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11.04.2013

08:54 Uhr

Zeitungsbericht

Microsoft plant kleineres Surface

Microsoft hechtet wieder Apple und Google hinterher und möchte Medienberichten zufolge ein 7-Zoll kleines Surface bauen. Beobachter begründen diesen Schritt mit den Erfolgen des Nexus 7 und des iPad Mini.

Steve Ballmer stellt das Surface vor. Medienberichten zufolge plant Microsoft eine 7-Zoll-Version. dpa

Steve Ballmer stellt das Surface vor. Medienberichten zufolge plant Microsoft eine 7-Zoll-Version.

New YorkMicrosoft will laut einem Zeitungsbericht auch eine kleinere Version seines Tablets Surface auf den Markt bringen. Das Gerät mit 7-Zoll-Display solle zusammen mit einer erneuerten Modellpalette in diesem Jahr in die Produktion gehen, berichtete das „Wall Street Journal“ am Donnerstag.

Ursprünglich sei es nicht geplant gewesen, aber Microsoft habe angesichts des Erfolgs von Konkurrenz-Geräten wie Googles Nexus 7 oder Apples iPad mini umgesteuert, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Diese Neuerungen bietet Windows 8

Kachel-Design

Windows 8 sieht schon auf den ersten Blick anders aus: Microsoft übernimmt aus seinem mobilen Betriebssystem das Kachel-Design. Zu sehen sind nun rechteckige Flächen, in denen Nutzer zum Beispiel Programme sortieren können. Und in den sogenannten Live-Kacheln werden Inhalte in Echtzeit aktualisiert – ob der Wetterbericht aus dem Netz oder die Mitteilung über neu eingetroffene E-Mails. Die bekannte Taskleiste samt dem mit Windows 95 eingeführten Startknopf verschwindet dagegen. Einen Desktop gibt es allerdings immer noch, der über eine Kachel aufgerufen wird.

Bedienung per Fingerzeig

Microsoft hat Windows 8 für die Nutzung per Touchscreen angepasst. Anwender können mit den Fingern navigieren, wenn ihr Rechner einen berührungsempfindlichen Bildschirm hat, aber auch klassisch mit Maus und Tastatur. Dass beides in einem Gerät vereint sein kann, zeigen etliche neue Modelle, die Tablet-Computer und Notebook in einem sind.

Ein eigener App Store

Apple lässt grüßen: Microsoft hat für sein neues System den Windows Store eingerichtet. Über die Plattform können Entwickler Apps verbreiten, die für Touchscreens optimiert sind. Auch Spiele werden angeboten. Diese Anwendungen laufen auf allen Geräten, ob mit Windows 8 oder dem abgespeckten Windows RT für Geräte mit stromsparenden ARM-Prozessoren.

Cloud-Dienste

Schon beim Start wird es deutlich: Microsoft integriert seine Cloud-Angebote nahtlos in das neue Betriebssystem. Nutzer können sich künftig mit ihren Daten vom Online-Dienst Windows Live am Rechner einloggen. Damit haben sie direkten Zugriff beispielsweise auf den Online-Speicher Skydrive, außerdem lassen sich die persönlichen Einstellungen und der Browser-Verlauf zwischen verschiedenen Rechnern synchronisieren.

Vorinstallierter Virenscanner

Microsoft hat große Teile seines Software-Pakets Security Essentials in Windows 8 integriert. Der Wächter soll vor Viren und Trojanern schützen.

Neue Prozessoren

Mit Windows 8 unterstützt Microsoft erstmals nicht nur die traditionellen x86-Chips von Intel und AMD, die in PCs laufen: Die Software-Variante Windows RT läuft auch mit stromsparenden Prozessoren mit ARM-Architektur. Diese kommen in Tablet-Computern zum Einsatz, etwa dem iPad, künftig aber auch im Surface RT, den Microsoft selbst auf den Markt bringt. So kann das Unternehmen in einem wichtigen Segment Fuß fassen. Allerdings können Nutzer auf RT-Rechnern nicht mehr ihre klassische Windows-Software installieren, nur Apps aus dem Windows Store.

Microsoft hatte sein erstes eigenes Tablet Surface im vergangenen Herbst vorgestellt. Inzwischen ist neben der ersten Version auch die teurere Pro-Variante auf dem Markt, die mit einem vollwertigen Windows-8-Betriebssystem läuft. Genaue Absatzzahlen sind bisher nicht bekannt, der Marktanteil ist jedoch im Vergleich zu Apples führenden iPads und Geräten mit dem Google-Betriebssystem Android gering. Microsoft steht zugleich unter verstärktem Druck, bei Tablets erfolgreich zu sein: Der PC-Absatz fiel im vergangenen Quartal laut Marktforschern um bis zu 14 Prozent.

Von

dpa

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