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21.08.2013

11:41 Uhr

Jobsuche

Das verrät die Stellenanzeige über den Arbeitgeber

VonMiriam Bax

Die Stellenanzeige ist viel mehr, als nur ein Anforderungskatalog für Bewerber. Wer zwischen den Zeilen liest, kann besser abschätzen, wen das Unternehmen wirklich sucht und ob sich die Bewerbung lohnt.

Auf der Suche nach einem neuen Job, bekommen Bewerber zahlreiche Stellenanzeigen zu sehen. In Zeitungen oder im Internet - wer genau hinschaut, punktet bei der Bewerbung. Foto: Fotolia

Auf der Suche nach einem neuen Job, bekommen Bewerber zahlreiche Stellenanzeigen zu sehen. In Zeitungen oder im Internet - wer genau hinschaut, punktet bei der Bewerbung. Foto: Fotolia

KölnWer auf Jobsuche ist, tut gut daran, die Stellenanzeige vor der Bewerbung genau zu prüfen. Denn wo das Unternehmen nach Bewerbern sucht, ist ebenso aufschlussreich wie die Formulierungen der Stellenanzeige. Die wichtigsten Anhaltspunkte für Bewerber.

Wo veröffentlicht das Unternehmen die Stellenanzeige?

Wo Unternehmen ihre Anzeigen schalten, lässt interessante Rückschlüsse zu. Der einfachste Schritt für ein Unternehmen ist schlicht die Platzierung auf der eigenen Webseite. Die inhaltliche und formale Gestaltung ist individuell, es geht schnell und kostet nichts. Laut einer  Umfrage des Branchenverbands Bitkom tun dies genau 69 Prozent der Unternehmen. Somit ist die Stellenanzeige auf der eigenen Webseite ein guter Indikator dafür, wie viel Mühe sich ein Unternehmen mit der Personalsuche gibt. Manche Unternehmen schalten ihre Offerten oft bewusst ausschließlich im Karrierebereich der eigenen Webseite: „Damit sollen gezielt Branchenkenner angesprochen werden“, so Karriereberaterin Svenja Hofert.

Schritte zu Ihrem Traumjob

Die Firma wechseln

Wenn Ihr Beruf gut zu Ihnen passt und das Richtige für Sie ist und Ihre Unzufriedenheit daher kommt, dass Ihre Lebensmotive sich nicht mit der Philosophie Ihres Arbeitgebers in Einklang bringen lassen, machen Sie den gleichen Job in einem Unternehmen oder einer Branche, die besser zu Ihnen passt!

(Quelle: Angelika Gulder, „Finde den Job, der dich glücklich macht“)

Die Umstände verändern

Wenn das Unternehmen, in dem Sie beschäftigt sind, wunderbar zu Ihnen passt, Sie aber mit Ihrer Tätigkeit nicht mehr zufrieden sind, könnten Sie versuchen, in Ihrem aktuellen Job mehr von Ihrer Berufung zum Ausdruck zu bringen oder innerhalb des Unternehmens, wenn es möglich ist, eine neue Stelle zu finden. Und wenn Sie sich zum Beispiel mehr Internationalität wünschen, fragen Sie nach, ob Sie für Ihr Unternehmen einige Zeit ins Ausland gehen können!

Die Stufe wechseln

Möglicherweise ist Ihnen klar geworden, dass Sie nur unzufrieden sind, weil Sie eigentlich schon lange einen Schritt auf der Karrieretreppe nach oben gehen wollten, sich aber bisher immer mit dem zweiten Platz zufrieden gegeben haben. Jetzt möchten Sie mehr Verantwortung und sind sicher, dass Sie auf die nächste Ebene gehören. Dann machen Sie den nächsten Karriereschritt!

Den Beruf wechseln

Vielleicht haben Sie auch erkannt, dass Sie dort, wo Sie sind, nicht hingehören. Nicht in das Unternehmen, die Branche, die Tätigkeit und zu den Menschen, die Sie umgeben. Dann hilft nur eins: Ein Neustart! Machen Sie eine Weiterbildung, bewerben Sie sich als Quereinsteiger auf Ihren Traumjob oder machen Sie sich mit einer Idee, die zu Ihnen und Ihrer Berufung passt, selbstständig!

Um die vakanten Positionen breiter zu streuen, nutzen Unternehmen in der Regel zusätzliche Kanäle wie Online Stellenbörsen (laut Bitkom 80 Prozent), Printanzeigen in Zeitungen oder Fachzeitschriften sowie die Dienste von Headhuntern. Doch das hat seinen Preis. Ein Headhunter kann eine Gage von 25 bis 33 Prozent des Jahresgehalts des vermittelten Kandidaten verlangen. Eine Printanzeige kostet je nach Zielmedium rund 10.000 Euro. Die Veröffentlichung in einer Online Jobbörse ist für Unternehmen je nach Konditionen bereits für 500 Euro möglich. In Online Stellenbörsen stöbern die meisten Jobsuchenden.

Das Alter der Stellenanzeige
Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Dies gilt auch für Bewerbungen und auch dann, wenn eine Bewerbungsfrist in der Anzeige ausgeschrieben wurde. Denn Bewerbungen sind zu einem Massengeschäft geworden. Laut Personalmanager Ralf-Michael Zapp gebe es durchaus Unternehmen, die den Bewerbungen, die erst kurz vor Ende der Frist eingehen, wenig bis gar keine Beachtung mehr schenken. Bewerber reizen also besser nicht zwangsläufig die Bewerbungsfrist aus, sondern lassen dem Unternehmen ihre Unterlagen zügig zukommen.

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

21.08.2013, 12:13 Uhr

Ich glaub nicht, dass die Autorin schon mal versucht hat, eine Stellenanzeige zu formulieren.
Die meisten Unternehmen wissen sehr genau, was und wen sie suchen - nur dank der gängigen Rechtsprechung dürfen sie das nicht in die Anzeige schreiben.
Und egal wie genau sie sind - sie erhalten als Unternehmen eine Flut von Bewerbungen von Bewerbern, die nicht im mindesten für den Job geeignet sind.
Es gibt immer Bewerber, die tatsächlich auf das Profil passen - zu 100%.

global

21.08.2013, 12:56 Uhr

Als Bewerber sollte man sich auch einen Blick ins Handelsregister gönnen; oftmals kann man feststellen,
daß das suchende Unternehmen kaum in der Lage ist die hohen
Ansprüche ordnungsgemäß zu entlohnen.

Account gelöscht!

21.08.2013, 13:30 Uhr

Was bitteschön sagt den das Handelsregister über die Wirtschaftskraft eines Unternehmens aus? Nichts!

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