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28.09.2016

18:01 Uhr

Jobchancen Herbst 2016

Wer von der Stellenflut besonders profitiert

VonJürgen Ulbrich

Seit Anfang Juli steigt die Zahl der angebotenen Jobs stetig und erreicht einen neuen historischen Höchststand. Unternehmen ringen massiv um Talente: In diesen Bereichen können Bewerber aktuell nur gewinnen.

Die Zahl der Stellenangebote ist riesig. Fotolia.com

Grund zum Jubeln

Die Zahl der Stellenangebote ist riesig.

KölnJobs ohne Ende: Von Januar bis August 2016 stieg die Zahl der angebotenen Stellen um 23,34 Prozent, während die Bewerberzahlen um 6,33 Prozent zurückgingen. In elf der 18 untersuchten Berufsfelder fiel der Zuwachs des Job-Angebots sogar noch höher aus als am gesamten Arbeitsmarkt, in keinem einzigen ging im Vergleich zu Januar die Zahl der ausgeschriebenen Stellen zurück. So bieten sich gut ausgebildeten und berufserfahrenen Fachkräften ausgezeichnete Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.

Optimistisch sind auch die Unternehmer: Die Stimmungslage ist so gut wie seit zwei Jahren nicht mehr, beweist der ifo-Geschäftsklimaindex. Die Erwartungslage für die kommenden Monate ist hoch – im Verarbeitenden Gewerbe, im Groß- und Einzelhandel und im Bauhauptgewerbe besonders. Das schlägt sich in den Stellenbörsen nieder: Es hagelt Angebote im Bereich Bauwesen & Immobilien, saisonbedingt (noch) im Bereich Gastronomie/Tourismus und in der IT. Die Digitalisierung wird die Situation weiter verschärfen. Erwartungsgemäß hat zudem der Gesundheitssektor viele offene Stellen, die nicht gedeckt werden können.

Nie waren die Zeiten für wechselwillige Fachkräfte besser, das Job-Angebot hat im August 2016 den höchsten von karriere.de gemessenen Wert erreicht. Da gleichzeitig die Bewerberzahlen seit Juni stark rückläufig sind und im August auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2013 fielen, haben Bewerber jetzt die Qual der Wahl. Grafik: karriere.de

Jobs

Nie waren die Zeiten für wechselwillige Fachkräfte besser, das Job-Angebot hat im August 2016 den höchsten von karriere.de gemessenen Wert erreicht. Da gleichzeitig die Bewerberzahlen seit Juni stark rückläufig sind und im August auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2013 fielen, haben Bewerber jetzt die Qual der Wahl. Grafik: karriere.de

Deutlich sichtbar ist, dass es an geeignetem Personal mangelt, denn nicht erst seit Beginn des zweiten Halbjahrs 2016 bleiben sehr viele ausgeschriebene Stellen unbesetzt. Die Rahmenbedingungen für Unternehmen, die händeringend nach Fachpersonal suchen, haben sich sogar noch verschlechtert, denn seit Juli übertrifft das Job-Angebot insgesamt die Nachfrage – und die Schere wird bei sinkenden Bewerberzahlen größer.

Das karriere.de-Ranking der 18 untersuchten Berufsfelder zeigt, wie das Job-Angebot prozentual zugenommen hat, wie sich die Bewerbernachfragen im gleichen Zeitraum verändert haben und setzt beide Angaben ins Verhältnis zueinander.

Verlierer gibt es zurzeit keine, doch in einigen Berufsfeldern erhöht der – gegenüber dem Gesamtmarkt zum Teil deutliche – Bewerberzuwachs den Konkurrenzdruck. Dies ist zum Beispiel im Bereich Bildung & Sozialberufe der Fall: Hier ist das Bewerberinteresse wesentlich größer als die Nachfrage, die seit rund zwei Jahren auf einem gleichen Level verharrt und die immer wieder nach oben ausschlagende Bewerberzyklen kaum befriedigen kann.

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