Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.01.2011

17:06 Uhr

Jobs Vertreter

Tim Cook – das „Genie hinter Steve“

Steve Jobs nimmt eine Auszeit – und ein alter Bekannter übernimmt vorübergehend das Kommando. Tim Cook vertritt den Apple-Übervater nicht zum ersten Mal. Das „Genie hinter Steve“ gilt wie Jobs als öffentlichkeitsscheuer Workaholic – und oft ähnlich schwierig im Umgang.

Jobs-Vertreter Cook: "Manche können die gar nicht mehr auseinanderhalten". Reuters

Jobs-Vertreter Cook: "Manche können die gar nicht mehr auseinanderhalten".

HB CUPERTINO. Normalerweise steht Tim Cook tief im Schatten der übergroßen Figur von Steve Jobs, des Apple-Gründers, Chef-Visionärs und begnadeten Verkäufers. Jetzt liegt es aber wieder an ihm, Apple auf Kurs zu halten: Jobs (55) muss wegen nicht näher genannter Gesundheitsprobleme wieder eine Auszeit nehmen.

Dass er den Laden im Griff hat, hatte Cook bereits 2009 bewiesen, als er seinen Chef bei dessen vergangener Krankheit ein halbes Jahr lang vertrat. Unter Cooks kommissarischer Leitung von Januar bis Juni 2009 legte der Kurs der Apple-Aktie um etwa 70 Prozent zu.

Neben Jobs gilt der 50-Jährige als einer der wichtigsten Architekten des wirtschaftlichen Erfolgs des Computer- und iPhone- Herstellers. Als für das Tagesgeschäft zuständiger Chief Operating Officer sorgt er dafür, dass nach der Umsetzung der kühnen Visionen am Ende des Tages schwarze Zahlen in den Büchern stehen. Das US- Magazin „Fortune“ würdigte Cook als „das Genie hinter Steve“.

Jobs holte den Compaq-Manager im Jahr 1998 zu Apple - und Cook griff beim damals ums Überleben kämpfenden Unternehmen schnell durch. Er schloss eigene Produktionswerke und setzte auf Auftragsfertiger.

Er ließ die Lagerbestände von Monaten auf Tage schmelzen. Das half Apple, bei dem schnellen Modellwechsel in der Elektronik Branche keine Auslaufgeräte als Altlasten herumliegen zu haben. So wurde Cook zu Jobs' rechter Hand. „Manche bei Apple können die beiden auf dem Campus schon gar nicht mehr auseinanderhalten“, juxte einmal ein Analyst aus dem Silicon Valley.

Ähnlich wie Jobs gilt Cook als öffentlichkeitsscheuer Workaholic, der auch mal E-Mails mitten in der Nacht verschickt – und oft ähnlich schwierig im Umgang ist. Cooks Management-Stil illustrierte „Fortune“ mit folgender Anekdote aus den 90er Jahren. Apple-Manager um Cook beraten über ein Problem in Asien. „Das ist schlimm“, sagt er. „Jemand sollte sich direkt in China darum kümmern.“ Eine halbe Stunde später blickt er einem der Anwesenden ins Gesicht und fragt: „Warum sind Sie eigentlich noch hier?“.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Zeitzeuge

18.01.2011, 00:37 Uhr

Genie? Massen-Verdummungskünstler!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×