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24.01.2007

19:43 Uhr

Zur Cebit

Vodafone verdoppelt Übertragungsgeschwindigkeit

Vodafone Deutschland verdoppelt die Übertragungsgeschwindigkeit seines Netzes zur Computermesse Cebit Mitte März auf 7,2 Megabit pro Sekunde. Darüber hinaus soll es schon bald eine Lösung geben, mit der Kunden auch mit dem Handy über das Internet telefonieren können.

HB DÜSSELDORF. „Das ist genauso flott wie eine schnelle DSL-Verbindung“, sagte Friedrich Joussen, Deutschlandchef von Vodafone, dem Handelsblatt. Er bringt zur Cebit außerdem ein Navigations-Handy mit eingebautem GPS-Empfänger auf den Markt.

Darüber hinaus arbeitet Vodafone an einer Lösung, mit der Kunden auch mit dem Handy über das Internet telefonieren können. „Wir entwickeln eine Software, die Handynutzung, Internet-Telefonie und Datendienste miteinander verschmilzt“, sagte Joussen. „Unsere Kunden sind dann über eine Nummer am PC und am Handy erreichbar.“

Damit lenkt der Mobilfunker Geschäft auf seinen Konkurrenten, das Festnetz. Denn überall da, wo Gespräche von unterwegs – via Hotspot etwa in Hotels oder Flughäfen - über das Internet laufen, gehen den Mobilfunkern Umsätze verloren. Joussen bleibt dennoch gelassen: „Der Markt bewegt sich in Richtung Pauschaltarif für die Handy-Nutzung – da macht es für unseren Umsatz keinen großen Unterschied, über welches Netz die Gespräche laufen.“ Joussen ist am Mittwoch zum Aufsichtsratchef der Festnetztochter Arcor gewählt worden.

Der Mobilfunknetzbetreiber erwägt nach den Worten Joussens zudem ein weiteres Outsourcing von Geschäftsbereichen. „Wir überlegen, was Kernkompetenzen sind und was Dienstleister zusammen mit uns besser erledigen können“, sagte er. „Das könnten etwa interne Dienstleistungen wie Teile des Einkaufs oder der Buchhaltung sein.“ Die Vodafone-Gruppe hat Ende vergangenen Jahres bereits die Softwareentwicklung der europäischen Gesellschaften ausgelagert. Das Sparpotential bei den Kosten sei aber gering, erklärte Joussen. „Bei den Kosten lässt sich nicht viel einsparen“, sagte er. „Die Gemeinkosten betragen nur 20 Prozent.“

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