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30.04.2015

13:48 Uhr

Jean Nidetech

Weight-Watchers Gründerin gestorben

Jean Nidetch gründete mit ihren Freundinnen eine Diätgruppe. 1963 wurde aus dieser Gruppe die Firma Weight Watchers, die bis heute der Inbegriff des Abnehmens ist. Nidetch ist nun in Florida gestorben.

Die Gründerin von Weight Watchers, Jean Nidetch, ist im Alter von 91 Jahren gestorben. ap

Jean Nidetch

Die Gründerin von Weight Watchers, Jean Nidetch, ist im Alter von 91 Jahren gestorben.

WashingtonDie Gründerin des Diätunternehmens Weight Watchers, Jean Nidetch, ist tot. Sie sei im Alter von 91 Jahren im US-Bundesstaat Florida gestorben, teilte der Geschäftsführer des Unternehmens, Jim Chambers, am Mittwoch mit. Die 1923 in New York geborene Nidetch kämpfte lange gegen ihre Pfunde und wog als Hausfrau im Alter von 38 Jahren mehr als 90 Kilogramm, als sie beschloss, mit Freundinnen eine Diätgruppe zu gründen.

Nidetch und ihre Gesinnungsgenossinnen trafen sich regelmäßig, hielten ihre Fortschritte beim Abnehmen fest und unterstützten sich gegenseitig. Nidetch verlor auf diese Weise 33 Kilogramm und gründete 1963 Weight Watchers. In ihrer 2009 veröffentlichten Autobiografie schrieb sie, dass sie nach ihrer erfolgreichen Gewichtsabnahme nie wieder mehr als 68 Kilogramm auf die Waage gebracht habe.

Die wichtigsten Kuren

Ayurveda

Auf Om-Wegen zur Umkehr, von der Völlerei zu besserer Gesundheit und tieferem Bewusstsein. Das erhoffen sich viele Promis während einer Ayurveda-Kur. Gibt auch schöne Fotos im Lotussitz. Geht hierzulande – zum Beispiel im Parkschlösschen in Traben-Trabach an der Mosel, wo man Politiker im Bademantel trifft. Oder auch dort, wo die Wiege der Lehre vom Wissen des Lebens steht, in Indien oder Sri Lanka. Wer den Fernflug scheut, trotzdem lieber unter Palmen kurt: Auch auf Mallorca oder auf Teneriffa gibt es Ayurveda-Angebote.

Die Buchinger Methode

Die im Artikel „Marbella Figura“ beschriebene Buchinger-Methode steht für therapeutisches Heilfasten, begleitet - wie die meisten Entschlackungsprogramme - von wohltuenden physiotherapeutischen Behandlungen und Entspannungs-Programmen. In den Kliniken in Überlingen und Marbella sind Promis Stammgäste seit Jahrzehnten.

Detox

Viele Anbieter machen heute Umwege um altbackene Begriffe und werben mit dem cool klingenden Detox für Medical Wellness. Gemeint ist Entgiften. Meist handelt es um Mischangebote aus traditionellen und innovativen Verfahren, aus denen für den Gast ein individuelles Programm zusammengestellt wird. Gibt’s inzwischen an vielen schönen Plätzen in aller, auch der DrittenWelt – und auch schon in Kurzform ambulant in gehobenen Stadthotels.

Die F.X. Mayer Kur

Sie geht auf den österreichischen Arzt Franz Xaver Mayr zurück, der sich, wie auch sein Kollege Otto Buchinger oder der gute, alte Pfarrer Kneipp, zuerst einmal sich selbst heilte, bevor er andere überzeugte. Sein Verfahren ist besonders schonend für die Verdauungsorgane. Doch längst werden nicht mehr altbackene Semmeln gekaut. Stattdessen gibt’s liebevoll angerichtete Gourmet-Kost in kleinen Portionen. Dietmar Bär, bekannt als gewichtiger Hauptkommissar im Kölner Tatort, ermittelt regelmäßig im Bio-Hotel artepuri auf Rügen seinen aktuellen Gesundheitszustand und kommt dort individuellen Gesundheitsrezepten auf die Spur. Auch der Lanserhof am Tegernsee setzt auf die Rezepte von F.X. Mayr. Sein aktueller Schwerpunkt: moderne Männermedizin.

Schroth-Kur

Ein Johannes Schroth hatte die Idee mit den abwechselnden Trink- und Trockentagen. Wobei trocken hier für einen halben Liter trockenen Weißwein steht, was dazu führt, dass die Probanden, die ansonsten nur altbackene Semmel kaufen (dürfen) gut gelaunt bleiben. Zu beobachten im Zentrum der Methode, in Oberstaufen. Abends wird getanzt und geflirtet. Nachts kommt die Schwester mit einem feuchtkalten Wickel und schiebt für Schlaflose eine Video-Kassette rein. Helmut Kohl gilt als der gewichtigster Liebhaber dieses herben Naturheilverfahrens, von demMediziner und Ernährungsexperten abraten. Angela Merkel, Boris Becker und Herbst Grönemeyer sollen’s trotzdem ausprobiert haben.

Turbo-Diäten

Nicht unbedingt empfehlenswert, tauchen meist genauso schnell auf, wie sie wieder verschwinden. Werden oft von Stars, deren Bekanntheitsgrad gerade abnimmt, angewendet um an Prominenz zuzulegen. Aber man kann ja mal versuchen, wenn der kleine Hunger kommt, einfach wie Jennifer Lopez an der Grapefruit zu schnuppern. Macht satt, versichert JeLo. Kollegin Angelina Jolie schwört auf Ingwer-Knoblauch-Wasser, besonders nach der Schwangerschaft. Wer sich kostspielige Aufenthalte in Luxus-Detox-Resorts sparen will, löffelt Kohlsuppe wie Germanys next Top-Model Sara Nuru.

Weight Watchers

Mit den Zähnen malen nach Zahlen: Bei den Gewichtswächtern muss man Punkte zählen. Mit Disziplin. Damit wurde dieses System zu einem der größten Gesundheits-Netzwerken der Welt. Besonders, seit man auch online Abspecken kann. Promis wie Christine Neubauer oder Bärbel Schäfer machten’s vor. Immer beliebter auch beim starken Geschlecht. Zu den Markenbotschaftern gehört auch der einstige Nationaltorhüter Oliver Kahn. Motto: „Verlier wie ein Mann“.

Ihre Abnehmmethode wurde in den USA und darüber hinaus schnell populär. Nidetch verkaufte ihr Unternehmen 1978 an den Nahrungsmittelkonzern Heinz, 1999 ging es an Artal Luxembourg. Das Unternehmen, heute eines der erfolgreichsten im Feld der Diäten und Abnehmprogramme, zählt nach eigenen Angaben Millionen Weight-Watchers-Anhänger weltweit. Demnach werden wöchentlich etwa 36.000 Gruppensitzungen abgehalten.

Konzernchef Jim Chambers würdigte Nidetchs „positiven“ Einfluss auf das Wohlbefinden von „Millionen Menschen auf der Welt“.

Von

afp

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