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01.12.2014

22:57 Uhr

Kapitalsuche

Uber heuert Goldman Sachs für Investorenjagd an

Uber sucht nach Geldgebern: Zur Investoren-Suche soll der Fahrdienst-Vermittler laut einem Bericht die US-Investmentbank Goldman Sachs angeheuert haben. Wo das Geld hinfließen soll, steht bereits fest.

Geldgeber gesucht: Der Fahrdienst-Vermittler Uber soll dafür Goldman Sachs beauftragt haben. dpa

Geldgeber gesucht: Der Fahrdienst-Vermittler Uber soll dafür Goldman Sachs beauftragt haben.

New YorkDie US-Investmentbank Goldman Sachs sucht laut einem Medienbericht nach Geldgebern für Uber. Der Fahrdienst-Vermittler habe die US-Investmentbank angeheuert, um vermögende Investoren anzuwerben, berichtete das Magazin „Fortune“ am Montag in seiner Online-Ausgabe.

Goldman Sachs habe bereits Infopakete an Klienten verschickt, heißt es ohne Angabe konkreter Quellen. Die Bank soll Uber-Wandelanleihen anbieten, die ein Volumen von Hunderten Millionen Dollar einbringen könnten. Das Geld sei unter anderem für die internationale Expansion des Unternehmens gedacht.

Der Streit um Uber

Vermittlung gegen Provision

Uber vermittelt über seine Smartphone-App Uber Pop zwischen Fahrern und Gästen – dafür kassiert das Unternehmen eine Provision, die in der Regel 20 Prozent des Fahrpreises beträgt.

Konkurrenz für Taxifahrer

Der Fahrdienst macht der Taxi-Branche Konkurrenz. Er expandiert aggressiv, in Deutschland bedient er große Städte wie Berlin, Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf. Das Unternehmen hat seit der Gründung 2009 rund 3,9 Milliarden Dollar Kapital erhalten, unter anderem von Google und Goldman Sachs.

Streit um offizielle Papiere

Streit gibt es vor allem um den Dienst Uber Pop, über den private Autobesitzer Fahrdienste anbieten (über Uber Black bekommen Nutzer Mietwagen mit Fahrer). In Deutschland haben mehrere Gerichte das Angebot zwischenzeitlich verboten. Viele Chauffeure haben keinen Personenbeförderungsschein – den brauchen sie aber, um auf gewerblicher Basis Fahrgäste befördern zu dürfen.

Nur eine Mitfahrzentrale?

Uber stuft die Fahrten als Mitfahrgelegenheiten ein: Wer als privater Fahrer andere mitnimmt und dafür Spritgeld nimmt, benötigt auch keinen Personenbeförderungsschein. Allerdings empfiehlt das Unternehmen einen Preis, der über den Betriebskosten liegen dürfte – damit bewertet das Personenbeförderungsgesetz die Fahrt als gewerblich.

„Rahmenbedingungen anpassen“

Uber ist sich der gesetzlichen Beschränkungen offenbar bewusst – das Unternehmen fordert immer wieder, die rechtlichen Rahmenbedingungen an neue Fahrdienste anzupassen.

Die Kapitalsuche laufe völlig unabhängig von einer Finanzierungsrunde, über die der Finanznachrichtendienst Bloomberg in der Vorwoche berichtet hatte und bei der Uber mit bis zu 40 Milliarden Dollar bewertet werden soll.

Von

dpa

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