Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.01.2007

15:31 Uhr

Jauch kritisiert ARD

TV-Moderator unter Aufsicht

Nach dem Scheitern seiner Verhandlungen mit der ARD hat Moderator Günther Jauch die Führungsriege der Sendergemeinschaft scharf kritisiert. Man habe ihn „unter Aufsicht“ gestellt und er habe sich in den vergangenen Monaten zunehmend umzingelt gefühlt von Gremien voller Irrlichtern, Profilneurotikern und Wichtigtuern.

Moderator Günther Jauch während des RTL-Jahresrückblicks 2006. Foto: dpa Quelle: dpa

Moderator Günther Jauch während des RTL-Jahresrückblicks 2006. Foto: dpa

HB HAMBURG. „Ich sollte bei der ARD unter Aufsicht gestellt werden wie in grauer Vorzeit“, sagte der RTL-Star Jauch dem „Spiegel“. „Ich hatte das Gefühl, dass man mich an möglichst kurzer Leine um die Anstalt rennen lassen wollte. Jeder drittklassige Bedenkenträger schlug ein anderes Pflöckchen in den Boden“, sagte Jauch. Am Ende sei er nur noch als Spielball aller möglichen absurden Interessen hin- und hergeschubst worden.

Dennoch habe er lange auf ein gutes Ende der Verhandlungen gehofft, da seine direkten Gesprächspartner, NRD-Intendant Jobst Plog, WDR-Chef Fritz Pleitgen und Programmdirektor Günter Struve, Platzhirsche seien, „die sich zur Not auch allein auf die Lichtung wagen und ihrem Rudel zeigen, wer Herr im Haus ist“, betonte Jauch.

„Aber das nachgeordnete Niederwild reißt mit dem Hintern ein, was die Chefs mit dem Kopf gerade aufgebaut haben.“ Die Verhandlungen mit der ARD bezeichnete Jauch als teuersten Flirt seines Lebens. Sein Projekt einer sonntagabendlichen Polit-Talkshow sei damit definitiv erledigt: „Das Thema ist abgehakt.“

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×