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25.01.2006

12:50 Uhr

Zwischenbilanzen

Flash-Chips bei Hynix und STMicro gefragt

Die Halbleiterhersteller Hynix Semiconductor und STMicrolectronics haben im vierten Quartal dank der weltweit hohen Nachfrage nach so genannten Flash-Speicherchips ihren Umsatz gesteigert. Allerdings fiel die Gewinnentwicklung der beiden Infineon-Konkurrenten trotz des Bedarfs der Handy- und Unterhaltungselektronikindustrie unterschiedlich aus.

HB SAN FRANCISCO/SEOUL. Während die koreanische Hynix vor allem auch durch steuerliche Effekte den Reingewinn auf 751 Mrd. Won (rund 635 Mill. Euro) von 186,1 Mrd. Won vor Jahresfrist erhöhte und damit die Analysten überraschte, ging der Überschuss bei STMicro etwas zurück.

„Der Umsatz mit DRAM-Speicherchips hat sich im Zuge der gesunkenen Preise verlangsamt“, teilte Hynix am Mittwoch in Seoul mit. „Aber der Umsatz mit NAND-Flash-Speichern ist rasant gestiegen.“ Solche Chips werden etwa in Digitalkameras, Handys und tragbaren genutzt. Mit den Absatzzuwächsen bei diesen Geräten wächst auch bei den Chip-Herstellern die Nachfrage und macht die eher schleppende Nachfrage nach Chips für Heimcomputer zumeist mehr als wett. Für das laufende Jahr kündigte Hynix zudem Investitionen im In- und Ausland im Volumen von umgerechnet insgesamt rund drei Mrd. Euro an. Die Hynix-Aktie kletterte in Seoul rund eineinhalb Prozent.

Europas zweitgrößter Chiphersteller STMicro musste dagegen im abgelaufenen vierten Quartal einen leichten Gewinnrückgang hinnehmen. Der Nettogewinn sei auf 183 Mill. Dollar oder 20 Cents je Aktie von 187 Mill. Dollar vor Jahresfrist gesunken, teilte das französisch-italienische Unternehmen am späten Dienstagabend mit. In den Zahlen sind laut STMicro Einmalkosten in Höhe von 16 Mill. Dollar enthalten, etwa für Restrukturierungen und Schließungen. Der Umsatz stieg indes auf 2,39 von 2,33 Mrd. Dollar. Dazu trugen besonders die Bereiche „Drahtlos“ und „Datenspeicher“ bei, die prozentual jeweils zweistellig zulegten.

Für das laufende erste Quartal sagte STM einen Umsatzrückgang zum vierten Quartal von sieben Prozent voraus und verwies dabei auf saisonübliche Effekte. Außerdem ging das Unternehmen davon aus, ein durchschnittliches Branchenwachstum von sieben bis zehn Prozent in 2006 zu übertreffen. Bei Analysten kamen die Zahlen gut an. „Die Restrukturierung scheint sich nun langsam in einem leichten Umsatzwachstum und besseren Margen auszuzahlen. Ich denke, sie haben in ihrem Kernbereich nun mehr konkurrenzfähige Produkte als in der Vergangenheit“, sagte Analyst Cody Acree von Stifel Nicolaus. Die STMicro-Aktie verlor im frühen Handel in Paris nur leicht.

Die steigenden Ausgaben der STMicro, die im laufenden Jahr ihr Investitionsbudget auf 1,8 Mrd. Dollar von 1,44 Mrd. Dollar aufgestockt hat, führten am Mittwochmorgen zu einem Kurssprung der ASML-Aktie. Das Papier des Chip-Zubehörherstellers eröffnete rund zwei Prozent fester.

Trotz des Trends zu den bei der Nachfrage schwankungsresistenteren Flash-Chips fiel die Berichtssaison der Branche bislang durchwachsen aus. Während sich STMicro und Hynix stabil behaupteten, fuhren Infineon und die japanische Elpida Memory in den Monaten Oktober bis Dezember hohe Verluste ein.

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