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20.03.2016

22:26 Uhr

Zehn Jahre Kurznachrichten

Twitter nennt erste Zahlen zur Nutzung in Deutschland

Twitter hat zu seinem zehnten Geburtstag erste Zahlen zur Nutzung des Kurznachrichtendienstes in Deutschland genannt. Demnach kommen pro Monat rund zwölf Millionen Menschen auf die Twitter-Plattform.

Twitter feiert seinen zehnten Geburtstag. dpa

Twitter

Twitter feiert seinen zehnten Geburtstag.

BerlinTwitter hat zu seinem zehnten Geburtstag erste Zahlen zur Nutzung des Kurznachrichtendienstes in Deutschland genannt. Demnach kommen pro Monat rund zwölf Millionen Menschen auf die Twitter-Plattform. Diese Zahl setzt sich zusammen aus den angemeldeten Twitter-Mitgliedern und Nutzer, die sich Tweets ansehen, ohne eingeloggt zu sein. Twitter machte am Sonntag keine Angaben dazu, wie sich die zwölf Millionen daraus zusammensetzen.

Die Twitter-Gründer

Drei plus eins

In der offiziellen Geschichtsschreibung von Twitter spielen drei Gründer die Hauptrolle. Es gibt aber noch einen, der sich aus dem Kreis zu Unrecht ausgeschlossen fühlt. Die vier Köpfe im Kurzporträt.

Jack Dorsey

Der erste Chef der Firma gilt als Twitter-Erfinder. Doch er war 2007 laut Erinnerungen von Weggefährten dem Job nicht gewachsen. Für böses Blut soll etwa gesorgt haben, dass er sich am frühen Nachmittag zu Yoga-Kursen oder Zeichen-Stunden aufmachte. Dorsey, der sich auch schon als Masseur versucht hatte, verlor den Job, verließ Twitter und gründete den Mobil-Bezahldienst Square. Dort reifte er als Manager, so dass er seit 2015 mit Twitter und Square zwei börsennotierte Unternehmen gleichzeitig führen darf.

Evan Williams

Williams war schon vor Twitter ein bekannter Internet-Unternehmer. Er stand hinter der Blog-Plattform Blogger, die 2003 von Google gekauft wurde. Das die Begriffe „Blog“ und „Blogger“ populär wurden, ist auch Williams zu verdanken. Danach gründete er gemeinsam mit Biz Stone die Podcasting-Firma Odeo. Weil die Idee mit den Podcasts nicht so recht zünden wollte, gab es auch ein kleines Nebenprojekt - Twitter. Dorsey wurde erster Chef, im Oktober 2008 wurde er aber im Chefsessel durch Williams ersetzt. Zwei Jahre später ging der CEO-Posten an Dick Costolo weiter. Williams verließ Twitter, auch wenn er einer der größten Aktionäre blieb. 2012 gründete Williams die Medienplattform Medium, auf der jeder Artikel veröffentlichen kann.

Biz Stone

Stone (42) arbeitete für Google, bevor sich auf das Podcasting-Projekt mit Williams einließ, aus dem schließlich Twitter hervorging. Im Gegensatz zu seinen Mitgründern hatte Stone keine Ambitionen auf den Chefposten. Aber er versuchte sich als Wagniskapitalist und investierte unter anderem in Dorseys Bezahldienst Square, den Anbieter vernetzter Thermostate Nest und den Uber-Konkurrenten Lyft. 2012 gründete er eine neue eigene Firma Jelly - eine Plattform, bei der Nutzer alle möglichen Fragen stellen und beantworten können.

Noah Glass

Glass verkündet in seinem Twitter-Profil immer noch schlicht „I started this“ - „ich habe das in Gang gesetzt“. In einem Interview mit dem Blog „Business Insider“ erzählte Glass, er sei als einer der Odeo-Mitgründer von Anfang an auch maßgeblich bei Twitter involviert gewesen - und habe auch den ursprünglichen Namen „Twttr“ vorgeschlagen. Ihm sei auch die Leitung des Projekts in der Anfangszeit übertragen worden. Aber auch Glass bestreitet nicht, dass die Grundidee für Twitter von Dorsey kam.

Weltweit wird Twitter meist an der Zahl der aktiven Mitglieder gemessen, die den Dienst mit Anmeldung nutzen. Sie lag zuletzt bei 320 Millionen - beziehungsweise bei 305 Millionen, wenn man Nutzer eines SMS-Dienstes abzieht. Zusätzlich gibt es laut Twitter noch 500 Millionen Leute, die Tweets sehen, ohne angemeldet zu seien. Die deutsche Zahl von zwölf Millionen ist also international vergleichbar mit dem addierten Wert von gut 800 Millionen Nutzern.

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Knackige Botschaften in einer Länge von maximal 140 Zeichen, schnell und authentisch: Das Versprechen von Twitter klingt verlockend. Zehn Jahre nach der Gründung steht das soziale Netzwerk aber vor großen Problemen.

Twitter nennt auch keine Vergleichszahlen für Deutschland zu vergangenen Jahren. Es gebe aber ein positive Entwicklung, betonte Deutschlandchef Thomas de Buhr. „Während der gesamten Fußball-WM 2014 gab es etwa 3,3 Millionen Tweets dazu in Deutschland“, sagte er. Jetzt seien im Februar dieses Jahres in der einwöchigen Aktion „#Twitterstar“ zur Wahl des beliebtesten Web-Video-Stars fünf Millionen Tweets abgegeben worden.

Twitter feiert am Montag seinen zehnten Geburtstag: Am 21. März 2006 verschickte der Mitgründer und heutige Chef Jack Dorsey die erste Nachricht.

Von

dpa

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