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25.02.2015

13:53 Uhr

Zooplus

Burda plant Abschied vom Tierfutter

Der Tierfutterversand Zooplus boomt. Trotzdem will sich Großaktionär Hubert Burda mittelfristig von dem Unternehmen trennen - auch weil das Geschäft zu wenig zu den übrigen Aktivitäten des Medienkonzerns passt.

Sein Medienkonzern will sich von der Beteiligung an Zooplus trennen. dpa

Verleger Hubert Burda

Sein Medienkonzern will sich von der Beteiligung an Zooplus trennen.

MünchenDer Medienkonzern Hubert Burda will sich mittelfristig von seinem boomenden Tierfutterversand Zooplus trennen. „Wir wollen über die nächsten zwei, drei Jahre bei Zooplus aussteigen“, sagte Burda-Digitalvorstand Stefan Winners im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Möglich sei ein Verkauf an einen Investor oder über die Börse.

Der gut 30-prozentige Anteil von Burda an dem Online-Händler wird am Aktienmarkt mit rund 195 Millionen Euro bewertet. Mit einem Kursanstieg von mehr als 80 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten zählt die Zooplus-Aktie zu den stärksten Titeln im Kleinwerteindex SDax.

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Dabei hat Winners nach eigenem Bekunden keineswegs Zweifel am künftigen Wachstum von Europas größtem Versandhaus für Heimtierbedarf - im Gegenteil. Doch gerade weil das Geschäft so stark wächst, steckt das Unternehmen seine Gewinne lieber in die Expansion, als seine Aktionäre mit Dividenden zu verwöhnen. „Das ist für Zooplus sinnvoll, passt aber nicht in unsere Strategie“, erläuterte Winners. „Wir wollen in Digitalgeschäfte investieren, die auch Dividenden ermöglichen.“ Zooplus hatte sich im November auch mit einer Kapitalerhöhung Geld besorgt, um die Erlöse binnen drei Jahren auf mehr als eine Milliarde Euro zu verdoppeln.

Als zweiten Grund für den geplanten Ausstieg nannte Winners den fehlenden Bezug des Tierfutterhändlers zu den übrigen Aktivitäten von Burda – ein Punkt, den Spötter oft bemängeln. „Zooplus bietet einfach keine Schnittmenge mit unserem Medien- und Digitalgeschäft“, sagte der Manager. Damit unterscheide sich Zooplus etwa von dem Karrierenetzwerk Xing, an dem Burda eine knappe Mehrheit hält. An dem Anteil solle sich nichts ändern. „Xing liefert Inhalte, die wir in unseren Medienangeboten verwerten können“, erklärte Winners. Als Beispiel nannte er ein von Xing ermitteltes Arbeitgeber-Ranking, das derzeit ein Sonderheft von Burdas Magazin „Focus“ füllt.

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