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28.05.2014

13:57 Uhr

Kai-Uwe Ricke

Ex-Telekom-Chef rückt in Zalandos Aufsichtsrat

Umbau bei Zalando: Kai-Uwe Ricke zieht in den Aufsichtsrat ein, ebenso drei Vertreter der Arbeitnehmer. Die Gerüchte um einen Börsengang halten sich hartnäckig – Zalando wäre derzeit fast vier Milliarden Euro wert.

Ein prüfender Blick: Kai-Uwe Ricke führte vier Jahr lang die Telekom, nun folgt er auf Martin Weber im Zalando-Aufsichtsrat. Reuters

Ein prüfender Blick: Kai-Uwe Ricke führte vier Jahr lang die Telekom, nun folgt er auf Martin Weber im Zalando-Aufsichtsrat.

FrankfurtDer Online-Händler Zalando holt den früheren Deutsche-Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke in den Aufsichtsrat. Der 52-Jährige, der die Telekom von 2002 bis 2006 führte, werde im Kontrollgremium die Nachfolge von Martin Weber antreten, teilte Zalando am Mittwoch mit. Weber ist Manager beim Verlag Holtzbrinck – einem der ersten Zalando-Investoren.

Da das Versandhaus sich wie angekündigt die Rechtsform der Europäischen Aktiengesellschaft SE gibt, ziehen zudem drei Vertreter der Arbeitnehmer in das Gremium ein: Christine de Wendel für Frankreich, Christoph Stark aus dem Logistik-Bereich und Benjamin Krümel aus dem Mode-Einkauf.

Warum die Deutschen Online-Shopper sind

Eine Welt ohne Online-Shopping?

„Aus heutiger Sicht wäre das der Weg zurück in die Steinzeit“, lautete eine Antwort auf diese Frage. E-Commerce hat sich fest in den Alltag der meisten Menschen integriert. Die Deutschen sind insgesamt besonders positiv eingestellt. 61 Prozent der Deutschen Online-Shopper möchten auf diese bequeme Art des Einkaufs nicht mehr verzichten.

Faktor Zeit

„Zu den Zeiten einkaufen, die in mein Leben passen“ nennen in Deutschland vier von fünf Konsumenten als wichtigsten Vorteil. Eine echte Zeitersparnis haben 57 Prozent festgestellt. Mehr Zeit zu haben, empfinden dabei die meisten Deutschen als eine Entlastung im Alltag: 63 Prozent geben an, „viel weniger Stress beim Einkaufen als früher in der Stadt“ zu haben. 55 Prozent geben an, sich entspannter zu fühlen.

Faktor Angebotsvielfalt und Preis

„Genau das Produkt, das ich suche“ finden in der Regel zwei Drittel der Online-Shopper. Und zwar sehr schnell und zum günstigsten Preis. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) gibt an, im Internet oft besonders individuelle Produkte zu finden, 62 Prozent schätzen es, dass sie Produkte finden, „die man im Geschäft beziehungsweise via Katalog nicht bekommen würde“.

Faktor Selbstbestimmung

Die Mehrheit der Käufer erlebt sich im Internet als „empowered consumer“. Zwei Drittel der Online-Shopper halten sich für besser informiert über Angebote und Preise als früher, nutzen gerne Bewertungen anderer Kunden und meinen, dass Konsumenten heute durch Kommentarfunktion und Empfehlungen beim Online- Kauf viel mehr Einflussmöglichkeiten haben.

Quelle: Studie im Auftrag der Deutschen Post: Einkaufen 4.0  - der Einfluss von E-Commerce auf Lebensqualität und Einkaufsverhalten

Anfang Mai hatte es in Finanzkreisen geheißen, dass das Berliner Unternehmen die Investmentbanken Credit Suisse, Morgan Stanley und Goldman Sachs mandatiert habe, um einen Börsengang im September vorzubereiten. Zalando gilt schon länger als Kandidat für einen Börsengang in diesem Jahr.

Die schwedische Beteiligungsfirma Kinnevik, die mit 36,5 Prozent größter Zalando-Gesellschafter ist, hatte ihren Anteil zuletzt mit knapp 1,4 Milliarden Euro bewertet. Auf dieser Basis wäre der Online-Händler fast 3,8 Milliarden Euro wert.

Von

rtr

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