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19.03.2018

16:07 Uhr

Johan Vanneste

Belgier wird neuer Chef am Kölner Flughafen

Einstimmig wurde Johann Vanneste zum neuen Chef des Kölner Flughafens gewählt. Der Belgier soll einen Kulturwandel einläuten.

Der Belgier führt aktuell noch den Flughafen Luxemburg. Sein Dreijahresvertrag in Köln soll spätestens am 1. Juni beginnen. dpa

Johan Vanneste

Der Belgier führt aktuell noch den Flughafen Luxemburg. Sein Dreijahresvertrag in Köln soll spätestens am 1. Juni beginnen.

KölnDer belgische Luftfahrt-Manager Johan Vanneste wird neuer Chef am Flughafen Köln/Bonn. Die Entscheidung im Aufsichtsrat des Unternehmens sei einstimmig gefallen, sagte der Vorsitzende des Kontrollgremiums, Friedrich Merz, am Montag in Köln. „Wir verbinden mit Herrn Vanneste auch einen Kulturwandel“, sagte der frühere CDU-Politiker.

Das betreffe sowohl den Umgang mit den 1800 Mitarbeitern des Flughafens, als auch „die Kommunikation nach außen“. Im vergangenen Jahr hatte der langjährige Flughafen-Chef Michael Garvens den Airport nach einem in der Öffentlichkeit eskalierten Streit verlassen.

Vanneste ist 57 Jahre alt und führt aktuell noch den Flughafen Luxemburg. Sein Dreijahresvertrag in Köln soll spätestens am 1. Juni beginnen. Der Belgier ist gelernter Ingenieur für Flugzeugbau, hat in den Niederlanden studiert und auch schon für verschiedene Fracht- und Personenfluggesellschaften gearbeitet.

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Sein Vorgänger Garvens hatte den Chefposten Ende 2017 geräumt. Vorausgegangen war ein erhebliches Hickhack. Zunächst war Garvens als Leiter des Airports angesichts einer Untersuchung über mögliche Unregelmäßigkeiten vorläufig beurlaubt worden.

Auch die Kölner Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen wegen Untreue auf. Garvens pochte aber auf Weiterbeschäftigung und kehrte nach einer einstweiligen Verfügung des Landgerichts Köln zu seinen Gunsten an seinen Arbeitsplatz zurück. Die Vorwürfe wies er vehement zurück. Schließlich gingen beide Seiten dann doch getrennte Wege.

Die Aufarbeitung der Vorgänge laufe weiterhin, betonte Merz. Sowohl strafrechtlich relevante Sachverhalte als auch zivil- und arbeitsrechtliche Konsequenzen würden untersucht. Ein Abschlussbericht werde bei einer Aufsichtsratssitzung am 29. Juni vorliegen. Dann werde man auch über mögliche Schadenersatzforderungen Beschlüsse fassen.

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dpa

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