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06.02.2012

10:29 Uhr

Jain-Nachfolge

Deutsche Bank sucht den neuen Investmenthelden

VonPeter Köhler, Robert Landgraf, Michael Maisch

Bald fällt die Entscheidung darüber, wer in Zukunft die Investment-Sparte der Deutschen Bank leiten soll. Anshu Jain und Jürgen Fitschen entscheiden gemeinsam. Vier Kandidaten haben gute Chancen auf den wichtigen Posten.

Wer wird bei der Deutschen Bank in die Fußstapfen von Anshu Jain treten? Reuters

Wer wird bei der Deutschen Bank in die Fußstapfen von Anshu Jain treten?

Frankfurt/LondonAm vergangenen Donnerstag, auf der Bilanzpressekonferenz, begann für die Deutsche Bank eine neue Zeitrechnung. Josef Ackermann, der Vorstandschef, ist formal zwar noch bis zur Hauptversammlung Ende Mai im Amt. Doch seine Nachfolger, Jürgen Fitschen und Anshu Jain, werden bis dahin immer mehr Aufgaben des Schweizers übernehmen. Schon in dieser Woche wolle man „in Gespräche gehen“, was die künftige Aufgabenverteilung bei Deutschlands größter Bank angeht. Beim Neustart, so viel steht fest, wird es nicht nur Gewinner geben.

Spannend ist vor allem die Frage, wer ab Mai das Investment-Banking leiten wird. Jenen Geschäftsbereich, den zuvor Anshu Jain befehligt hatte. Und wer die weltweite Verantwortung für die Regionen und die Firmenkunden in Deutschland bekommt, bisher Fitschens Bereich. Hoffnungen dürfen sich vier Manager machen, über die das Spitzenduo mit Ackermann diskutieren will.

Dabei gilt offenbar: Nicht nur der Vorstandsvorsitz des größten deutschen Geldhauses soll geteilt werden. Auch das Investment–Banking wird in Zukunft wohl von zwei Managern geführt werden. Endgültige Personalentscheidungen wollen Fitschen und Jain allerdings erst im März treffen, wenn die Diskussionen mit Ackermann abgeschlossen sind, heißt es in Bankkreisen.

Die Arbeitsteilung wird dabei wohl ähnlich aussehen wie früher unter Jain und dem Amerikaner Michael Cohrs, die den Bereich bis zum Sommer 2010 sechs Jahre lang geführt hatten. Jain war damals für das Handelsgeschäft zuständig, Cohrs für die Unternehmensfinanzierung, die Beratung von Übernahmen und Wertpapierplatzierungen sowie für das Transaction Banking, also Zahlungsverkehr und Wertpapierabwicklung.

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Mit der Bilanzpressekonferenz beginnt der Stabwechsel bei der Deutschen Bank. Die Aufmerksamkeit gilt dem gemeinsamen Bild, das Josef Ackermann und seine designierten Nachfolger Jürgen Fitschen und Anshu Jain abgeben.

Für die Leitung des Wertpapierhandels gilt Colin Fan als Favorit, der im Moment für den Bereich Unternehmensanleihen und Schwellenländer verantwortlich ist. Aber auch Michele Faissola, dem Leiter des Geschäfts mit Staatsanleihen und Rohstoffen werden gute Chancen eingeräumt.

Kommentare (9)

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06.02.2012, 11:09 Uhr

Muss es nicht heißen: ... sucht den neuen Investmenthelden?

Ergo

06.02.2012, 11:28 Uhr

Bravo, el Sapo. Grammatik sollte Lehrfach auf der Journalistenschule sein ?!

pendler

06.02.2012, 12:19 Uhr

Also ein Supermann ist schon gefragt, wenn endlich das Zocking (Investment Banking), vom normalen Banking abgetrennt wird.

Nichts spricht gegen das Zocken, aber wenn die Deutschland-GmbH die Giftpapiere des Eigners (USA) aufkaufen müssen, zahlen wir wieder 1 Billion für amerikanische Giftpapiere.


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