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21.07.2011

18:59 Uhr

Joachim Hunold

Der schwierige Abschied des Air-Berlin-Chefs

VonEberhard Krummheuer

Die Suche nach einem Nachfolger für Air Berlin Chef Joachim Hunold scheint voran zu gehen. Doch der designierte Nachfolger dürfte mit der Legende Hundolds zu kämpfen haben.

Air Berlin Chef Joachim Hunold gilt als schwieriger Gesprächspartner. Quelle: dpa

Air Berlin Chef Joachim Hunold gilt als schwieriger Gesprächspartner.

Düsseldorf Er gibt den stets lächelbereiten Kumpeltyp, ist mit Legionen von Menschen per Du und feiert gerne mit seinen Mitarbeitern. Doch schon mancher, der sich auf die Zusammenarbeit mit diesem so umgänglichen Typen freute, musste bitter erfahren, dass der Vorstandschef von Air Berlin, Joachim Hunold – genannt „der Achim“ –, nicht unbedingt auch ein angenehmer Chef ist und ein schwieriger Gesprächspartner sein kann.

Für die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft, die unbestreitbar von der Gründung 1991 bis heute Hunolds Werk und Erfolg ist, könnte das zum Problem werden. Allmählich wird es Zeit, für den 61-Jährigen einen geeigneten Nachfolger zu finden. Jetzt wurde in Medienspekulationen ein weithin Unbekannter für die Nachfolge aus dem Hut gezaubert: Paul Gregorowitsch. Der 54-jährige ist Chef der Amsterdamer Martinair. Zuvor war er maßgeblich an der Zusammenführung von Air France und KLM beteiligt.

Der Niederländer hat 30 Jahre Luftfahrt- und Menschenerfahrung. Sicher genug, um zunächst als Vertriebsvorstand und dann als Hunold-Erbe anzutreten. Dass er – wie kolportiert wird – zum 1. September kommt, wollte Air Berlin weder dementieren noch bestätigen. Doch wann immer Gregorowitsch antreten sollte: Seine Aufgabe wird keine einfache. Einerseits muss er eine Airline mit roten Zahlen wieder flügge machen, andererseits mit Hunold zumindest für die Übergangszeit klarkommen. Der führe den an der Londoner Börse notierten Konzern wie sein Familienunternehmen – obwohl ihm nur noch ein kleines Aktienpaket gehört –, delegiere ungern Entscheidungen, neige zu Beratungsresistenz, heißt es im Unternehmen.

Kommentare (1)

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Kekkonen

22.07.2011, 17:11 Uhr

Ich mache mir um Herrn Hunold und seiner Air Berlin keine Sorgen.
Es gibt so einige Fluggesellschaften, die in ROTEN ZAHLEN fliegen.
Die "Air Berlin" wird sich wieder erholen und in nicht zu langer Zeit SCHWARZE ZAHLEN schreiben, da bin ich mir sicher.

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