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29.09.2012

09:18 Uhr

Karriere und Ausdauersport

Mit Marathon zum Chefsessel

VonCaroline Lindekamp

Rund 40.000 Läufer treiben sich an diesem Wochenende wieder 42,195 Kilometer durch Berlin.  Für die Karriere kann man sich bei den Ausdauersportlern einiges abschauen, denn auf der Zielgeraden beim Marathon heißt es nicht nur Schwitzen.

Marco Diehl ist Marathon-Läufer und langjährger Handelsblatt-Abonennt. (Foto: Diehl)

Marco Diehl ist Marathon-Läufer und langjährger Handelsblatt-Abonennt. (Foto: Diehl)

BerlinDer Berlin-Marathon ist das größte Laufevent Deutschlands und eines der größten der Welt. Die 40.000 Startplätze sind begehrt und jedes Jahr schneller vergriffen – für den aktuellen Wettkampf schon Anfang Dezember 2011. Den Streckenrand werden auch in diesem Jahr wieder rund eine Millionen Zuschauer säumen und die Läufer anfeuern.

Die Faszination Marathon: Zu bewältigen, was andere nicht schaffen. Die Erleichterung beim Zieleinlauf, die anerkennende Bewunderung aus dem Umfeld sollen für die Entbehrungen und die Disziplin beim Training entlohnen.

Was mal „Mein Haus, meine Yacht, mein Auto“ waren, sind heute „Mein Marathon, meine Abenteuerreise, meine Facebook-Kontakte“ – ein Lifestyle, der auch längst in der Geschäftswelt angekommen ist. Die Zahl der Marathonläufer in den Führungsetagen steigt kontinuierlich und ist verhältnismäßig hoch.

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Marco Diehl ist 2003 in eine leitende Funktion bei einer großen Investmentbank aufgestiegen. Im selben Jahr ist der heute 43-jährige IT-Experte seinen ersten Marathon gelaufen – und hat direkt geschafft, was 95 Prozent der Langstreckenläufer nie erreichen: Er hat die 42,195 Kilometer in weniger als drei Stunden bewältigt. „Meine Marathon-Karriere hat als Understatement mit ausgetretenen Schuhen und einem alten Abi-Shirt angefangen“, sagt Diehl. Als ihn bei seinem ersten Wettkampf „irgendwelche grauhaarigen Senioren überholt haben“, wie er sagt, war sein Ehrgeiz angestachelt. Seitdem sind 118 Marathons gefolgt, Tendenz steigend, und fast 70 Mal stand Diehl auf dem Siegertreppchen.

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

29.09.2012, 09:38 Uhr

Marathonläufer stehen für alles wovon die Welt im professionellen Umfeld sicher nicht noch mehr braucht. Egozentrische Einzelheinze, teamvermeidende, kontaktlose Ich-Bezogenheit deren Welt sich nur im eigenen Kopf abspielt wo sich wirre Belohnungssignale tummeln sobald man eine andere arme Sau überholt hat. Oh Gott

michaelwax

29.09.2012, 10:21 Uhr

Erst mal selber einen Marathon laufen, bevor so eine dumme Aussage kommt. Alleine schafft man das nicht. wir sind in einer Gruppe unterwegs und dass machen die meisten hobbyläufer so!

Laeufer

29.09.2012, 11:49 Uhr

Genau das ist das Geile am Marathon ....! Curro ergo sum

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