Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.05.2012

06:52 Uhr

Ziel Weltmarktführer

Lenovo plant Werbeoffensive

VonJoachim Hofer

Der chinesische Computerhersteller will zum Weltmarktführer aufsteigen. Dafür muss das Unternehmen auch im Ausland bekannter werden. In Deutschland planen die Chinesen darum eine breit angelegte Kampagne.

Der chinesischer Hersteller Lenovo will international bekannter werden. AFP

Der chinesischer Hersteller Lenovo will international bekannter werden.

MünchenYang Yuanqing kennt nur ein Ziel, er will aus Lenovo den größten PC-Produzenten der Welt machen. Doch der Vorstandschef des chinesischen Konzerns hat ein Problem: Außerhalb der Heimat ist die Marke noch so gut wie unbekannt. Das gilt auch für Deutschland. Zwar hat der Konzern bei Großkunden einen guten Stand. Viele Privatleute jedoch sind mit dem Label kaum vertraut. Deshalb greift Yang jetzt tief in die Kasse und startet auf dem für den Konzern wichtigen deutschen Markt diesen Sommer eine riesige Werbekampagne.
Vor allem unter den Trendsettern der 18- bis 24-Jährigen wolle sich Lenovo einen Namen machen, sagte Deutschland-Chef Bernhard Fauser dem Handelsblatt. „Wir nutzen alle Werbemöglichkeiten, von TV über Print und Online bis zum Kino.“ Auftakt für die mehrere Millionen Euro schwere Kampagne ist im Juni, zwei weitere Schwerpunkte liegen im Herbst und am Jahresende. Wie viel Geld er genau von der Zentrale in Peking zur Verfügung gestellt bekommt, wollte Fauser allerdings nicht sagen.

Die fünf größten PC-Hersteller

Hewlett-Packard

Die US-Computerschmiede entstand in einer Garage - so die Legende. Heute sind die Amerikaner das umsatzstärkste IT-Unternehmen der Welt. Sie kommen auf einen Marktanteil von 16,9 Prozent.

Acer

Der Name des taiwanesischen Unternehmen kommt aus dem Lateinischen und bedeutet hitzig oder scharf. Im PC-Bereich übernehmen die Taiwanesen mit einem Marktanteil von 12,2 Prozent den zweiten Platz.

Dell

Das Unternehmen von IT-Legende Michael Dell baute 1985 den ersten PC und vertreibt seine Produkte im Wesentlichen selbst. Heute kommen die Texaner auf einen Marktanteil von 11,4 Prozent - Platz 3.

Lenovo

Mit der Übernahme von IBM machte der größte chinesische Computerhersteller Schlagzeilen. Nun soll auch der internationale Markt in Angriff genommen werden. Bisher kommen die Chinesen auf einen Marktanteil von 10,4 Prozent.

Asus

Die Taiwanesen gelten mit ihrem Eee PC als Erfinder des Netbooks. Insgesamt kommt der Konzern auf einen Marktanteil von 5,1 Prozent und schafft es damit knapp in die Top Fünf der größten PC-Hersteller.

Vergangenes Jahr hatte Lenovo zum ersten Mal in Deutschland großflächig geworben, um bekannter zu werden. „Das hat sich ausgezahlt“, sagt Marketing-Chef Alexandre Blumenthal. In Umfragen würden nun viel mehr potenzielle Kunden angeben, den Kauf eines Lenovo-Geräts in Betracht zu ziehen. In der Rangliste der großen IT-Marken habe sich Lenovo von Rang zehn auf Platz sieben verbessert. Ziel sei es, kommendes Frühjahr auf Nummer vier vorzustoßen. Die begehrteste Marke hierzulande ist derzeit Acer, dahinter folgt Apple.

Lenovo ist derzeit der Star unter den PC-Produzenten. Keine große Marke wächst so stark. Im ersten Quartal hat der Konzern fast 30 Prozent mehr Rechner ausgeliefert als im Vorjahr. Den Branchenbeobachtern von Gartner zufolge kommen die Chinesen auf einen Marktanteil von gut 13 Prozent, fast drei Prozentpunkte mehr als 2011. Weltmarktführer ist Hewlett-Packard (HP) mit rund 17 Prozent.

„Wir sind auf gutem Weg zur Nummer eins“, meint Deutschland-Chef Fauser. „Wir konzentrieren uns klar auf Hardware, das zahlt sich aus.“ Einen eindeutigen Fokus sehen auch Experten als Vorteil. „Profillosigkeit ist die größte Gefahr auf dem IT-Markt“, sagt Rudolf Aunkofer vom Marktforscher GfK. Gleichwohl verfolgen Konkurrenten wie HP oder Dell eine andere Strategie. Die US-Wettbewerber bauen ihr Geschäft mit Software und IT-Dienstleistungen aus, weil sie dort mit höheren Margen rechnen.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

thinkpadszuteuer

02.05.2012, 08:17 Uhr

Zu teuer in Deutschland, zu geringe Auswahl.

Wer Lenovo USA kennt, weiss Bescheid.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×