu einfach sei es für Jugendliche möglich, dort per Video zu viel von sich preiszugeben. Jetzt wirbt You-Now um Vertrauen bei den Nutzern.

Ein Smartphone, auf dem die App der Videoplattform You-Now läuft. dpa

You-Now auf einem Smartphone

Ein Smartphone, auf dem die App der Videoplattform You-Now läuft.

BerlinDer in Deutschland umstrittene Streaming-Dienst You-Now will deutlichere Regeln für jugendliche Nutzer schaffen. Über die Webseite und App können Nutzer in Echtzeit Videos von sich ins Netz schicken. You-Now trat jetzt dem Verein Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) bei, der sich um Jugendschutz bei Online-Angeboten kümmert.

Auf seiner Webseite veröffentlichte You-Now die Nutzungsregeln auf Deutsch sowie in einer einfacher geschriebenen Version speziell für Jugendliche. „Zeige dich nicht nackt“, heißt es dort. „Vermeide aufreizendes Verhalten.“ Wer gegen diese Vorgaben verstößt, der werde vorübergehend oder komplett von der Plattform ausgeschlossen. Außerdem gibt es Informationen für Eltern.

„Es ist wichtig, dass den Nutzern die Regeln vermittelt werden, dass sie darüber aufgeklärt werden, dass sie keine persönlichen Daten von sich preisgeben, dass sie sich nicht entblößen und dass Mobbing nicht erlaubt sein darf“, sagte Otto Vollmers, Geschäftsführer der FSM. Die Idee für die Zusammenarbeit habe You-Now gehabt. „Das Unternehmen ist auf uns zugekommen.“

Über die Webseite und App können Nutzer in Echtzeit Videos von sich ins Netz schicken. Die Webseite und ihre Apps sind vor allem bei Jugendlichen beliebt, die Gespräche und Klamauk in Echtzeit übertragen. You-Now war in Deutschland heftig kritisiert worden. Jugendschützer und Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig warnten vor der Plattform.

„Ich verstehe die Sorgen“, sagte FSM-Geschäftsführer Vollmers. Es sei wichtig, die Regeln für alle deutlich zu machen und Nutzer auch selbst zu ermuntern, sich über unangemessene Videos zu beschweren. Diese würden dann von You-Now-Mitarbeitern entfernt.

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Immer mehr Jugendliche filmen sich in privaten Räumen. Allein über die Streaming-Plattform YouNow schickten sie im Januar 16 Millionen Minifilme. Nun warnen Jugendschützer und Medienexperten vor Missbrauch.

Offiziell darf man den Dienst nur nutzen, wenn man mindestens 13 Jahre alt ist. Wer bei der Altersabfrage am Anfang auf „12 oder jünger“ klickt, wird nun auf die Suchmaschine Frag-Finn speziell für Kinder umgeleitet.-

Von

dpa

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