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21.01.2009

15:02 Uhr

Zeitungsverkauf

Verkauft: Der Londoner „Evening Standard”

Die in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckende traditionsreiche Londoner Zeitung „Evening Standard“ geht in russische Hände. Der Milliardär Alexander Lebedew übernehme für einen symbolischen Preis den Mehrheitsanteil an dem Blatt.

Ist nun in russischen Händen: Der "Evening Standard". Foto: ap ap

Ist nun in russischen Händen: Der "Evening Standard". Foto: ap

HB LONDON. Das teilte der bisherige Eigentümer, der Daily Mail & General Trust (DMGT), am Mittwoch mit. DMGT behalte einen Minderheitsanteil von 24,9 Prozent. Die Beteiligung Lebedews sichere die Zukunft der Zeitung, erklärte DMGT-Chef Martin Morgan. Sein Unternehmen wiederum profitiere von einer Verringerung der Verluste.

Der 1827 erstmals erschienene „Standard“ hat wie die meisten britischen Zeitungen mit einem durch die Wirtschaftskrise drastisch sinkenden Anzeigenaufkommen zu kämpfen. Zugleich machen zahlreiche Gratiszeitungen dem Blatt zu schaffen, das sich überwiegend an Londoner Berufspendler richtet.

Lebedew, der auch Anteile an russischen Banken, Energieunternehmen und der Fluggesellschaft Aeroflot hält, hatte vergangene Woche sein Interesse an großen britischen Zeitungen bekundet. In den 80er Jahren war Lebedew für den russischen Geheimdienst KGB als Wirtschaftsattache seines Landes in London tätig.

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