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09.09.2011

15:42 Uhr

Jaguar und Land Rover

Tata-Motor-Chef Carl-Peter Forster tritt zurück

Er war der Herrscher eines indischen Autoreichs, das bis nach Großbritannien reichte. Jetzt ist Carl-Peter Forster als Chef des Autobauers Tata überraschend zurückgetreten. Ein harter Schlag für Jaguar und Land Rover.

Carl-Peter Forster im Jahr 2009 als er noch Europa-Chef des Opel-Mutterkonzerns General Motors war. ap

Carl-Peter Forster im Jahr 2009 als er noch Europa-Chef des Opel-Mutterkonzerns General Motors war.

Der Chef des größten indischen Autoherstellers Tata Motors, Carl-Peter Forster, ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Aus persönlichen Gründen, wie es in einer Erklärung heißt. Forster werde dem Aufsichtsrat des Konzerns mit Sitz in Mumbai jedoch als nicht geschäftsführendes Mitglied erhalten bleiben.

Er bedauere zutiefst, dass es seine persönlichen Umstände nicht mehr ermöglich hätten, seinen Aufgaben nachzukommen, sagte Forster. Einzelheiten wurden nicht bekannt. „Der Aufsichtsrat respektiert die persönlichen Umstände von Carl-Peter (Forster), die zu dieser Entscheidung geführt haben“, erklärte Konzernchef Ratan N. Tata.

Unter der Führung Forsters konnte Tata Motors seinen Profit erheblich steigern. Für das abgelaufene Geschäftsjahr (März 2011) vermeldete das Unternehmen eine Verdreifachung des Gewinns. Dazu
trugen nach Firmenangaben auch Jaguar und Land Rover bei, die unter Tata-Management wieder profitabel wirtschaften.

Allerdings ist die wirtschaftliche Situation des Autobauers in der jüngsten Zeit nicht mehr so rosig. Neben gestiegenen Rohstoffkosten belasten das Unternehmen Zinserhöhungen in Indien. Auch höhere Kosten für Rohstoffe wie Stahl und Kautschuk haben den Gewinn zuletzt belastet.

Forster war im Frühjahr 2010 bei Tata an Bord gegangen. Zuvor war er bis November 2009 Europaboss des US-Konzerns General Motors gewesen. Er verließ den Autobauer im November nach dem geplatzten Opel-Verkauf. Bei Tata sollte Forster Indiens größtem Autobauer den Weg an die Weltspitze weisen. Ungewöhnlich, denn Spitzenjobs werden in Indien fast nur an einheimische Manager vergeben.

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