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17.11.2012

15:45 Uhr

Zeitungsinsolvenz

Frankfurter Rundschau bietet Solidaritäts-Abo an

Nach ihrem Insolvenzantrag wollen etliche Sympathisanten der Zeitung helfen. Für diese Personen bietet die FR nun ein Solidaritäts-Abo an. Unterdessen vermutet die FDP hinter der Insolvenz einen politischen Skandal.

Die Frankfurter Rundschau ist insolvent. Ihre Leser wollen ihr helfen. Reuters

Die Frankfurter Rundschau ist insolvent. Ihre Leser wollen ihr helfen.

Düsseldorf, Frankfurt/MainDie angeschlagene „Frankfurter Rundschau“ (FR) will mit einem dreimonatigen Solidaritäts-Abo Leser an sich binden. Damit reagierte die Zeitung nach eigenen Angaben auf Zuschriften von Abonnenten und Sympathisanten, die dem krisengeschüttelten Traditionsblatt helfen wollen.

Die Abos trügen dazu bei, die Auflage zu stabilisieren, damit die Zeitung attraktiv für Anzeigenkunden bleibe, wird der Gesamtleiter Vertrieb und Logistik im Druck- und Verlagshaus Frankfurt, Reinhard Seinsche, in dem Blatt (Samstag) zitiert. Das Solidaritäts-Abo kostet wie andere FR-Abos auch je nach Ausgabe monatlich rund 37 Euro.

Der „FR“-Verlag hatte am vergangenen Dienstag Insolvenzantrag gestellt. Findet sich kein Käufer oder kein neues Geschäftsmodell für das linksliberale Blatt, müsste der Betrieb spätestens Ende Januar 2013 eingestellt werden. Der Verlag gehört dem Kölner Medienhaus M. DuMont MDS und der SPD-Medienholding DDVG.

Unterdessen vermutet FDP-Generalsekretär Patrick Döring hinter der Insolvenz der FR einen Polit-Skandal. „War der SPD-Anteil im Jahr 2006 wirklich fast 39 Millionen Euro wert? Oder handelt es sich um verdeckte Parteienfinanzierung?“, sagte Döring, wie die „Wirtschaftswoche“ am Samstag vorab berichtet.

Döring zufolge hat die SPD-Medienholding ddvg bei der Übernahme der FR 950 Mitarbeiter entlassen, das Betriebsgrundstück zugunsten der FR versilbert und dann einen 50-Prozent-Anteil für 38,9 Millionen Euro an die Kölner Mediengruppe Dumont verkauft.

Die SPD habe demnach über 30 Millionen Euro „auf dem Rücken der bereits entlassenen und der nun zitternden FR-Belegschaft“ verdient. „Warum nimmt die SPD nicht ihren damaligen Erlös, um die FR zu retten?“, so Döring weiter.

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

17.11.2012, 18:19 Uhr

Wen interessiert das Schicksal der FRANKFURTER RUNDSCHAU

Bleiben immer noch mehr als genügend linke Systemblätter am Markt übrig. Wen interessieren da noch die Namen dieser Schmiergazetten.

Account gelöscht!

17.11.2012, 20:23 Uhr

aha. Wusste garnicht dass hier auch so eine Partei-Tochtergesellschaft mitrührte. Wenn das mit der SPD stimmen sollte finde ich das ganz schön skandalös, weil sie quasi gleiche Methoden anwenden wie "Heuschrecken" (Eine Wortkreation der SPD). Aber keine Sorgen ALLE Parteien haben solche Graumarkt-Tochtergesellschaften am Rande der Legalität.

oberheuchler

18.11.2012, 10:14 Uhr

gläubiger ,arbeitnehmer,sozialkassen,arbeitsamtund finanzämter werdeen geprellt,weil die milliardenschwere SPD besitzgesellschaft sich aus der verantwortung stiehlt,indem diese keine liquidation der FR durchführt.

eine rüchsichtslose und verantwortungslose vorgehensweise und peinliches schweigen ihrer untergliederungen und deren wortmächtigen gabriels

auch die gewerkschaften halten die klapppe,ebenso die linspartei,die grünen,die piraten,die sozialverbände und auch spd parteichef gabriel,der erstmal seine abzocker zur ordnung rufen soll ,bevor er die schweizer banken jagen will,der bewegliche oberste globalisierte parteisoldat

die sozen sollten sich ein beispiel an schlecker,alfons nehmen,den sie immer kritisierten ,der jedoch wie ein mann mit seinem vermögen für seine pleiteeinsteht.

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