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30.09.2013

18:35 Uhr

Jobsuche

Tipps für Online-Formulare

VonMiriam Bax

Ist die ideale Stelle einmal gefunden, treffen Bewerber immer öfter auf Online-Bewerberformulare. Internationale Konzerne setzen schon lange darauf. Wir sagen Ihnen, was zu beachten ist, um beim Personaler zu punkten.

Online-Bewerbungen sind mittlerweile der Trend. Unternehmen bieten Bewerbern Online-Formulare - so kann besser selektiert und verglichen werden. Foto: Fotolia

Online-Bewerbungen sind mittlerweile der Trend. Unternehmen bieten Bewerbern Online-Formulare - so kann besser selektiert und verglichen werden. Foto: Fotolia

KölnWer die Stellenanzeigen des Handelsblatt Jobturbo durchstöbert, begegnet darin immer häufiger der Aufforderung, sich ausschließlich über das unternehmenseigene Formular zu bewerben. Derartige Bewerbungsformulare anstelle der gängigen Bewerbungsmappe oder E-Mail-Bewerbung liegen im Trend. In großen Unternehmen wie BMW, BASF, Allianz oder Siemens mit hohem Bewerberaufkommen ist dies bereits Usus. „Wer in Konzernen arbeiten will, kommt an den Formularen nicht vorbei“, schreibt Karriereberaterin Svenja Hofert in ihrem Karriereblog.

Für Unternehmen liegt der Vorteil primär in einem effizienten und transparenten Recruiting Management. Bewerberinfos werden automatisch in Datenbanken erfasst, Bewerbungsmappen sichten und manuelles Einpflegen ist überflüssig. Personaler können sich relevante Kandidaten gezielt herauspicken und so besser vergleichen.

Dass auch die Jobsuchenden profitieren können, erklärt Sven Laumer von der Universität Bamberg und Mitautor der Studie „Recruiting Trends 2013“ des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Frankfurt a.M. in Kooperation mit der Jobbörse Monster: „Als Beispiel verweise ich immer gerne auf meine eigenen Erfahrungen: Zur gleichen Zeit habe ich Bewerbungen online per Formular und als Bewerbungsmappe per Post an unterschiedliche Unternehmen basierend auf deren Wunsch verschickt. Die schriftliche Bestätigung, dass meine Bewerbungsmappe eingegangen ist, kam zu dem Zeitpunkt, als ich auf Grund meiner Online-Bewerbung bereits einen Arbeitsvertrag vorliegen hatte. Für das Unternehmen war ich somit als Kandidat verloren, da die Bearbeitungszeit intern zu viel Zeit in Anspruch genommen hat.“

Tipps für Bewerbung und Einstieg

Keine zweite Chance für einen ersten Eindruck

Wer beim ersten Gespräch unangenehm auffällt, für den gibt es keine zweite Chance. Wir beurteilen Menschen in den ersten drei bis fünf Sekunden- dieser Eindruck bleibt haften. Personalreferenten wissen: Wer schon beim Vorstellungsgespräch ein Gespür dafür hat, was angemessen ist, der wird auch im Job Situationen richtig einschätzen.

Wer ruft wen an?

Das Bewerbungsgespräch ist gut überstanden. Jetzt beginnt die nächste Zitterpartie: Habe ich das Rennen gemacht? Soll ich nachfragen oder abwarten? Wer nicht tagelang das Telefon fixieren möchte, sollte dies schon beim Gespräch klären. Sagen Sie, dass Sie interessiert sind und fragen Sie, wie es weiter geht.

Bewerbungs-Outfit

Wenn Sie nicht gerade in einer Kinderkrippe oder für eine Rockband vorstellen, gilt für die meisten Branchen: Männer tragen Anzug und Frauen ein Kostüm. Bis Sie ein Gefühl dafür haben, wie Ihre Kollegen erscheinen, sollten Sie das beibehalten.

Die ersten Wochen

Nachwuchskräfte aufgepasst! Unsicherheit mit Coolness zu überspielen klappt nicht. Fragen Sie erfahrene Kollegen, lernen Sie die Gepflogenheiten des Unternehmens kennen. Üben Sie sich in Bescheidenheit- das erste große Projekt kommt bestimmt, und dann können Sie Ihrem Übermut freie Fahrt gewähren.

Auch wenn Sie privat andere berühren oder Gespräche aus nächster Nähe führen- kommen Sie Kollegen und Geschäftspartnern nicht zu nahe! Die Distanzzone liegt bei einigen bis zwei Metern.

Wer ist der Neue?

Neue Kollegen bedeuten Stress für alle, denn Ihre Mitarbeiter sorgen sich vielleicht, dass ihre Routine durcheinandergewirbelt wird oder dass ihr Job in Gefahr ist. Sympathiepunkte sammelt man jetzt durch Interesse und Respekt. Tipp: Schmeicheln Sie den neuen Kollegen, und machen Sie Bemerkungen über vergangene Projekte, die Ihnen gefallen haben.

Das gekonnte Selbstmarketing

Der erste Tag ist fast überstanden, dann soll man sich in großer Runde vor allen Kollegen vorstellen. Bereiten Sie sich gut vor. Wichtig ist, Berufserfahrung und Ausbildung sachlich und Knapp auf den Punkt zu bringen. Lenken Sie die Aufmerksamkeit dabei auf Ihre größten Erfolge. Verkaufen Sie nicht mehr, als Sie liefern können.

In der Ruhe liegt die Kraft

Nur wer in Stress- Situationen Höflichkeit und Respekt wahrt, beweist, dass er umgänglich ist. Auch wenn es schwerfällt, sollten Sie Verärgerung nicht offen zeigen. Eine wutverzerrte Miene wirkt nicht souverän. Hören Sie sich die Argumente Ihres Gegenübers ruhig an. Beschreiben Sie, was Ihnen Probleme macht, ohne Kollegen zu beschuldigen.

Richtiger Umgang mit Mails

Gerade wenn man seinen Ansprechpartner nicht kennt, verfällt man oft in gestelztes Briefdeutsch. Besser ist es, so zu formulieren, wie man es mündlich tun würde. Allerdings sollte ein guter Ton gewahrt bleiben: Verzichten Sie unbedingt auf saloppe Smileys und auf Abkürzungen („MFG“ statt „Mit freundlichen Grüßen“). So viel Zeit sollte sein.

Grundkurs Netikette

Nur weil es eine E-Mail ist, sollten Sie nicht automatisch "Hallo Frau Meyer" oder "Lieber Herr Müller" schreiben. Das "Sehr geehrte Frau Schulze" ist durchaus nicht altmodisch. E-Mails erreichen ihre Adressaten schnell- das heißt aber nicht, dass diese ebenso schnell antworten müssen. Geben Sie ihnen zwei bis drei Tage Zeit, oder vermerken Sie in der E-Mail, dass es eilt. Entgegen allen Gerüchten: Großbuchstaben sind noch nicht aus der Mode. Rechtschreibung und Grammatik sind auch bei E-Mails essenziell.

Ordnung muss sein! Vergessen sie nie eine aussagekräftige Betreffzeile, denn die hilft dem Empfänger, seine E-Mail-Flut zu ordnen. Anlagen sollten Sie in gängigen Dateitypen verschicken und darauf achten, dass Sie mit großen Datenmengen nicht das Postfach des Adressaten verstopfen.

Entspannungsphase

Im Meetingraum, beim Geschäftsessen oder bei offiziellen Anlässen dürfen Sie Ihr Jackett oder ihre Kostümjacke erst ablegen, wenn die Gastgeber Sie dazu auffordern oder es vormachen. Stoßen sie zu einer Gruppe, die sich bereits "entspannt", fragen Sie erst. Werden Ihnen Getränke angeboten, sollten Sie annehmen. So geben Sie Ihrem Gegenüber die Möglichkeit, ein guter Gastgeber zu sein. Mit exotischen Wünschen (Bananensaft, Brennnessel-Tee) bringen Sie Ihren Gastgeber allerdings in Verlegenheit.

Quelle: www.trust-wi.de

Vorteil für den Bewerber ist zudem, dass keine Material- oder Portokosten für eine Bewerbungsmappe anfallen. Auch an Gestaltung, Layout oder sinnvolle Gliederung der Bewerbung muss kein Gedanke verschwendet werden. Außerdem kann der Bewerber meist den Status der Bearbeitung seiner Bewerbung verfolgen.

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