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11.11.2014

13:56 Uhr

Jain schlägt Fitschen

Das sind die Top-Verdiener unter Europas Bankern

VonMarcel Bohnensteffen

Der bestbezahlteste Banker Europas kommt von der Deutschen Bank. Anshu Jain kassierte 2013 laut einer Studie zehn Millionen Euro Gehalt. Sein Co-Chef Jürgen Fitschen verdient ebenfalls üppig, fällt im Ranking aber ab.

Anshu Jain hat gut Lachen: Der Co-Chef der Deutschen Bank kassierte im vergangenen Jahr 10 Millionen Euro Jahresgehalt. Der Topwert unter Europas Spitzenbankern. dpa

Anshu Jain hat gut Lachen: Der Co-Chef der Deutschen Bank kassierte im vergangenen Jahr 10 Millionen Euro Jahresgehalt. Der Topwert unter Europas Spitzenbankern.

DüsseldorfDer Co-Chef der Deutschen Bank, Anshu Jain, verdient von allen europäischen Top-Bankern das meiste Geld. Laut einer Erhebung des Finanzmarktanalysten SNL Financial unter den 30 größten Banken Europas kam der 51-Jährige im vergangenen Jahr auf ein Gesamtgehalt von rund 10 Millionen Euro - inklusive aller Boni.

Damit verweist Jain zwei Bankchefs aus Großbritannien auf die nachfolgenden Plätze. Die Bezüge von Stuart Gulliver, der HSBC-Chef, beliefen sich der Studie zufolge insgesamt auf rund 9,5 Millionen Euro. Der Vorsitzende der Lloyds Banking Group, António Horta-Osório, kassierte ein Gesamtgehalt von 8,8 Millionen Euro und befindet sich demnach auf dem dritten Platz.

Die Bezüge von Anshu Jain teilen sich wie folgt auf: 2,3 Millionen Euro Fixgehalt, 150.000 Euro Boni-Zahlungen, sechs Millionen Euro erfolgsabhängige Sonderzahlungen. Der zweite Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, wird in dem SNL-Ranking auf Rang sechs geführt, mit einem Gesamtgehalt von rund 7,3 Millionen Euro.

Die Top-Verdiener unter den Bankern (2013)

Anshu Jain

Deutsche-Bank-Co-Chef Anshu Jain kommt nach einer Studie des Finanzanalysten SNL Finance auf ein Jahresgehalt von 10 Millionen Euro. Das setzt sich zusammen aus einem fixen Einkommen (23 Prozent), Boni (1,5 Prozent), erfolgsabhängigen Prämien (60 Prozent) und Sonderzahlungen (15 Prozent).

Stuart Gulliver

Stuart Gulliver, Chef der HSBC, kassiert rund 9,5 Millionen jährlich. Zusammengesetzt aus 15 Prozent fixem Gehalt, 22 Prozent Boni, 45 Prozent, erfolgsabhängigen Prämien sowie 16 Prozent Sonderzahlungen.

António Horta-Osório

António Horta-Osório von der Lloyds Banking Group darf sich über ein Jahresgehalt von 8,8 Millionen Euro freuen. Davon entfallen 14 Prozent auf das fixe Jahresgehalt, 22 Prozent auf Boni-Zahlungen, 41 Prozent auf erfolgsabhängige Prämien sowie 21 Prozent auf Sonderzahlungen.

Sergio Ermotti

8,7 Millionen streicht Sergio Ermotti (UBS) pro Jahr ein. Sein Einkommen ist wie folgt aufgeteilt: 23 Prozent fixes Jahresgehalt, 9 Prozent Boni, 64 Prozent erfolgsabhängige Prämien sowie 3 Prozent Sonderzahlungen.

Brady Dougan

Brady Dougan von der Credit Suisse verdient etwa 8 Millionen Euro jährlich. Seine Bezüge teilen sich auf auf ein fixes Jahresgehalt (25 Prozent), Boni (35 Prozent), erfolgsabhängige Prämien (39 Prozent) und Sonderzahlungen (1 Prozent).

Jürgen Fitschen

Im Vergleich mit seinem Co-Chef Anshu Jain bleibt Jürgen Fitschen (Deutsche Bank) zwar auf der Strecke. 7,3 Millionen jährlich sind aber noch immer eine sehr passable Ausbeute. Davon stammen 31 Prozent aus dem fixen Jahresgehalt, zwei Prozent aus Boni-Zahlungen, 59 Prozent aus erfolgsabhängigen Prämien und sieben Prozent aus Sonderzahlungen.

Stephen Hester

Ihren früheren Vorstandsvorsitzenden Stephen Hester hat die Royal Bank of Scotland im Jahr 2013 mit etwa sechs Millionen Euro bedacht. 23 Prozent fixes Gehalt, 70 Prozent erfolgsabhängige Prämien, 6,5 Prozent Sonderzahlungen. Zu Boni wurden keine angaben gemacht in der Studie.

Francisco González

Ziemlich gerecht aufgeteilt ist das Jahresgehalt von Francisco González (Banco Bilbao): 38 Prozent fixes Jahresgehalt, 30 Prozent Boni, 30 Prozent erfolgsabhängige Prämien. Für Sonderzahlungen bleiben 0,2 Prozent. macht am Ende etwa 5,2 Millionen Euro Jahresgehalt.

Peter Sands

Peter Sands (Standard Chartered) verdiente im vergangenen Jahr fast dieselbe Summe: 5,2 Millionen Euro. Die ergibt sich aus 24 Prozent fixem Gehalt, 59 Prozent Erfolgsprämien und 16 Prozent Sonderzahlungen.

José Marín

Die Top Ten komplettiert José Marín (Banco Santander). 4,7 Millionen Euro im Jahr kassiert der spanische Banker - 46 Prozent als fixes Gehalt, 21 Prozent aus Boni, 31 Prozent als Erfolgsprämie und ein Prozent aus Sonderzahlungen.

Zuvor hatte bereits die deutsche Investment-Bank Berenberg die Gehälter-Entwicklungen europäischer Top-Banker untersucht. Die Analysten kamen zu dem Schluss, dass die Bezüge zwischen 2008 und 2011 um 28 Prozent gestiegen seien.

Seitdem versucht die EU, das Gehaltsgefüge in der Finanzbranche zu deckeln und ausufernden Boni-Zahlungen zu verhindern. Das schmeckt der Branche offenbar gar nicht. Der stellvertretende Chef der Bank of England, Andrew Bailey, warnt laut SNL-Studie davor, dass Top-Banker angesichts politischer Regulierungen in lukrativere Sparten abwandern könnten.

Kommentare (5)

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Herr Gerhard Achter

11.11.2014, 15:11 Uhr

10 Millionen Euro 2013 und ca. 300 Mio Euro seit 1995 als dieser INDER zur Deutschen Bank kam.
Und was hat er dafür geleistet absolut NICHTS was abzulesen ist am Aktienkurs der Deutschen Bank.

Herr Thomas Behrends

11.11.2014, 15:11 Uhr

"Die Bezüge von Anshu Jain teilen sich wie folgt auf: 2,3 Millionen Euro Fixgehalt, 150.000 Euro Boni-Zahlungen, sechs Millionen Euro erfolgsabhängige Sonderzahlungen."

Worin besteht eigentlich der großartige Erfolg des Herrn Jain im Sinne der Deutschen Bank AG, dass er 6 Mio. erfolgsabhängige Sonderzahlungen einkassieren darf ???

Auf tolle Unternehmensergebnisse der DB kann das jedenfalls nicht zurück zu führen sein !!!

Frau Dr. Max Motte

11.11.2014, 15:35 Uhr

Privatbanken wie "Deutsche Bank" haben das GELDMONOPOL und schaffen Geld per Kredit ( was viele nicht wissen ) aus dem NICHTS und verschulden bzw. versklaven damit die ganze Menschheit!

Geld entsteht nur über Kredit!

Geld = Schuld

Bsp. Sie gehen zu einem Bankster und bekommen einen Kredit über 1000 Euro/Dollar.
Somit wurden eben 1000 Euro/Dollar aus dem NICHTS geschaffen. ( -1% Mindestreserve )

Jeder Euro/Dollar der im Umlauf ist, wurde den Staaten, Unternehmen und Menschen nur geliehen, und muss +Zinsen an die int. Bankster zurückgezahlt werden!

Das GELDMONOPOL der int. Bankster, erzeugt die sozialen Probleme und wirtschaftlichen Krisen, die der Staat bzw. Marionettenregierung vorgibt, zu lösen.

Die Konzentration auf dieses Thema hat aber auch weitreichende "Nebenwirkungen".
Wenn der Bürger erfährt, dass er bezüglich so eines wichtigen Themas wie das Geldsystem jahrzehntelang belogen wurde, wird er auch andere Verlautbarungen des Staates und der staatlichen Bildungseinrichtungen hinterfragen.

Warum erfahren wir in den gleichgeschalteten Konzernmedien nichts über das Geldmonopol bzw. Schuldgeldsystem der int. Bankster?

Da sollte man sich mal die Frage stellen, wem gehören eigentlich die Medien?

Jeder der das nicht versteht, sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" bzw. "Das Zwangsgeldsystem Mario Fleischmann" oder "Prof. Bernd Senf - Tiefere Ursachen der Krise" suchen.

http://www.geldsystempiraten.de/wp/tag/mindestreserve/

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