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08.02.2012

11:05 Uhr

Karriere-Turbo

Mythos MBA - was ist dran?

VonStefani Hergert

Der MBA ist noch immer die Eintrittskarte in die Top-Etagen der Wirtschaft. Doch der Markt ist unübersichtlich. Weltweit gibt es mehr als 10.000 Programme. Worauf es bei der Wahl der richtigen Business School ankommt.

MBA-Kaderschmiede: Die Harvard Business School. Pressebild

MBA-Kaderschmiede: Die Harvard Business School.

DüsseldorfAllein ein Blick in die Vorstandsetagen von Industriekonzernen, Banken und Beratungen weltweit erklärt den Mythos MBA: Denn viele der Vorstände auf der Top-Ebene schmücken ihren Lebenslauf mit den drei Buchstaben. Der Master of Business Administration (MBA), er ist noch immer der Inbegriff für eine internationale Karriere im Management. Schlagzeilen wie die der Online-Ausgabe der amerikanischen Business Week befeuern das: „Die höchstbezahlten Vorstandschefs mit MBA-Abschluss“ titelte die Website vor einigen Monaten.

Doch seitdem diejenigen, die heute in den Top-Etagen angekommen sind, ihren MBA-Abschluss gemacht haben, hat sich viel verändert. Die Welt der Wirtschaftshochschulen, die den MBA anbieten – Business-Schools genannt – hat sich in den vergangenen zehn Jahren massiv verändert. Was also ist dran am Mythos MBA? Und für wen lohnt er sich wirklich?

Als das praxisnahe Managementstudium vor mehr als 100 Jahren zum ersten Mal von den amerikanischen Business-Schools wie der Harvard-Universität oder Tuck am Dartmouth College aufgelegt wurde, hätte den Siegeszug wohl kaum jemand vorhergesagt. Ursprünglich war das Masterstudium für all jene gedacht, die sich generelles Managementwissen aneignen wollen, und schon einen ersten Hochschulabschluss und auch ein wenig Berufserfahrung haben.

Eine international gültige Definition gibt es allerdings nicht, mittlerweile existieren viele Programme, die mit einem MBA abschließen, aber so spezialisiert sind, dass sie mit dem generalistischen Ansatz nicht mehr viel gemein haben. Eigentlich soll der MBA all jenen das Rüstzeug fürs Management mit auf den Weg geben, die nicht Wirtschaft studiert haben – Ingenieure, Mediziner, Juristen oder Sozialwissenschaftler zum Beispiel. Der Deutsche Henrik Schöpfer, der seinen MBA an der Ceibs in Schanghai gemacht hat, hatte sogar einen erfahrenen Kapitän, der viele Jahre zur See gefahren ist, in seinem Kurs.

Genau das ist die Idee des MBA: Die Studenten lernen von den Erfahrungen und Herangehensweisen der Mitstudenten, daher ist es so wichtig, dass verschiedene Nationalitäten, Kulturen und Studienabschlüsse im Programm aufeinandertreffen. Dennoch haben selbst an den besten Business-Schools der Welt etwa ein Fünftel der Studenten ihren ersten Hochschulabschluss in Betriebswirtschaftslehre gemacht.

10 Tipps für den perfekten Chef

Ein perfekter Chef macht Fehler

Jeder Mensch macht Fehler, denn Menschen sind nicht perfekt. Durch diese Eigenschaft werden Menschen überhaupt erst liebenswert. Wichtig ist jedoch, dass wir um unsere Fehler wissen und Wege finden, wie diese Fehler behoben werden können. Fehler, richtig verstanden, führen zu einer Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit und des Unternehmens.

... ist nicht perfekt

Es ist daher verwunderlich, warum immer noch so viele Chefs meinen, dass sie perfekt sind. Eine solch grobe Selbstüberschätzung führt letztlich zu Arroganz und einem Stillstand an Wachstum (sowohl persönlich als auch unternehmerisch).

... verbessert sich ständig

Darin liegt die Größe eines wirklich „perfekten“ Chefs. Er verwendet die Kenntnis seiner Fehler für die persönliche Weiterentwicklung. Gute Führungspersönlichkeiten meinen nicht, „jemand zu sein“, sondern verstehen sich als „jemand, der wird“ und zwar jeden Tag ein wenig mehr.

... ist Menschenfreund

Eine wesentliche Eigenschaft von „perfekten“ Chefs ist, dass sie Menschen mögen. Viele so genannte Führungskräfte mögen aber nicht einmal sich selbst, geschweige denn andere Menschen. Unter solchen Umständen wird Führung nur schwer möglich sein. Um exzellent zu sein, muss man das, was man tut, lieben. Und um exzellent zu führen, muss man Menschen lieben.

... ist Teamplayer

Der „perfekte“ Chef sagt und meint „Wir!“ und nicht „Ich!“ Er ist ein Teamspieler. Im 21. Jahrhundert werden nur Teams gewinnen und nicht Einzelspieler. Die Mondlandung beispielsweise war auch nicht das Werk eines einzelnen Menschen, sondern das mehrerer tausend Ingenieure, auch wenn die visionäre Kraft eines Wernher von Brauns dahinter stand. Aber er hätte es niemals alleine geschafft.

... fordert Menschen

Der „perfekte“ Chef fordert Menschen heraus. Er will Leistung erleben und regt Menschen an, sie zu erbringen. Dabei orientiert er sich nur ungern am Durchschnitt, sondern an Spitzenleistungen. Der „perfekte“ Chef gibt sich nicht mit dem zweitbesten Ergebnis nicht zufrieden.

... ist fachlich selten der Beste

Von dem Gedanken, stets der Beste in allen Bereichen sein zu wollen, müssen sich Führungspersönlichkeiten trennen. Der „perfekte“ Chef konzentriert sich auf seine Stärken und seine Hauptaufgaben.

... verkörpert Werte

Grundvoraussetzung eines „perfekten“ Chefs sind gelebte Werte, die von allen Mitarbeitern als Führungsgrundsätze empfunden werden. Nur so entsteht das viel geforderte Vertrauen.

... ist wirksam

Letztlich geht es um das wesentliche: Der „perfekte“ Chef be-wirkt, dass Menschen Ziele erreichen. Das Wesen guter Führung ist Wirksamkeit.

... ist offen für andere Wirklichkeiten

Meistens halten wir unsere Meinung für die Wahrheit, basierend auf der Wirklichkeit, wie wir sie empfinden. Häufig entspricht unsere Wirklichkeit jedoch nicht der Realität. Der „perfekte“ Chef setzt sich auf den Stuhl des anderen. Wer durch die Augen anderer sieht, entdeckt eine Fülle von Wirklichkeiten.

Quelle: Perspektive Mittelstand

Der MBA ist noch immer die Eintrittskarte in die Top-Etagen der Wirtschaft – und das weltweit. Nur gibt es heute geschätzt mehr als 10 000 Programme, von der ersten Liga, zu denen Business Schools wie Harvard, Wharton, London Business School, Insead oder Ceibs gehören bis hin zu Lokalpatrioten, deren Studiengänge nicht bei weitem das Niveau haben und die Versprechungen auch nicht halten können. Allein die drei Buchstaben im Lebenslauf sagen also gar nichts, entscheidend ist, welche Hochschule sie verliehen hat.

Kommentare (8)

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aruba

08.02.2012, 11:18 Uhr

Guten Tag,... Das Ding kann mann kaufen,.... Kostet ungefaehr 10.000.- US $. Ist dann aber besser als der Wisch von Guttenberg. Besten Dank

Account gelöscht!

08.02.2012, 11:20 Uhr

Vergleichbarkeit der Abschlüsse war das Ziel der Renovierung der Studiengänge mit aufgabe des Dipl.-Ing. und Hinwendung zum MBA/BA-Studiengängen.

Das Gegenteil ist der Fall. Beim MBA/BA zählt der Abschluß alleine kaum. Auf die Hochschule kommt es an. So machen das die Amis. Das Marketing der Hochschulen macht den unterschied. Ein Abschluß in der Kreishauptstadt und einer in Harvard sind eben nicht vergleichbar - und sollen es auch garnicht sein.

Warum unsere Politiker die Sektierunmg unserer Bildungslandschaft zulassen ist nicht einsehbar. Chancengleichheit und die Leistungsfähigkeit des Landes werden sinken.

Frage

08.02.2012, 11:39 Uhr

@aruba:

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